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Kreisliga A

Stefan Kilfitt (l.) und SCP-Sportvorstand Michael Stadie, hier bei der Vorstellung des Coaches im vergangenen Jahr, bleiben weiterhin ein Herz und eine Seele. Trotzdem trennen sich die Wege bei Preußen Lengerich am Saisonende. Foto: SC Preußen Lengerich

Kein Kil(le)fitt - Preußen Lengerich braucht zum Sommer neuen Trainer


Von Christian Lehmann

(16.12.25) Als Stefan Kilfitt vor knapp 15 Monaten bei Preußen Lengerich einstieg, war die erste Mannschaft nicht gerade das Aushängeschild der Kreisliga A. Aus dem Keller hat der Coach das Team zuletzt in sichere Gefilde geführt, zwischenzeitlich belegte der mittlerweile Tabellensiebte in dieser Saison sogar Rang drei. Dass der Coach nun seinen Abschied zum Saisonende angekündigt hat, überrascht dann doch schon ein wenig. Es gibt aber Gründe für seine Entscheidung - und die sind nicht sportlicher Natur.

Michael Stadie, Preußens Sportvorstand, räumt ein, dass auch er durchaus überrascht war, als ihn der Übungsleiter vor einigen Wochen über seinen geplanten Ausstieg informierte. "Wenn jemand, der so erfolgreich arbeitet, aufhört, dann ist das immer schade. Er hatte aber auch vorher schon mal angedeutet, dass der Akku auch irgendwann mal leer ist. Stefan ist sehr emotional, steckt ganz viel in die Mannschaft. Er hat in den letzten Monaten tolle Arbeit geleistet und war genau der richtige Mann für uns. Ich sehe das auch als eine Chance für etwas Neues", so der Funktionär.

"Ich bin Vollblut-Trainer"

Wer den Chefcoach schon mal am Seitenrand erlebt hat, der kann sich vorstellen, was Stadie meint. "Ich bin ein Vollblut-Trainer, Christoph Daum war früher mein Vorbild", sagt Kilfitt selbst über sich. "Wenn Du immer volle Pulle 100 Prozent reinlegst, merkst Du irgendwann, das hinterlässt Spuren. Ich habe mit Kai Plogmann jemanden, der mich gut unterstützt, aber das meiste mache ich schon allein. Ich habe mit den Jungs total Spaß in den Backen, wir haben ein tolles Team und ein super Miteinander - auch im Verein. Ich glaube aber, dass mir eine kleine Auszeit gut tun wird", sagt der Übungsleiter.

Kilfitt hat beruflich wie privat viel um die Ohren, unterstützt seine Frau auch öfter mal abends in ihrem Restaurant. Das ist aber nicht der Hauptgrund für seine Rückzugs-Entscheidung, stellt Kilfitt klar. "Ich habe privat ein paar Dinge vor und ein bisschen mehr Zeit haben, bei den Altherren kicken, Klettern gehen, die Zugspitze und den Watzmann bestiegen. Es kann aber auch sein, dass ich in ein paar Monaten denke, es geht nicht ohne Fußball... Ich habe bei Preußen etwas angestoßen, das Feuer zum Lodern gebracht. Wichtig, dass weiterhin Leute da sind, die Heu nachschieben. Ich fühle mich nach wie vor in der Pflicht, mich einzubringen, werde am Ball bleiben und ansprechbar sein - ohne dem neuen Trainer in die Karre zu fahren."

Trainingslager in Belek

Auf das bisher erreichte ist der Coach stolz: "Als ich übernommen habe, hatten wir ehrlich gesagt keine Kreisliga A-taugliche Mannschaft. Nur wenige haben daran geglaubt, dass wir mit so einer jungen Truppe in der A-Liga bestehen können. Es musste viel geändert werden - aber ich hatte immer die volle Rückendeckung vom Vorstand. Das war mega geil! Wir haben für die Zukunft etwas geschaffen. Jetzt freue ich mich auf die Rückrunde!"

Im Februar steht erstmal das Trainingslager im türkischen Belek an - für Kilfitt, seinen kleinen Trainerstab und die insgesamt 17 Spieler aus der Ersten und der A-Jugend ein echtes Highlight. Sollte sein Team Platz sieben in der Liga verteidigen, wäre Kilfitt schon happy. "Die Kreisliga A ist so unberechenbar... Wenn wir es noch schaffen sollten, ein, zwei Plätze zu klettern, wäre das super. Wir werden weiter Gas geben!" Einen besonderen Wunsch könnte sich Kilfitt am vorletzten Spieltag erfüllen, wenn das Rückspiel gegen den bisher ungeschlagenen Spitzenreiter aus Laggenbeck stattfindet. "Die drei Punkte können die sich abschminken, das letzte Heimspiel werde ich gewinnen", sagt er und lacht laut. 

Stadie: "Wir werden keinen Schnellschuss machen"

Schon seit einigen Tagen führt Michael Stadie Gespräche mit potenziellen Nachfolge-Kandidaten. Am Dienstag klingelte das Telefon dann nahezu nonstop. Bisher kann er aber noch keinen Vollzug melden. "Wir werden keinen Schnellschuss machen. Glücklicherweise steht die Mannschaft aktuell so gut da, dass man ganz in Ruhe planen kann. Wir haben das Ziel, irgendwann wieder höherklassig zu spielen, werden dabei aber nichts übers Knie brechen. Der neue Trainer muss jemand sein, der zu unserer Truppe passt und die Sprache der jungen Generation spricht. Da kannst Du nicht jeden Hans und Franz nehmen..."



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    Cher. Laggenbeck 16    58:20 44  
2    Legden 17    43:10 43  
3    TuS Laer 16    55:14 42  
4    Kinderhaus II 16    54:11 40  
5    SV Bösensell 16    43:23 40  

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