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Viele Jahre, unter anderem im Jahr 2009, spielte Stefan Schmitz bei der FCE-Zweiten. Mit Klaus Frank übernimmt der in Emsdetten wohnhafte Ur-FCE-ler nun das Team interimsmäßig.

Zwei alte Haudegen als Feuerwehrmänner


Von Christian Lehmann

(24.01.17) Mehr als zwei Wochen haben die Verantwortlichen des FC Eintracht Rheine gebraucht, um den Schock nach dem Rücktritt von Sebastian Möllers und seinem Trainerteam zu verkraften. Nun hat der Verein zwei Interimstrainer für die U23 gefunden. Klaus Frank (50) und Stefan Schmitz (32), zwei alte Haudegen aus den Alten Herren, coachen den Bezirksliga-Letzten bis zum Saisonende. Gegen den Ex-Coach öffentlich nachzukarten, darauf verzichtete der Klub.

"Wir wollen eine Schlammschlacht vermeiden, dabei verlieren nur beide Seiten", erklärte Udo Santel, für die zweite und dritte Mannschaft zuständiger Sportlicher Leiter des FCE, auf Nachfrage. Die zunächst angekündigte Stellungnahme des Vereins zu den Opens internal link in current windowvon Möllers' Team in einer Pressemitteilung erhobenen Vorwürfen werde es also nicht geben. "Wir als Verein waren ziemlich vor den Kopf gestoßen und haben erstmal geprüft, ob das überhaupt so geht." Das Vertrauensverhältnis zwischen ihm und dem A-Lizenzinhaber, so Santel, sei bereits vor dem Rücktritt gestört gewesen. "Wir hatten keine gemeinsame Basis mehr. Sebastian ist ein guter Trainer, aber menschlich passte es einfach nicht." Der Funktionär gestand auch Fehler seitens des Vereins ein: "Nachdem in der letzten Saison alles reibungslos geklappt hat, waren wir einfach zu blauäugig."

Thier unterstützt Benner

Damit das nicht erneut passiert, setzt der Vorstand künftig voll auf Pferde aus dem eigenen Stall. Dass Johann Benner die zweite Mannschaft zur neuen Saison übernehmen wird, stand bereits fest. Bekannt ist nun auch, dass Hans-Peter Thier ihm assistieren wird. Der ehemalige Mittelfeldspieler, der unter anderem beim SC Altenrheine, beim VfL Weiße Elf Nordhorn und den SF Gellendorf für seinen gewaltigen Wumms bekannt war, wird neuer Co. Das Duo hat laut Santel bereits die Zusagen von 23 Spielern vorliegen, darunter auch die von Alexander Willers, Philipp Niemeyer und Romeo Kabutey aus dem Kader des aktuellen Bezirksligateams. Bezüglich eines möglichen Verbleibs von Luca Bültel (Studium in Enschede) und Johannes Ricken (Dortmund) ist Santel überdies guter Dinge. Darüber hinaus rückten aus der Dritten etwa mit Jens van Wackeren, Max Löderbusch, Hendrik Pliet oder Till Ossenberg "absolute Qualitätsspieler" und "Ur-FCEler" nach. Die Trainersuche für die dritte Mannschaft, die auch in der kommenden Saison gemeldet werden soll, will der Verein in den nächsten zwei Wochen erfolgreich abschließen.

Bis zum Saisonende sind nun Frank und Schmitz am Ruder. Beide waren selbst für die Zweite am Ball imf kicken seit einigen Jahren gemeinsam bei den FCE-Altherren. "Wir wollten auf keinen Fall, dass die Mannschaft abgemeldet wird", erläutert Frank. Er war als Aktiver unter anderem für den VfB Rheine, den SV Wilmsberg, die SG Eintracht Rheine und den SV Mesum aktiv. Erfahrungen sammelte er zudem als Co beim SVM und als Spielertrainer in Gellendorf. Mit 43 Jahren kickte er vor einigen Jahren noch eine Saison lang für den FCE unter Thomas Spölming. Auch er weiß um die Komplexität der neuen Aufgabe, denn bereits am 19. Februar startet die Mannschaft gegen Westfalia Kinderhaus in die Rückserie. "Wir wollen es zusammen schaffen, auch wenn es schwer wird. Wir können sicherlich nicht das Training eines A-Lizenzinhabers machen, aber wir setzen andere Schwerpunkte. Und das muss ja nicht unbedingt schlechter sein."

