Kreisliga A
Laggenbeck zaubert Niklas Plake und Steffen Grothmann aus dem Hut
Von Christian Lehmann
(15.12.25) Der vielleicht begehrteste Trainerstuhl im Fußballkreis Tecklenburg für die kommende Saison ist besetzt. Nachdem Cheruskia Laggenbeck vor knapp zwei Wochen den Rückzug von Cheftrainer Marc Wichmann zum Saisonende bekannt gegeben hatte, musste der unangefochtene Spitzenreiter der Kreisliga A nicht lange nach einem potenziellen Nachfolger suchen. Nun steht fest: Niklas Plake steigt im Sommer im Carl-Keller-Stadion ein und bringt mit Steffen Grothmann einen Co-Trainer mit, der ebenfalls im Fußballkreis bekannt und gut vernetzt ist.
"Wir haben uns mit dem Mannschaftsrat und Team-Manager Ralph Rotter abgestimmt, wer infrage kommt und uns mit drei Kandidaten getroffen. Als wir uns dann auf Niklas festgelegt hatten, hat er uns schnell zugesagt", verrät uns Seniorenobmann Björn Bosse. "Ich glaube, das größte Argument, das aktuell für uns spricht, ist die Mannschaft." Am Sonntag wurde der neuen Coach gemeinsam mit seinem künftigen Co-Trainer Steffen Grothmann (zuletzt BSV Brochterbeck) der Mannschaft vorgestellt.
Ein Ur-Teutone unter Cheruskern
Überraschend ist die Personalie vor allem, weil Niklas Plake beinahe sein gesamtes Fußballer-Leben bei Teuto Riesenbeck verbracht hat. Mit Ausnahme zweier kurzer Intermezzi bei der Ibbenbürener SpVgg und dem VfL Osnabrück in der Jugend ("Das ist seeehr lange her") war ausschließlich der Vogelsang die sportliche Heimat des 34-Jährigen. Fünf Jahre lang war er zuletzt gemeinsam mit Dennis Esch als Coach der ersten Mannschaft tätig, ehe er den Stab - vor allem aus familiären Gründen - im Sommer an Emanuel Beckmann-Smith weiterreichte. Nun sind die Kapazitäten des jungen Familienvaters wieder da. Dass der Trainerjob bei den Gelb-Blauen mega-reizvoll war, versteht sich von selbst: "Ich finde die Aufgabe sportlich super interessant", betont auch Plake. "Das ist eine Mannschaft mit einem richtig guten Altersschnitt und einer guten Struktur. Laggenbeck und Riesenbeck sind sich von ihrer Struktur und Gemeinschaft her sehr ähnlich. Wichtig war mir, dass es auch vom Aufwand zu stemmen ist. Ich fahre eine Viertelstunde und bin beim Training. Ich freue mich darauf, die gute Arbeit von Marc Wichmann weiterführen zu dürfen."
Unterstützt wird Plake von Steffen Grothmann. Beide kennen sich noch aus gemeinsamen Riesenbecker Zeiten. Grothmann war Co-Trainer unter Mike Schwering, Sebastian Möllers, Frank Karlisch und Reinald Wiesch und pflegt seit Jahren ein gute Verhältnis zum künftigen Cheftrainer. Bis Anfang November war Grothmann noch als Chefcoach beim B-Ligisten BSV Brochterbeck tätig gewesen, ehe es für Außenstehende ziemlich überraschend zur Trennung kam. Plake freut sich auf die Zusammenarbeit: "Mir war es sehr wichtig, jemanden an meiner Seite zu haben, auf den ich mich zu 100 Prozent verlassen kann." Ebenso wie er besitzt auch sein künftiger Assistent die B-Lizenz.
Wiedersehen mit Teuto in der Bezirksliga?
Dass der Weg der Cheruskia nach dem Abstieg im Jahr 2022 wieder zurück in die Bezirksliga führen wird, ist durchaus wahrscheinlich. Bosse baut zwar keinen Druck auf, der Klub-Funktionär weiß aber natürlich, dass es sehr gut aussieht angesichts von acht Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten TuS Recke. "Wir haben eine stabile Hinserie gespielt und wissen, dass der eine oder andere Stammspieler in der Rückrunde sogar noch wiederkommt. Trotzdem müssen wir die Leistungen erstmal bestätigen." Plake sieht es genauso: "Ich drücke den Jungs die Daumen und werde mir das eine oder andere Spiel angucken, mich aber Nullkommanull einmischen. Ich hoffe, dass sich Marc mit Aufstieg in Laggenbeck verabschieden kann."
Dass es für Plake und Grothmann in der nächsten Saison ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Verein gibt, ist vor allem aufgrund der prekären Tabellensituation bei Teuto fraglich. Die Riesenbecker sind aktuell mit acht Punkten Schlusslicht in der Bezirksliga 12, haben aber auch nur drei Punkte Rückstand aufs rettende Ufer. "Ich wünsche mir natürlich, dass sie die Klasse halten. Riesenbeck ist mein Heimatverein, die Mannschaft liegt mir am Herzen", sagt Plake, der noch am Wochenende mit der Pokalsieger-Truppe eine große Wiedersehens-Feier veranstaltete. "Ich wünsche den Jungs nur das Beste, aber in den zwei Spielen gegen Laggenbeck muss in der nächsten Saison die Freundschaft ruhen..."








































