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Kreisliga A

Tobias Birke wird im Sommer spielender Co-Trainer von Arminia Ibbenbüren. Auch weil er sich mit seinem Chef Bastian Blankemeyer offebar sehr gut versteht... Foto: Renger

Eigentlich ist er ja ein ruhiger Typ...


Von Fabian Renger

(23.01.25) "Nicht mehr Tobi auf dem Platz, das geht nicht mehr, das ist vorbei." Tobias Birke will nicht mehr geduzt werden. Ab dem Sommer kennt er keinen Spaß mehr, der Kapitän von Arminia Ibbenbüren klettert die 'Karriereleiter' hoch und fungiert demnächst als spielender Co-Trainer von Bastian Blankemeyer. Wir haben den 30-jährigen Ur-Arminen mal gefragt, wie es eigentlich zu diesem Aufstieg kommen konnte.

Du hörst als Kapitän auf und bist demnächst spielender Co-Trainer. Müssen dich die Spieler ab Sommer dann siezen?
Birke: Selbstverständlich. Gerade die jungen Leute müssen ein bisschen Benehmen beigebracht bekommen... (lacht)

Hatte ich mir gedacht. Da regiert die knallharte Hand. Bastian ist zu lieb, nehme ich an.
Birke: Natürlich. (lacht) Nein. Wir sind ja immer noch ein Team. Für die Spieler ändert sich eigentlich nicht so viel, außer dass ich dann auch als Co-Trainer noch aktiv bin. Als Kapitän haben wir zwei, drei, die das ganz gut hinkriegen würden. Dann können die mir auch mal sagen, was schlecht läuft - dann muss ich das nicht mehr machen. (lacht)

Wie lief es denn bisher für dich als Kapitän in Zusammenarbeit mit Bastian?
Birke: Wir beide haben ein offenes und ehrliches Verhältnis. Da kann man sich einfach viel sagen, über Taktik sprechen, was gut war, was nicht. Deswegen bin ich zu dem Schritt gekommen, das mit ihm machen zu wollen, weil das gegenseitige Verständnis schon auf einer Ebene liegt. Wir tauschen uns jetzt schon regelmäßig aus, das wird ab Sommer intensiviert.

Wie kam das zustande? Hast du dich selbst angeboten nach dem Motto 'Ich bin ein geiler Co-Trainer'?
Birke: Es war noch nicht ganz klar, wie es mit unseren anderen beiden Co-Trainern weiter geht. [Eugen Bühner, Christoph Lehmeyer-Kerk, d. Red.] Daraufhin hat Basti mich gefragt, ob ich es mir vorstellen könnte. Vielleicht ist es mir schonmal rausgerutscht, dass ich nicht abgeneigt wäre irgendwann. Dass es dieses Jahr schon soweit sein würde, war aber überraschend.

Warst du schonmal irgendwann irgendwo wenigstens Jugendtrainer, oder bist du kompletter Trainer-Neueinsteiger?
Birke: Tatsächlich habe ich mal eine D3 oder D4 ein Jahr trainiert. Ich hab auch bei uns über die Jahre schon ein paar Einheiten geleitet, das hat auch schon Spaß gemacht.

Viele sagen, Spielertrainer zu sein, sei gar nichts für sie, weil es irgendwie eine Art doppelte Belastung ist. Siehst du da ein Problem drin?
Birke: Als Spielertrainer würde ich, glaub ich, den selben Gedanken fassen. Aber ich bin ja Co-Trainer und eher in der unterstützenden Position, Basti ist die Nummer eins am Rand.  So sehe ich überhaupt keine Probleme.

Du bist auch erst 30, da geht ja als Spieler auch noch was.
Birke: Ein, zwei, drei Jährchen habe ich wohl noch. (lacht) Solange die Knochen halten, mache ich es auch noch weiter.

Und auch immer Arminia, oder?
Birke: Seitdem ich fünf bin, spiele ich nur bei Arminia. So wie es sich beim Dorfverein halt gehört.

Wird dir auch nicht langweilig in Schierloh, höre ich raus.
Birke: Als ich mit 17 hochgezogen worden bin aus der A-Jugend, hatten wir turbulente Bezirksliga-Zeiten, als wir oft gegen den Abstieg gekämpft haben. Wir hatten sehr geile Klassenerhalte, natürlich waren auch bittere Abstiege, Aufstiege und Meistertitel dabei. Gerade durchlaufen wir eher eine ruhigere Phase.

Hat ja auch Vorteile. Es ist ja allgemein im gesamten Verein entspannter geworden, habe ich den Eindruck.
Birke: Definitiv. Allgemein geht's - auch in Sachen Infrastruktur - nach vorne im gesamten Verein. Basti ist für uns auch der passende Trainer aktuell.

Ich hätte euch aber noch ein paar Punkte mehr zugetraut als nur 20. Noch seid ihr auch in Sachen Klassenerhalt noch nicht aus dem Schneider.
Birke: Ja, auf jeden Fall. Wir sind längst noch nicht weg. Aber auch andere Mannschaften haben teilweise dran zu knapsen. Es ist insgesamt recht ausgeglichen in der Liga. Da hatten wir zwei, drei, vier Spiele bei, in denen wir unsere Leistungen nicht abrufen konnten und gegen Mannschaften verloren haben, gegen die wir eigentlich eher hätten punkten können. Dafür haben wir auch Punkte gegen Mettingen und ähnliche Teams geholt, wo man im Vorfeld nicht mitgerechnet hätte...

...du sagst es. Ihr schlagt Mettingen, holt einen Punkt gegen Laggenbeck und verliert dann gegen Ladbergen, um kurz danach Westerkappeln fünf Stück einzuschenken. Unverständlich irgendwie.
Birke: Wir hatten viele schwankende Leistungen. Wenn wir nicht immer mit 100 Prozent spielen, wird es schwierig. Das sieht man halt einfach.

Da kannst du ja ab dem Sommer gegensteuern. Abschließend zurück zu dir. Auf was dürfen wir uns denn freuen: Bist du eher der Trainertyp Bo Henriksen, der komplett ausflippt, oder eher der gemäßigte?
Birke: Mir wird eigentlich eine recht ruhige Art nachgesagt; wenn ich aber auf dem Platz stehe, kriege ich ab und zu das Wilde. Ich bin nicht der Typ Bastian Blankemeyer, aber auch nicht der ganz ruhige....



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