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Kreisliga B

Jan Wissing war zuletzt bis vor einem Jahr Trainer in Dreierwalde. Künftig steigt er wieder in Hörstel ein. Foto: Renger

Lieber kleine Brötchen backen


Von Fabian Renger

(11.06.24) Jan Wissings Antwort kommt prompt. "Nein", sagt der künftige Trainer des SC Hörstel zu unserer Frage, ob der SCH denn in der neuen Saison den Titel anvisiert. "Erstmal wollen wir den Abwärtstrend stoppen." Manno. Keine Schlagzeile á la 'Hörstels Großangriff' also. Die Frage nach Hörstels Ambitionen ist allerdings naheliegend. Schließlich hat der Sportclub mächtig zugeschlagen auf dem Transfermarkt. 

Acht A-Jugendliche kommen zur neuen Spielzeit hoch. Obendrein schließen sich Fabian Muthulingam (Teuto Riesenbeck), Pascal Grafe (Stella Bevergern), Jan Niestegge (GWA Rheine), Patrick Hinz, Niklas Grotke, Patrick Schoo (alle Brukteria Dreierwalde),  Kevin und Tim Deupmann (beide Eintracht Rodde) und der reaktivierte Patrick Bösker der Truppe an. Teils Spieler, die schon ein bisschen was gesehen haben in ihrer Laufbahn. "Das sind ja alles keine Neuzugänge, das sind ja alles alte Bekannte", stellt Wissing klar. Stimmt: Eine Hörsteler Vergangenheit haben sie alle. In der Auflistung fehlt sogar noch einer. Auch Felix Schrameyer, früher Innenverteidiger zu Hörsteler Bezirksliga-Zeiten, könnte wahrscheinlich wieder neu anfangen.

Eine Perspektive musste her

Aber das muss sich erstmal alles finden. Das ist die eine Sache. Und es sei ja auch nicht der eine Königstransfer dabei gewesen, findet Wissing. Alles gute Leute, die gut mit der Kugel jonglieren können. Aber kein Christian Biermann oder Julin Muthulingam. Hinz und Bösker haben eh noch jeweils Sorgen mit dem Meniskus und fallen erstmal aus, sind also keine Soforthilfen. Was den Hörsteler Verantwortlichen sowieso viel wichtiger war: Die acht A-Jugendlichen sollten gehalten werden. Und das ging eben nur, indem man ihnen eine Perspektive bietet. Die wurde mit den 'alten Bekannten' sicherlich geschaffen. Auch Wissing wollte selbst erstmal eine Perspektive haben. Nur weil der Heimatverein ihn haben wollte, hat er nicht direkt laut 'Hurra' geschrien.

"Mit der Mannschaft vom Anfang der Saison hätte ich es nicht gemacht", räumt er ein und ergänzt direkt: "Das liegt nicht an den Typen." Er meint das auch aufs Sportliche bezogen. Ex-Coach Wolfgang Bröring startete mit einer gefühlten C-Liga-Mannschaft in der B-Liga durch. Das war in der A-Liga schon mehr als problematisch und war auch anfangs in der B-Liga schwer. Dann war da noch die Altersstruktur. 22- bis 25-Jährige gab es genügend. "Aber wir brauchen diese Erfahrenen", weiß Wissing.

29 Mann im Kader - ein starker Mix

Davon waren - abgesehen vom bereits zwsichenzeitlich rausgeholten Bösker oder seinem Kollegen Frederik Heller - in dieser Saison kaum welche vorhanden. Wissing durfte sich schon Spott anhören angesichts des Durchschnittsalters mancher Neulinge, ob er mit einer Altherrenmannschaft antreten will. Dem entgegnet er: Es kommen ja genug Junioren hoch. Leute wie Marvin Kohle etwa stellten ihr Können schon in der B-Liga unter Beweis. Jetzt sind alle Generationen vertreten. Der Mix könnte passen. Perspektiven sind vorhanden.

Der Kader wird riesig. 29 Mann sind's. "Die musst du mittlerweile haben, ich würde auch lieber mit 20 Mann arbeiten", sagt der baldige Übungsleiter. Ist in 2024 halt so. Das hilft dann auch zwangsläufig der Reserve und insbesondere der Dritten, die in der abgelaufenen Saison am personellen Hungertuch litt. Hörstel Seniorenteams sind quantitativ für 2024/25 bestens aufgestellt. Vom Hof gejagt wurde übrigens niemand, alle bleiben, niemand wechselte woanders hin. Auch das ist ein Statement.

Mittelfristig darf's wieder hoch gehen

Wissing arbeitet Hand in Hand mit Andre Sand, der die Mannschaft zuletzt als Trainer anleitete. Dass er einen B-Ligisten übergeben würde, war phasenweise ungewiss. Nervösität war vorhanden, gibt Wissing zu. Letztlich glückte die Rettung. Hörstel wurde Siebter. Doch diese Unruhe, den Abstiegskampf im Allgemeinen, den gilt es zu verhindertn. "So früh wie möglich Ruhe reinbringen" will Wissing. Freilich: "Mittelfristig sollte es natürlich schon irgendwo das Ziel sein, wieder eine Liga höher zu spielen." Aber eben nur mittelfristig, nicht im Hauruck-Verfahren.

Er selbst freut sich jedenfalls, wieder zurück zu sein. In Hörstel trainierte er früher mal E-, C- und A-Junioren. "Als ich die ersten Male wieder am Platz war, hat sich räumlich nichts groß verändert", war es ein bisschen wie nach Hause zu kommen. "Es ist für mich jetzt einfach eine Möglichkeit, was zusammenzumachen mit vielen Leuten, die mir in den vergangenen Jahren viel über den Weg gelaufen sind." Ausschlaggebend war für ihn dabei übrigens nicht die Spielklasse. Sondern vielmehr "eine Mannschaft, mit der ich in der Lage bin, jedes Spiel zu gewinnen." Diese Mannschaft dürfte er zumindest zusammen haben. Für was das dann reicht? Wir werden ihn noch häufiger dazu ausfragen...



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