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Kreisliga A

Ab sofort vielleicht wieder ein gewohntes Bild: Lucas Bovenschulte (2.v.r.) jubelt im Kreise seiner Mettinger Teamkollegen über einen Treffer. Foto: Renger

Versuch macht ja manchmal klug


Von Fabian Renger

(22.01.25) Bevor wir diesen Text beginnen, müssen wir uns mit einem Rätsel befassen. Lucas Bovenschulte wird nämlich gar nicht 'GeierMeier' gerufen. Öffnet externen Link in neuem FensterDieser Spitzname findet sich bei FuPa. Wo dieser Begriff her kommt? "Tatsächlich weiß ich das bis heute nicht, warum, wieso, weshalb und wer das war...", sagt Bovenschulte. Eigentlich könnten wir uns daher jetzt auch wieder hinlegen. Das Wichtigste hätten wir ja geklärt. Oder eben nicht. Wie man's nimmt. Doch Bovenschulte haben wir natürlich nicht (nur) deswegen angerufen. Da hatte uns doch eigentlich etwas anderes viel mehr interessiert.

Überschaubare Spielzeit

Denn er ist wieder zurück bei Eintracht Mettingen. Am Dienstagabend war Trainingsauftakt. Klirrende Kälte, Minus zwei Grad, 22 Leute. Bestimmt lecker gewesen. "Gefühlt war ich nicht wirklich weg", sagt der 25-Jährige und hat natürlich Recht. Ein halbes Jahr war er ausgebüxt. Im Sommer probierte er den Sprung in die Landesliga. Von der Eintracht ging es Öffnet externen Link in neuem Fensterab zum SC Altenrheine. Die Bilanz? Naja, nennen wir es mal ausbaufähig. Drei Spiele in der Liga, plus Pokal. Jeweils Kurzeinsätze, im Kreispokal waren es mal 45 Minuten. Obendrein ein bisschen A-Liga-Fußball in Altenrheines Reserve.

"Es lief ein bisschen anders als geplant und hat halt nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben", schaut Bovenschulte selbstkritisch zurück. Zwölf Spielminuten in der Liga sind in der Tat nicht viel. Und 'Bovi', so wie er im Normalfall gerufen wird, ist jemand, der zocken will. Und das möglichst oft. Das klappte nicht beim SCA. Der Schritt war vielleicht doch zu groß. "Ich hab das einfach mal probiert. Für mich ist aber alles gut, ich bin mit Marc [Wiethölter, d. Red.] immer im offenen Austausch gewesen."  Auch der Aufwand war nicht ohne. Bovenschulte wohnt in Lotte, von dort fährt sich's in rund 25 Minuten nach Altenrheine. Das geht ja klar. Aber: Bovenschulte arbeitet in Ladbergen. Von dort nach Altenrheine zu kommen, das dauert dann wohl etwas länger. Gerade zu Stoßzeiten. Und Bovenschulte arbeitet mitunter recht lange, teilweise bis 18 Uhr. Eine Quälerei manchmal zu dieser Zeit, nur um Training zu kommen.

"Es kam nur Mettingen in Frage"

Bereut hat er dieses Intermezzo nicht. "Ich bin mit einem weinenden Auge gegangen, weil die Truppe in Altenrheine schon sehr, sehr geil ist", schickt er Liebesgrüße raus an den Schürweg. Nun lautet die Realität erstmal wieder Kreisliga A und Tüöttendorf. Es habe auch ein, zwei andere Anfragen gegeben. Die hätte man sich jedoch auch sparen können. "Als ich rübergegangen bin, hab ich von vornherein gesagt, dass ich auf jeden Fall nach Mettingen zurückgehe, wenn's nicht läuft oder ich nach zwei, drei Jahren was anderes machen möchte. Da spielen meine Jungs, da spielt meine Clique, es kam nur Mettingen in Frage."

Am Sonntag steht das erste Testspiel des Tabellenachten an. Auswärts beim TSV Wallenhorst, übrigens ein Ex-Verein von Bovenschulte, geht die Mannschaft von Sascha Höwing und Oral Dogru auf Torejagd. Mettingens Rückkehrer scharrt mit den Hufen. Ein halbes Jahr ohne wirkliche Spielpraxis. "Ich bin gespannt, wie sich die ersten 45 Minuten wieder anfühlen werden."

Mehr Konstanz, vielleicht auch etwas Dreck

Der Plan für die Halbserie ist klar umrissen, tabellarisch geht's maximal noch um eine Kletterpartie auf Platz drei. "Wir haben ein halbes Jahr Zeit, um Konstanz und Abläufe reinzubringen", sagt Bovenschulte. Unter Dogru und Höwing habe es hier aber durchaus schon Fortschritte gegeben, hat er aus der Ferne beobachtet. Auch sei es allgemein ruhiger geworden im gesamten Verein, findet er. Kann auch nicht schaden. Und im Sommer kommt jede Menge Potenzial hoch, etliche A-Jugendliche rücken zu den Senioren weiter. "Schauen wir mal, wo die Reise hingeht. Die Begebenheiten sind sehr gut", so Bovenschulte, der sich auch vielleicht etwas mehr Dreck wünscht. "Es muss nicht immer schön sein in der Kreisliga A, die Spiele kann man auch mal dreckig 2:1 oder 1:0 gewinnen." Vielleicht hat er da ja was aus der Landesliga an Erfahrungen mitgebracht.

Und Marc Wiethölter, der im Sommer von Altenrheine gen Borussia Emsdetten weiterzieht und Bovenschulte bereits einst in Recke trainierte, wird die Familie übrigens nicht los. Lucas' Bruder Tom wechselt im Sommer zur Borussia. "Für mehr als für einen Co-Trainer-Job bei Marc würde ich nicht in Frage kommen", hegt 'GeierMeier' (einmal dürfen wir den Namen ja nochmal verwenden) hingegen keine Ambitionen mehr für den ganz großen Fußball. In Mettingen ist's aber ja auch schön...



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