Kreisliga A
Das "Kopfballungeheuer" packt aus
Von Paul Niewöhner und Christian Lehmann
(20.11.24) Die Qualitäten des SC Falke Saerbeck sollten den meisten Fans der Kreisliga A Tecklenburg mittlerweile ein Begriff sein. 15 Siege, keine Niederlage und ein Remis holten die Falken in der laufenden Spielzeit. Nach dem dramatischen 2:2-Remis bei Verfolger Cheruskia Laggenbeck verteidigte der Spitzenreiter den satten Fünf-Punkte-Vorsprung an der Spitze. Innenverteidiger Sven Jaspert sticht in dieser Saison besonders heraus: Der Abwehrchef traf bereits sieben Mal - davon sechsmal per Kopf und einmal mit der Hacke. Er ist Nutznießer der sensationellen Standards bei Nicholas Beermanns Team.
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Jaspert verrät: "Natürlich haben wir Strategien, aber wir trainieren das nicht speziell. Ganz entscheidend ist, dass wir zwei oder drei Spieler haben, die herausragende Ecken schlagen können. Die finden sehr häufig meinen Kopf - oder den Kopf meiner Mitspieler." In der Regel ist Marco Schubert Saerbecks Spezialist für den ruhenden Ball. Weil der seit einigen Wochen fehlt, trat in Laggenbeck Steffen Wilkens die entscheidende Ecke - mit Erfolg. Der 28-Jährige weiß aber auch: "Man braucht dann auch ein gewisses Gefühl dafür, wo man sich hinstellen muss, wann man hochspringen muss und wie man den Ball dann trifft. Dieses Gefühl für Kopfbälle ist dann der andere Teil des Erfolgs." Überdies sorgen die Positionierung und das Blockverhalten der Mitspieler dafür, dass Jaspert häufig an der richtigen Stelle die Stirn in den Ball wuchten kann. Achja: Seine Körpergröße von 1,93 Meter ist sicherlich auch nicht hinderlich...
Immer wieder späte Tore
Nach dem
bitteren Abstieg mit tragischen Begleitumständen im Sommer hat sich die Mannschaft schnell gefunden und in der A-Liga eingegroovt, wie man schnell mit einem Blick auf die Tabelle erkennen kann. "Wir haben eine sehr gute Mannschaft. Die Qualität ist sehr hoch und auch die Breite des Kaders ist super", weiß Jaspert. Dass man die Saerbecker nie abschreiben sollte, hat sich in der Liga längst rumgesprochen, den späte Tore sind ihre Leibspeise. Gegen Laggenbeck war's mal wieder die 94. Spielminute - ebenso wie beim 2:1-Sieg gegen Mettingen vor wenigen Wochen. Gegen SW Esch erzielte Florian Müller den 3:2-Siegtreffer in der 88. Minute. Jaspert schätzt die Mentalität seiner Teamkollegen : "Es ist egal, gegen welche Mannschaft wir spielen. Ob Tabellenplatz 5 oder 16, wir nehmen jedes Spiel zu 100 Prozent ernst. Das ist einfach eine Qualität der Mannschaft."
Im letzten Spiel vor der Winterpause geht es für den Tabellenführer am Freitag zu Stella Bevergern. Thommy Overmeyers Team spielt als Zehnter eine ordentliche Saison und brennt darauf, dem Primus die erste Niederlage in dieser Saison einzubrocken. Jaspert vermutet: "Das wird ein schwieriges Spiel. Aber wenn wir so wie in den letzten Spielen mit der richtigen Einstellung auflaufen, kann es klappen." Natürlich hat die überragende Hinserie bei den Falken, die zu Saisonbeginn eigentlich den Wiederaufstieg nicht explizit als absolutes Muss ausgerufen hatten, das Selbstvertrauen gestärkt. "Wenn wir so weitermachen, dann kann es mit dem Aufstieg klappen", glaubt Jaspert. "Die Breite unseres Kaders ist enorm. Vor allem die jungen Spieler gehen im Training voll ab und wollen spielen. Es herrscht ein ständiger Konkurrenzkampf - und genau das wollen wir haben. Jeder gibt sein Bestes."







































