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Das Heimspiel-Dreamteam der Bezirksliga 12

 SCA und SVB dominieren


Von Christian Lehmann

(06.06.19) Zeit, die Besten zu krönen: Die Heimspiel-Redaktion hat sich den Kopf zerbrochen, viele Spiele gesehen, Gespräche geführt, abgewägt und ausgewertet. Herausgekommen ist das Dreamteam der Saison, die Creme de la Creme der "Bundesliga des Münsterlandes". 

In unserer Auswahl tauchen größtenteils Akteure der beiden dominierenden Teams der abgelaufenen Saison auf. Meister SC Altenrheine stellt vier, der punktgleiche Vize SV Burgsteinfurt drei Spieler ab. Zwei Aktive des SV Wilmsberg sowie jeweils einer von Vorwärts Wettringen und des SC Greven 09 haben es gepackt. Freunde, das waren keine leichten Entscheidungen!

Vom Heimspiel-typischen 4-2-3-1-System sind wir diesmal auf ein 4-4-2 ausgewichen. Die beiden Tormaschinen Alex Hollermann und Alex Hesener zwangen uns dazu. Im Tor und in der Abwehr sind Robustheit und Physis Trumpf, im Mittelfeld wird die ganz feine Klinge gespielt. Eine ausgewogene Mischung, wie wir finden.

Torwart

André Wiesch (SC Altenrheine): Der Königstransfer des vergangenen Sommers hat sich bezahlt gemacht für den SCA. Der vom Oberligisten FCE Rheine verpflichtete Rückkehrer Wiesch hielt das, was er versprach - und das war ziemlich viel. In der Hinrunde war die Bilanz des Schnappers- wie die seines Teams - durchaus noch durchwachsen. In 16 Partien kassierte Wiesch 30 Gegentore und hielt nur zweimal die Null. In der Rückserie bestritt er "nur" neun Spiele, Vertreter Luis Bültel erhielt zwischenzeitlich Spielpraxis. Wenn Wiesch jedoch auf der Platte war, stand er seinen Mann. Nur drei (!!!) Gegentore kassierte er im Kalenderjahr 2019, sieben mal hielt er seinen Kasten sauber. Enorme Ausstrahlung, hervorragende Abschläge, ein exzellentes Eins-gegen-Eins und ein gutes Aufbauspiel zeichnen ihn aus. 

Rechter Verteidiger

Lars Bode (SV Burgsteinfurt): Spätestens, als das Kraftpaket in der 110. Minute des Relegationsspiels gegen den FC Nordkirchen die Linie rauf, runter und wieder rauf marschierte, war es um uns geschehen. "Der Junge könnte noch drei Stunden so weiterspielen", meinte sein Trainer Christoph Klein-Reesink da. Vorbildlicher als Lars Bode kann man die Position des Rechtsverteidigers kaum ausfüllen. Von 32 möglichen Ligaspielen verpasste er nur vier, auch aufgrund einer umstrittenen Roten Karte im Spiel gegen den SV Wilmsberg. Etliche Vorlagen und dazu zwei eigene Treffer - Lars Bode, vor zwei Jahren noch mit dem FC Eintracht Rheine II aus dieser Liga abgestiegen, ist der Aufsteiger der vergangenen Saison!

Innenverteidigung (rechts)

Chris Naberbäumer (SC Altenrheine): Was für ein Jahr für Altenrheines Identifikationsfigur! Der Sohnemann von SCA-Kultbetreuer Ali Naberbäumer schien zu Saisonbeginn einen schweren Stand zu haben aufgrund des Überangebots hochqualifizierter Defensivspieler bei den Kanalkickern. Doch Naberbäumer setzte sich durch und hatte riesigen Anteil an Altenrheines Meisterschaft, die in der Rückserie vor allem in einer überragenden Defensive (acht Gegentore) begründet lag. Im Winter gab's noch den Titel des besten Spielers bei den Rheiner Stadtmeisterschaften. "Der Lange" wird sich an die Saison 2018/19 noch lange an die vielleicht beste in seiner Spielerlaufbahn zurückerinnern.

