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Spielerpass

Andre Jostmeiers unorthodoxe Spielweise ist in dieser Saison häufig von Erfolg gekrönt. Foto: Renger

"Ein Typ wie Thomas Müller"


Von Julian Schimmöller

(28.03.21) Als wir Esch-Coach Manuel Schnieders fragen, was seinen Schützling Andre Jostmeier in fußballerischer Hinsicht ausmacht, bekommen wir folgende Antwort: "Andre ist ein Typ wie Thomas Müller: Vieles, was er tut, sieht merkwürdig aus, aber es hat dennoch alles Hand und Fuß." Jostmeier selbst weiß sofort, was gemeint ist: "Meine Spielweise ist sicherlich etwas unorthodox."

Unorthodox, aber ziemlich erfolgreich - auch das hat Jostmeier aktuell mit Müller gemeinsam: Sieben Hütten markierte der Escher in den acht Partien dieser Saison, die vor der Corona-Unterbrechung stattfanden. In den zwei Saison zuvor waren es insgesamt nur drei Hütten. Wie also wurde aus Jostmeier plötzlich ein Torjäger? "Das weiß ich selbst nicht so genau, eigentlich lege ich lieber Bälle auf", rätselt der 27-Jährige, hat aber doch einen Erklärungsansatz parat: "Vermutlich hängt es mit der Position zusammen, ich spiele in dieser Saison zentraler. Da fühle ich mich auch wohler als außen."

Fitter und erfolgreicher

Auch mit Jostmeiers starker Torquote hängt es zusammen, dass die Püsselbürener nach knallhartem Abstiegskampf in der Vorsaison aktuell im oberen Drittel rangieren. Aus Sicht des Offensivmanns spielen bei der positiven Entwicklung verschiedene Faktoren eine Rolle: "Zum einen habe ich das Gefühl, dass wir deutlich fitter sind als in den Vorjahren. Außerdem finden wir uns im neuen Sytem von Manuel sehr gut zurecht, weil wir darin unsere vielen zentralen Spieler gut unterbringen können. Und zu guter Letzt ist es natürlich auch einfacher, wenn man einen guten Lauf hat, als wenn man vor jedem Spiel den Druck hat, unbedingt punkten zu müssen."

Die gute Spielzeit wurde durch Corona dann abrupt unterbrochen, auch Jostmeier hängt aktuell etwas in der Luft und wünscht sich möglichst bald Klarheit: "Eigentlich kann ich mir angesichts der aktuellen Entwicklungen nicht vorstellen, dass die Saison noch fortgesetzt wird. Es wäre schon schön, bald zu wissen, woran man ist." Bis dahin heißt es erstmal noch abwarten. Wie er sich aktuell die Zeit vertreibt, was er besonders vermisst und welche unvergesslichen Momente Jostmeier live im Stadion erleben durfte, lest ihr im Spielerpass.

Spielerpass von Andre Jostmeier

Name: Andre Jostmeier

Geboren am: 27.12.1993

Spitzname: Josti

Verein: SW Esch

Beruf: Handwerker im Sanitärbereich

Frühere Vereine: Bis zur B-Jugend Arminia Ibbenbüren, seitdem Esch

Höchste Spielklasse: In der Jugend Bezirksliga, bei den Herren Kreisliga A

Mein größter Erfolg: In der Jugend habe ich es mit Arminia einmal ins Pokalfinale geschafft.

Meine Position: Alles im offensiven, zentralen Raum, vor allem Achter oder Zehner. Andere sehen mich auch gerne auf Linksaußen, aber ich fühle mich im Zentrum wohler.

Lieblingsverein: Borussia Dortmund

Lieblingsspieler/in: Den gibt es so pauschal nicht, aber ich lege viel Wert auf Vereinstreue. Neven Subotic fällt mir da als positives Beispiel ein, der hat sich immer voll für den BVB reingehängt.

Lieblingsessen: Pizza mit Döner und Hollandaise. Die schmeckt am Sportplatz zu einem Bierchen besonders gut.

Mein erster Stadionbesuch: Das war definitiv in Dortmund, ist aber schon ein paar Tage her, ich glaube 2003 gegen Hannover 96. Genaue Erinnerungen habe ich daran nicht mehr, dafür aber an andere Spiele wie das 4:1 im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid und - leider - auch an das 4:4 im Revierderby gegen Schalke.

Ich würde gerne einmal abgrätschen: Meinen Mannschaftskollegen Tobias Brinkhues. Der weiß schon Bescheid, warum... (lacht)

Ich würde gerne eine Nacht durchmachen mit: Aktuell mit Vielen, das fehlt aktuell sehr. Mit meiner Clique feiern oder mal wieder einen Mannschaftsabend, das vermisse ich schon sehr.

Das kann ich noch besser als Fußball: Das sollen andere bewerten. Aber ich bin auf jeden Fall ganz gut unterwegs beim Joggen, da sind die anderen Jungs aus der Mannschaft häufig ein bisschen neidisch.

Damit vertreibe ich mir im Moment die Zeit: Im November und Dezember war ich faul, aktuell halte ich mich mit Joggen und kleinen Workous fit. Ansonsten spiele ich häufiger online über die Playstation mit der Clique und nutze die Zeit, um mich beim Kochen an neuen Gerichten auszuprobieren.

Das sagt Trainer Manuel Schnieders über ihn: Andre ist ein positiv verrückter Typ, der auch mal laut wird, wenn es nicht läuft. Er hat eine Pferdelunge und kämpft bis zum Umfallen. Auf eine Position kann man ihn eigentlich gar nicht festlegen: Er braucht seine Freiheiten, dann ist er überall zu finden, macht schon die richtigen Wege und sorgt für Gefahr.



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