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Bezirksliga 11

Ein Stürmer, der hinten Spiele gewinnen will


von Fabian Renger

(23.03.20) 19-mal stürmte Dieter Götz einst für den FC Schalke 04 in der Beletage des deutschen Fußballs. Sechs Tore gelangen ihm in der Spielzeit 1987/1988 für die Königsblauen. Umso überraschender ist sein Leitspruch:"Spiele werden aus meiner Sicht - obwohl ich Stürmer war - hinten gewonnen." Ob da was dran ist, werden wir ab Sommer bei den SF Merfeld beobachten können. Dort übernimmt Götz das Traineramt von Manfred Wölpper.

"Ein 1:0 und alles ist gut", sagt Götz noch. Baujahr 64 ist er. Zuletzt war es ruhig für den Siemens-Mitarbeiter. Er gönnte sich eine Auszeit vom Fußball. Im Sommer 2016 nahm er seinen Hut beim TuS Devenack. Kreisliga B im Kreis Wesel. "Ein optimaler Zeitraum", findet der Übungsleiter. Durchatmen war angesagt. Luftholen. Wenn man jahrelang auf dem Acker verbringt, braucht man irgendwann auch einfach mal ein Päusken. Jetzt sei es einfach wieder an der Zeit gewesen. Er versprüht eine ziemlich große Motivation, sagt er noch.

Der Ex gab den Tipp

Doch wie um alles in der Welt gräbt man einen Coach aus, der vier Jahre lang nichts getan hat? Berechtigte Frage. Christian Hoffmanns Antwort ist dann aber doch recht einfach. Der 1. Geschäftsführer der Merfelder fragte beim Ex nach. Holger Flossbach, Wölppers direkter Vorgänger, ist das. Im September vergangenen Jahres angelte sich ausgerechnet Schalke die Dienste von Flossbach. Der ist dort jetzt im Scouting aktiv, hat aber nach wie vor gute Beziehungen in die alte Hood. Als Wölpper seinen Abschied in Richtung TSG Dülmen bekanntgab, erkundigte sich Hoffmann nach töften Leuten. Er bekam unter anderem die Empfehlung "Dieter Götz". Es war eine gute Empfehlung.

"Er hat ein vernünftiges Konzept und arbeitet gerne mit jungen Leuten zusammen", berichtet Hoffmann. "Das war uns wichtig, dass er die jungen Leute einbindet." Götz bestätigt dies. "Merfeld hat eine ganz Mischung", lobt er. Junge und hungrige Hüpfer treffen auf Leitwölfe, die vorangehen. Oder wie Götz sagt: Erfahrungsträger. Ihm fällt hier beispielsweise Jan Kersen ein. Der ist derzeit Wölppers spielender Co-Trainer - das bleibt er auch. "Er kann unser Konzept mit auf den Rasen tragen", hofft Götz.

Saracevic wird Co-Trainer

Ihm an der Linie assistieren wird Edin Saracevic. Der ist 41 Jahre jung und aktuell Stand-By-Akteur im Kader. Die Zeit für den Altenteil sieht er noch nicht gekommen. "Er will nicht bei den Alten Herren und hat zu mir gesagt: Wenn er aufhört, dann will er wirklich aufhören", erzählt Hoffmann. Also schnappte er sich den Erfahrenen und funktioniert ihn bald zum festen Co-Trainer um.

Kurios: Sowohl Hoffmann als auch Götz kannten sich gar nicht. "Wir haben dreimal zusammengesessen", erzählt der Vereinsfunktionär. Beim ersten Mal stand die allgemeine Vorstellung auf der Agenda. Bei der zweiten Zusammenkunft  wurde es etwas konkreter. "Da ging es ans Eingemachte und Dinge wie Trainingsmethodik oder Spielausrichtung", so Hoffmann. Beim dritten Treffen war auch Kersen vor Ort. Danach stand dem Engagement nichts mehr im Wege.

Keine Lust auf ewiges Anrennen gegen Mauern

Götz freut sich auf ein familiäres Umfeld. Profitum will der A-Lizenz-Inhaber nicht reinbringen, sondern vielmehr das Fachliche mit der Liga verbinden. "Schwer zu verstehen", wie er zugibt. Einfacher ist da die Lösung, warum er als ehemaliger Angreifer keine Lust auf Spektakel-Fußball hat:"Wenn du gegen eine echte Maurertruppe antrittst und schraubst dir vorne vergeblich einen aus dem Kreuz und verlierst hinten dumm, sowas kommt häufiger mal vor..." Irgendwie naheliegend, dass er darauf keine Lust mehr hat...



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