Innenverteidigung (links)

David Ratering (Vorwärts Wettringen): Zweikampf- und kopfballstark war David Ratering schon immer. In dieser Saison hat der Hüne aus dem Hiärtken fußballerisch nochmal deutlich zugelegt, sein Aufbauspiel verbessert und sich zum absoluten Leitwolf gemausert. Im offensiv ausgerichteten Wettringer Spiel ist Ratering stets der letzte Wellenbrecher, den es für die gegnerischen Angreifer zu überwinden gilt. Nur gelingt ihnen dies höchstselten. Stärken hat der lange Schlacks natürlich auch im Offensiv-Kopfball. Das Gros seiner acht Saisontore - ein Top-Wert für einen Innenverteidiger - erzielte Ratering nach Standards per Kopf. 

Linker Verteidiger

Alex Wehrmann (SV Wilmsberg): Die Zahlen sprechen für sich, beziehungsweise für ihn: Wehrmann hat in dieser Saison nicht nur zehnmal selbst getroffen, sondern auch 21 (!!!) Tore seiner Kollegen direkt vorbereitet. Damit dürfte er der beste Assistgeber der Liga sein. Aufgrund seiner hervorragenden technischen und taktischen Fähigkeiten kann SVW-Trainer Christof Brüggemann den gelernten Linksverteidiger auch offensiv auf der Außenbahn oder sogar im Mittelfeldzentrum spielen lassen. Viel Drang nach vorn, überragender linker Fuß, feine Standards und ein ordentlicher Huf - Wehrmann bringt alles mit, was ein torgefährlicher Außenverteidiger braucht.

Mittelfeld (defensiv)

Sam Anyanwu (SV Burgsteinfurt): Wenn die Bravo Sport über die Bezirksliga 12 berichten würde, dann wäre der Rohdiamant des SV Burgsteinfurt wohl etliche Male der Coverboy gewesen. Das aus Nigeria stammende Eigengewächs hatte zu Saisonbeginn eigentlich niemand auf dem Zettel, in der Startelf erwartete man Namen wie Thomas Artmann, Max Feldhues, Nico Schmerling, Lucas Bahlmann oder Jonas Greiwe auf der Sechs. Doch es war Anyanwu, der sich durchsetzte, in 30 Spielen viermal traf und mit seiner Dynamik und Koordinationsfähigkeit beeindruckte. Dass der drahtige Lockenkopf im Entscheidungsspiel gegen den FC Nordkirchen aus privaten Gründen nicht zur Verfügung stand, tat dem Team enorm weh. 

Mittelfeld (rechts)

Dustin Wolters (SC Altenrheine): Es war eine knappe Entscheidung, doch Dustin Wolters hat sich als konstanter Leistungsträger des Meisters den Platz in unserem Dreamteam redlich verdient. Immer unterwegs, immer mannschaftsdienlich, immer reflektiert, immer bescheiden - der Offensivmann ist ein Spieler, den sich jeder Trainer in seiner Truppe wünscht. In der Hinrunde verpasste Wolters fünf Spiele, in der Rückserie war er in jeder Partie am Ball und rechtfertigte das in ihn gesetzte Vertrauen mit vielen Torvorbereitungen und insgesamt acht eigenen Treffern. Auch wichtig: Wolters gilt als einer der fairsten Spieler dieser Liga, Schwalben, Foulspiele oder ähnliches kennt man von ihm nicht.

Mittelfeld (links)

Bernd Lakenbrink (SC Greven 09): Es war ein kalter Herbstabend Ende September in Wettringen: Der SC Greven 09 zeigte im Hiärtken sein bestes Saisonspiel, gewann mit 3:0 und spielte Umschalt-Fußball aus einer anderen Liga. Mittendrin: Die wandelnde Augenweide Bernd Lakenbrink. Mit seiner Dynamik und Ruhe am Ball raubte er nicht nur in diesem Spiel einigen Zuschauern den Atem. "Wenn er mal nicht überragend spielt, dann spielt er gut", sagt sein Trainer Andreas Sommer über den introvertierten und doch so auffälligen Kreativspieler. Über links am stärksten, kann aber auch auf der Zehn oder der Acht spielen. Er war der konstanteste Spieler in Grevens zu Recht hochgelobter Offensive. Zehn Saisontore.

Mittelfeld (links)

Janis Schneider (SC Altenrheine): Den Titel "MVP der Bezirksliga 12" verleihen wir Altenrheines Spielmacher. Schneider war der Schlüsselspieler im 4-2-3-1-Konstrukt des SCA, mit 17 Treffern torgefährlichster Mittelfeldspieler der Liga und der vielleicht feinste Techniker, den diese Spielklasse je gesehen hat. Machte sein Team im Spiel bei Blau-Weiß Aasee zum Meister, als er aus einer Nicht-Chance das 1:0 erzielte. Ein Schlawiner, ein Schlitzohr, ein Schleicher zwischen den Linien. Bleibt, obwohl gleich mehrere Vereine ihre Fühler ausgestreckt hatten. Wir sind fest überzeugt: Auch in der Landesliga wird der gebürtige Ibbenbürener eine Attraktion sein. 

