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Jannik Schmitz bereitete beide Uffelner Tore vor und könnte am Wochenende den Klassenerhalt eintüten. Foto: Renger

Drei Teams im Fernduell um die Rettung


Von Fabian Renger

(17.05.22) Das wird ein spannendes Finish am Sonntag, wenn die Kreisliga B1 in ihre Schlussrunde geht. Der SV Halverde, der TuS Recke II sowie Westfalia Hopsten II machten am Wochenende den Klassenerhalt klar. SW Esch II ist seit Sonntag abgestiegen. Bleiben in der Abstiegs-Verlosung noch drei Teams übrig. Der sechste und siebte Rang reichen in der B1 zum Klassenerhalt. Drei Mannschaften streiten drum.

Der SV Uffeln ist Sechster mit 37 Zählern und einer Tordifferenz von +11. Nach dem 2:2-Remis bei Arminia Ibbenbüren III konnte SVU-Coach Ralf Janning damit leben. "Wir haben das Minimalziel erreicht. Wenn mir einer im November gesagt hätte, dass wir den Klassenerhalt vorm letzten Spieltag in der eigenen Hand haben, dann hätte ich das unterschrieben." Als Janning Ende November auf den Uffelner Trainerstuhl zurückkehrte, war der SVU weit abgeschlagen hinter Mannschaften wie Germania Schale und SW Esch II, teilweise zehn Punkte dahinter. Am letzten Spieltag ist GW Steinbeck II zu Gast in Uffeln. Ein Remis könnte aber Uffeln sogar zu wenig sein.

Denn hinter dem SVU lauert eben jenes Arminia Ibbenbüren III mit 36 Zählern und einer Tordifferenz von +21. Am letzten Spieltag geht's für die Arminen nach Halverde. Für die Arminen kann dieser Punkt aus dem direkten Duell mit Uffeln vielleicht noch Gold wert sein. Teuto Riesenbeck III ist derweil Achter, hat 35 Zähler und eine Tordifferenz von +7. War die Heimpleite gegen Schale der Sargnagel für die Rettungs-Hoffnungen? Abwarten. Zum Abschluss geht's Sonntag nach Bevergern. Und Derbys schreiben bekanntlich immer die eigenen Gesetze...

Quickies, 25. Spieltag

Eintracht Mettingen II - Stella Bevergern 5:0 (3:0)
"Wir wollten zeigen, dass wir eine geile Offensive haben." Eigentlich wollten Thomas Overmeyer und Stella Bevergern nicht bloß zum Gratulieren vorbei kommen. Doch beim Meister ging einfach nicht mehr. Die Defensive? Zu stark. Die Tore? Erzielte die Eintracht zu den richtigen Zeitpunkten. "Mit dem 2:0, 3:0 war die Messe gelesen", so Overmeyer. Mettingen war einfach besser. Punkt. Aus. Ende. Allerdings merkte Overmeyer an: "In der ersten halben Stunde habe ich uns besser gesehen." Kann er sich nichts für kaufen. In der nächsten Woche geht's ins erwartete heiße Derby gegen Teuto Riesenbeck III. Für die Riesenbecker geht's um den Klassenerhalt, die brauchen einen Sieg. Den will Stella ihnen natürlich verwehren. Das wird ein wahnsinniger, wilder, hitziger Ritt. Bevergern braucht indes selbst bestenfalls noch einen Dreier für die Vizemeisterschaft. Feuer frei - aber bitte, bitte, liebe Leute. Benehmt euch....
Tore: 1:0 Neumann (2.), 2:0 Nagelmann (37.)
3:0 Neumann (44.), 4:0 Nagelmann (59.)
5:0 Langelage (82.)

TuS Recke II - SW Esch 3:2 (1:1)
Freude beim TuS: Die von Jens Bovenschulte gecoachte Recker Reserve hat mit diesem Sieg die Klasse gesichert. Frust dagegen bei den Gästen: Sie sind abgestiegen. "So ist es leider. Aber mit der Leistung war ich auf jeden Fall zufrieden, den Abstieg haben wir nicht am Wochenende besiegelt", so ein relativ gefasst wirkender SWE-Coach Henning Liedmeier. Besonders die 2:4-Pleite in Schale im April hing ihm noch nach. Gegen Recke sah Liedmeier ein relativ verteiltes Match, das seine Elf ja zwischenzeitlich kurzzeitig auf drehen konnte. Doch als Dennis Frackowiak mit einem satten Schuss das 2:2 verantwortete , warf Recke nochmal alles nach vorne. Schließlich war es das letzte Saisonspiel der Gastgeber, sie brauchten den dreifachen Punktgewinn, um ganz sicher zu gehen in puncto Klassenerhalt. Linus Voß schaffte dann die entscheidende Bude. Zum Abschied - auch zu seinem eigenen - soll nun in Liedmeiers Augen wenigstens noch ein vernünftiger Abschluss gegen Mettingens Zweite am Sonntag her. "Das gehen wir nochmal positiv an und versuchen, das Maximale rauszuholen", so der Escher Coach. Und dieses Maximale ist halt nicht mehr Platz sieben und die Rettung, sondern einzig ein gutes Ergebnis. Kopf hoch, Jungs!
Tore: 1:0 Pötter (25.), 1:1 Retzlaff (45.)
1:2 Kortemeyer (48.), 2:2 Frackowiak (55.)
3:2 Voß (77.)