Erfahrung im Abstiegskampf


Schmitz, mit Frank gleichberechtigter Coach, war als Co-Trainer unter Thomas Spölming gewissermaßen Möllers' Vorgänger. Er verstehe seine Zusage bis zum Saisonende "als Zeichen dafür, dass wir ein Verein sind. Vielleicht haben uns einige schon abgeschrieben, aber im Fußball kann viel passieren. Ich finde die Truppe spielerisch echt nicht schlecht und ich habe Erfahrung im Abstiegskampf." In seiner bis dato letzten Saison hatte er als spielender Co-Trainer mitgeholfen, den Klassenerhalt in der Bezirksliga zu sichern.

Santel sichert dem neuen Trainerteam die vollste Unterstützung zu. "Wir wollen mit aller Macht versuchen, die Klasse zu halten." Auch alle Spieler hätten zugesichert, bis zum Saisonende voll durchzuziehen, auch wenn sie weitestgehend schon bei anderen Vereinen im Wort stehen. Schmitz hierzu: "Der FCE ist keine schlechte Adresse. Vielleicht können wir ja noch den einen oder anderen überzeugen, doch zu bleiben." 

2011 stiegen Hans-Peter Thier (l.) und Johann Benner (r.) bei den SF Gellendorf gemeinsam in die Kreisliga A auf. Zur neuen Saison übernimmt das Duo die FCE-Reserve.

Der FCE-Vorstand ist glücklich über die nun gefundene Interims-Lösung: "Klaus und Stefan sind seit vielen Jahren bei uns im Verein aktiv und haben selbst höherklassig gespielt, bringen eine Menge Erfahrung und vor allem viel Herzblut für den FCE mit. Dass die beiden uns nun unterstützen und sich voll motiviert einbringen, ist eine tolle Sache", äußerte der Vorsitzende Helmut Kockmann in einer Vereinsmitteilung.

Zur Ausrichtung des Vereins bezogen auf die U23 ergänzt Kockmann: "Wir haben bewusst vor zwei Jahren unsere Philosophie zur Nachwuchsmannschaft neu ausgerichtet. Wir haben ein klares Zeichen gesetzt und allen Spielern gesagt, dass es in der U 23 kein Geld gibt und sie den Einstieg in den Seniorenfußball bei uns mit dem Ziel verfolgen sollen, vielleicht in ein oder zwei Jahren die Chance zu haben, in den Kader der Oberligamannschaft aufzusteigen. Wenn dies nicht gelingt, ist es absolut verständlich und nachvollziehbar, zu den Nachbarvereinen zu wechseln und dort in einer ersten Mannschaft zu spielen und dabei sicher auch noch den ein oder anderen Euro zu verdienen. Somit übernehmen wir gewissermaßen auch eine Ausbildungsfunktion für die Region."

"Unser klares Ziel ist weiterhin die finanzielle Konsolidierung und die Stärkung der Nachwuchsarbeit. Unser Jugendvorstand hat jüngst erst mit allen Trainern der Leistungsmannschaften für die neue Saison Planungssicherheit hergestellt und ein deutliches Zeichen für den Jugendfußball beim FCE gesetzt. Neben dem Leistungssport soll unbedingt, sowohl in der Jugend als auch im Seniorenbereich, der Breitensport eine wichtige Rolle spielen. Wir brauchen unseren eigenen Nachwuchs als Herzstück unseres Vereins und daher müssen wir ihnen eine Plattform bieten und alles tun, dass sie sich bei uns wohl fühlen", fügt Heinz Hilgenberg, neben Kockmann ebenfalls als Vorsitzender für den FCE tätig, hinzu.

Helmut Kockmann, mit Heinz Hilgenberg Vorsitzender beim FCE.

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