Stürmer

Alex Hollermann (SV Burgsteinfurt): Stürmer werden an ihren Toren gemessen. In dieser Statistik war der Torschützenkönig der abgelaufenen Spielzeit über jeden Zweifel erhaben. 24 Mal lochte "Holli" ein, häufiger traf kein Spieler. Vom Elfmeterpunkt kalt wie eine Hundeschnauze, mehr als ein Drittel seiner Buden erzielt der quirlige Blondschopf per Strafstoß. Aber nicht nur seine Treffsicherheit zeichnet ihn aus. Obwohl er nicht unbedingt als Hüne durchgeht, ist Hollermann extrem wertvoll in der Ballbehauptung. Hat auch kein Problem damit, es allein mit drei Gegenspielern aufzunehmen. Überdies macht der Duracell-Hase im SVB-Dress Meter ohne Ende. "Er läuft in jedem Spiel 18 Kilometer", meint Reckes Trainer Marc Wiethölter.

Stürmer

Alex Hesener (SV Wilmsberg): Der "Kronprinz" ist endlich aus dem Schatten seines Trainers Christof Brüggemann herausgetreten. Nach sieben Treffern in der Saison 2016/17 und 13 in der vergangenen Spielzeit traf der Bulle im grünen Dress satte 22 Mal. Die Sturmspitze der Piggen wurde häufig von den Gegnern gedoppelt, ließ sich aber auch davon nicht aufhalten. Hat in dieser Saison noch deutlich mehr Selbstbewusstsein und Gier entwickelt. Hesener reißt mit seiner Dynamik und Wucht auch Räume für die quirligen Kollegen auf den Außenpositionen und bunkert Bälle für die nachrückenden Mittelfeldspieler. Hat den kräftigsten Wumms der Liga.

Trainer des Jahres

Daniel Apke (SC Altenrheine): Nach dem Relegations-Trauma vor einem Jahr hätte man als Trainer frustriert die Brocken hinwerfen oder resignieren können. Doch das ist nicht das Ding von Daniel Apke. Der SCA-Coach wusste, dass sein Team nach diesem Drama in ein Loch fallen würde. Mit enormer Gier und einem guten Gespür für die Befindlichkeit seiner Spieler holte er es nach durchwachsener Hinrunde aus eben diesem wieder heraus. Natürlich hatte er einen starken, breiten Kader zur Verfügung. Einen Meistertrainer zeichnet es aber eben auch aus, auf jeden Gegner perfekt vorbereitet zu sein, Härtefall-Entscheidungen zu moderieren und einen Schulterschluss zwischen Mannschaft, Fans und Verein zu gewährleisten. All das ist Apke nahezu in Perfektion gelungen!

Ebenfalls im Kader

Einige Spieler haben den Sprung in unsere Topelf nur haarscharf verpasst. Valentin Schulz etwa ist einer der komplettesten Torhüter der Liga, allerdings fehlte der Schnapper von BW Aasee in einigen Spielen. Denis da Silva und Nick Petlach vom SC Altenrheine waren die Taktgeber in einer überragenden Rückrunde, sie waren aber - ebenso wie Burgsteinfurts Innenverteidiger Philipp Brüggemeyer - nur ein halbes Jahr lang am Ball. Das Pech, auf ihren Positionen in der Viererkette starke Konkurrenz zu haben, suchte Tobias Klostermann, Max Stermann, Patrick Bruns (alle TuS Recke), Johannes Mennemeyer (SC Greven 09) und Benedikt Brünen (Vorwärts Wettringen) heim.

Im Mittelfeld verpassten Jonas Niesing (1. FC Gievenbeck U23) Lucas Bahlmann (SV Burgsteinfurt), Marco Lutterbeck (Cheruskia Laggenbeck), Steffen Büchter (Ibbenbürener SpVgg) sowie Kevin und Dennis Behn (beide Germania Horstmar) eine Nominierung knapp. Die Torjäger Daniel Seidel (VfL Wolbeck), Fabio da Costa Pereira (Emsdetten 05) und Patrick Fechtel (SC Greven 09) oder Jo Maffenbeier (SG Telgte) erledigten ihren Job erwartungsgemäß. 

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