Westfalia Hopsten II - SV Halverde 1:1 (0:1)
Beide Teams sind gerettet. Das war vor dem Spieltag noch nicht zu 1000 Prozent safe. "Man merkte schon, dass beide nicht verlieren wollen", erklärte Hopstens Coach Rainer Lambrecht nach dem Derby. Seit neun Spielen ist seine Elf nun ungeschlagen, sammelte in diesem Zeitraum stolze 21 Zähler und heimste damit die halbe Miete für den vorzeitigen Klassenerhalt ein. Das war Anfang März noch lange nicht absehbar. "Kompliment, dass sie mich so zum Abschied beschenken mit Punkten. Wir haben uns echt zuletzt zusammengerissen! Für mich ist es quasi so, dass wir damit in eine neue Liga aufsteigen", zog Lambrecht, der nach dreihunderttausend Jahren im Amt den Posten aufgibt, einen treffenden Vergleich. Den Strich unterm "Aufstieg" machte Tobias Üffing-Schneiders mit einem schönen halbhohen 25-Meter-Schuss ins Eck drunter. Vom frühen, unnötigen Rückstand hatte sich seine Mannschaft da schon längst erholt.
Tore: 0:1 Cici (4.), 1:1 T. Üffing-Schneiders (68.)

Arminia Ibbenbüren III - SV Uffeln (1:1)
Die Tore dieses Spiels können wir ganz schnell abhaken. Niklas Dierkes ist Innenverteidiger von Arminia und traf einmal nach einem Halbfeld-Freistoß (1:1) und einmal nach einem Eckstoß (2:1). "Wir haben in der Woche extra viele Standards trainiert", freute sich Arminias Übungsleiter Carsten Wolff, dass die Trainingsarbeit offenbar Früchte trägt. Die beiden Treffer von Uffeln bereitete der rechte Außenverteidiger Jannik Schmitz mit einer Flanke vor. Janek Unnerstall sowie Leon Welp trafen jeweils per Kopf. Die erste Hälfte dieses Spiels ging an Uffeln, im zweiten Abschnitt wurde es ausgeglichener und man merkte beiden Teams auf dem heißen Kunstrasen in Schierloh auch einen gewissen Kräfteverschleiß an. Die Fehler häuften sich. Und gerade hinten raus hätten beide Seiten so noch treffen können. Arminia machte es vorne jedoch zu kompliziert und hatte hinten Glück. Ibbenbürens Schnapper Simon Keller parierte gegen Tizian Hohnhorst, Unnerstall köpfte an den Pfosten, Flo Menger köpfte drüber.
Tore: 0:1 Unnerstall (34.), 1:1 Dierkes (36.)
2:1 Dierkes (64.), 2:2 Welp (70.)

Teuto Riesenbeck III - Germania Schale 1:3 (0:0)
"Es war sehr hitzig, man konnte merken, dass Teuto noch dringen Punkte holen musste." Ja, Schales Coach Christian Oppitz hatte offenbar schon entspanntere Sonntage erlebt. In der ersten Halbzeit hatte Teuto mehr vorm Spiel und die Gäste Glück, dass ihr Keeper Johannes Kämner einen guten Tag erwischt hatte. Germania war zwar bissig und gallig in den Zweikämpfen, aber fand selbst kaum Wege zur offensiven Entfaltung. Aber: Die Schaler waren einfach verdammt effektiv. Reiner Scholz schloss einen Konter zum 1:0 ab, auf Christian Mergelmeyers 1:1-Ausgleich antwortete schließlich Steffen Schortemeier. Sein Sonntagsschuss war eigentlich als Flanke gedacht, ging aber dann doch ins Tor. Sagen wir einfach, er hat es ganz genau so gewollt. Ist okay, Steffen, oder?! Nach einem weiteren Konter in der Schlussphase machte schlussendlich Jan-Philipp Finke mit dem 3:1-Endstand den Deckel drauf. Einen Daumen hoch gab's von Oppitz dann noch für den Referee Jan Büscher: "Der Mann war super." Büscher habe trotz der durchaus emotionalen Stimmung stets den Überblick behalten.
Tore: 0:1 Scholz (67.), 1:1 Mergelmeyer (78.),
1:2 Schortemeier (79.), 1:3 Finke (90+1.)

Außerdem spielten:

GW Steinbeck II - SC Hörstel II 0:2 (0:0)
Tore: 0:1 Beitzenkroll (52.), 0:2 Kunz (58.)
Bes. Vorkommnis: Gelb-Rot für einen Hörsteler (66.)

Spielfrei: SV Dickenberg II 

Kreisliga B1, der aktuelle Spieltag



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SC Münster 08 II 19    65:11 55  
2    TGK Tecklenburg 20    81:24 51  
3    SV Bösensell 19    49:10 49  
4    Neuenkirchen II 20    71:25 46  
5    Arm. Ibbenbüren 19    63:31 45  

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