Hallenfußballfestival 2026
Die ISV macht das Triple perfekt
von Fabian Renger
(10.01.26) Auf eines ist in diesen mitunter unruhigen Zeiten Verlass: Die Ibbenbürener Spielvereinigung gewinnt für ihr Leben gerne Hallenturniere. Auch das Hallenfußballfestival von Arminia Ibbenbüren (HFF) gewann der Landesligist. Auch das dritte von drei Wettbewerben im Tecklenburger Land ging also an die Truppe aus dem Sportzentrum Ost. Das ist definitiv eine Leistung.
Das sah auch ISV-Co-Trainer und Hallenboss David Lindemann so. „Man muss den Jungs ein riesiges Kompliment aussprechen. Immer wieder so scharf zu sein und jedes Mal diese Gier zu entwickeln, das ist schon eine Leistung. Da können die Jungs stolz drauf sein“, bilanzierte Lindemann nach dem 4:2-Finalerfolg über GWA Rheine. Kein einziges Spiel ging in dieser Hallensaison verloren – ein Remis gab es, ansonsten: nur Siege.
Die ISV marschiert durch den Tag - in den Halbfinals fallen Tore um Tore
Auch beim HFF in der Kreissporthalle marschierte die ISV wie entfesselt durchs Turnier. 20 Tore schossen die Ibbenbürener allein in der Vorrunde. Im Viertelfinale wehrte sich A-Ligist SW Esch zwar lange tapfer, aber mehr als ein zwischenzeitlicher Ehrentreffer durch Michael Stolzenberg sprang nicht heraus. 6:1 hieß es am Ende. Im Halbfinale traf die ISV auf Teuto Riesenbeck. Nun wurde es kniffliger. Teuto ging durch Pitt Hoge – er feierte sein Debüt im Riesenbecker Dress und ist tatsächlich ein absoluter Hallencrack – zweimal in Führung (1:0/2:1), am Ende stand es nach zweimal 7,5 Minuten trotzdem 7:3.
Im zweiten Semifinale hatten die Abwehrreihen ebenfalls kurze Betriebspause. GWA Rheine gewann gegen den TuS Recke mit 9:5. Recke war zwischenzeitlich auf 4:2 davongezogen, ehe der Steinfurter A-Ligist loslegte. Angeführt von starken Hallenzockern wie Christian Biermann und Diogo Maia Rego war GWA tatsächlich die zweitbeste Mannschaft des Turniertages. In der Gruppenphase entschieden die Schotthocker ebenfalls alle vier Spiele für sich (19:3), im Viertelfinale gab es trotz Gegenwehr vom SC Hörstel einen 5:2-Erfolg. Fun Fact: Zwischenzeitlich standen gleich drei geborene Biermänner auf dem Platz.
GWA performt bockstark
„Heute war das Halbfinale unser Minimalziel“, berichtete GWA-Coach Nico Lauenstein nachher. Ziel erreicht – und überfüllt. „Es war ein Finale, auf das ich mich ziemlich gefreut habe. Es war auch qualitativ gut, das beste von den drei Turnieren und hat extrem viel Spaß gemacht“, zollte Lindemann dem Kontrahenten anschließend den gebührenden Respekt. Und die ISV wurde mächtig gefordert. Biermann traf aus der Drehung in den linken Knick zum 1:0 für den vermeintlichen Underdog, Christopher Nietiedt antwortete aus gefühlt sieben Kilometern Entfernung mit dem 1:1-Ausgleich. Daniel Kammerzell und Florian Krasniqi ebneten schließlich mit den Treffern zum 2:1 und 3:1 den Weg zum Turniersieg. Louis Knebelkamp, ebenfalls extrem treffsicher unterwegs, verkürzte zwar noch. Aber das letzte Wort hatte Flying Goalie Maxi Pelle mit der Bude zum 4:2-Endstand.
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„Das war vollkommen in Ordnung. In der Halbzeit hat die ISV die Taktik umgestellt und versucht, viel den Ball zu halten. Das war unserer guten Leistung geschuldet. Gerade das dritte oder vierte Tor hätten wir aber besser verteidigen müssen“, so Lauenstein. Biermann holte sich mit zwölf Turniertoren immerhin den Titel des besten Torschützen ab. Die Mannschaftskasse freute sich über 250 Euro, die ISV bekam 400 Euro für den Titel. Dritter wurde Teuto Riesenbeck, Vierter der TuS Recke.
Ein völlig bescheuertes ViertelfinaLe
Apropos Riesenbeck: Über den Bezirksligisten müssen wir noch kurz sprechen. Das Viertelfinale gewann Teuto mit 7:6 im Neunmeterschießen gegen Arminia Ibbenbüren. Und meine Fresse – was war das für ein absolut bescheuertes Spiel??!?! Arminia lag früh 2:0 in Front, zur Halbzeit stand es 2:2. Arminia führte erneut 3:2, dann glich Felix Stockmann zum 3:3 aus. Der Endstand nach der regulären Spielzeit. Stockmann ist bekanntermaßen Torwart der Riesenbecker. Sein Tor feierte er stilecht mit einem Diver. Sowieso: Wenn es eine Trophäe für den besten Keeper gegeben hätte, hätte kein Weg an ihm vorbeigeführt. Geiler Typ.
Hoge traf übrigens im Viertelfinale per Kopf. Auch das muss man erst mal hinkriegen. Ein bisschen Regelkunde gab es auch. Zwischenzeitlich waren beide Teams zu dritt unterwegs, es folgte ein bisschen Tohuwabohu, als ein Tor fiel und Arminia auffüllte, obwohl es eigentlich gar nicht hätte auffüllen dürfen. Long story, ultra short.
Randgeschichten...
Und sonst so? Die ISV hat einen neuen Fan (siehe Siegerfoto). Und: Christopher Nietiedt verlor während des Turniers sein Handy. Das flog ihm unter die Tribüne. Aber wir können Entwarnung geben: Das Mobiltelefon wurde wiedergefunden. Glücklicherweise.




Zu den Ergebnissen vom Tag...



































