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Bezirksliga 12

Bodo Gadomski übernimmt die Erste von Emsdetten 05 zur nächsten Saison als Cheftrainer.

05 will den Borussen-Weg einschreiten


Von Fabian Renger

(24.05.19) Da hört man durchaus zweimal hin. Jochen Krakor ist Sportlicher Leiter bei Emsdetten 05 und sagt einen erstaunlichen Satz. "Der Weg von Borussia Emsdetten gefällt mir! Was in der Westfalenliga klappt, warum sollte das in der Bezirksliga nicht auch funktionieren?" Krakor meint die Anzahl an Eigengewächsen im Kader der Ersten der stadtinternen Konkurrenz, die er auf rund 80 Prozent taxiert. In diese Sphären wollen sie am Wasserturm künftig vordringen, dazu fällte der Verein nun einige wichtige Entscheidungen. Die wohl wichtigste: Bodo Gadomski übernimmt zur neuen Saison das Traineramt.

Derzeit ist dieser noch Co-Trainer unter Interimscoach Siggi Wolters, im Herbst - damals war Ivo Kolobaric noch Coach - kam er als Sportlicher Leiter zum Verein. Diesen Posten gab er logischerweise ab, als er Wolters unterstützend zur Seite sprang. Ab dem kommenden Sommer schwingt Gadomski federführend das Trainerzepter. Auch mit externen Kandidaten sprachen die Verantwortlichen, irgendwann kristallisierte sich aber die interne Lösung Bodo Gadomski heraus. Der beschreibt es recht nett:"Dann hieß es: Bodo, mach' du das mal." Der überlegte und nun ist's klar: Bodo macht's jetzt.

Kattenbeck und Göcke unterstützen

Und zwar mit Elan, das hört man ihm an. "Ich freue mich auf die Jungs. Und vor allem auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainerteam." Zu diesem gehören künftig Keeper Pascal Göcke, der sich in den Co-Trainer Pascal Göcke verwandelt, und Marius Kattenbeck als Torwarttrainer. Nach Jahren der hochgesteckten Ziele bleiben sie aber am Wasserturm zurückhaltend, was die sportlichen Ziele angeht. "Ich gehe mit Demut an die Sache heran", sagt Gadomski. Er und Krakor sind sich indes einig, was die Zielsetzung angeht: Es gibt, zumindest platzierungstechnisch, keine.

"Wir wollen eine vernünftige, ruhige Saison spielen", erklärt Krakor. Alles andere sei zweitrangig. Vorrangiges Ziel sei nämlich vor allem das Drumherum. "Wir wollen wieder einen großen Zusammenhalt im Verein haben, mit Emsdettener Jungs, die sich nach dem Training auch mal hinsetzen und eine Kiste Bier trinken", setzt Krakor auf den Faktor Vereinsfamilie und erinnert sich an Zeiten, bei denen in 05-Startformationen kein einziger Spieler aus der eigenen Jugend stand. Damit soll Schluss sein. Er verweist ausdrücklich auf die starke A-Jugend, die derzeit die Kreisliga A anführt und auf einem guten Weg ist, die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga zu erreichen.

Sportliche Leitung künftig als Team aufgestellt

Da schwimmen also viele Perlen, die man sich ans Bezirksliga-Land ziehen möchte. Auch das sprach für Gadomski. "Er kennt die Jugend in- und auswändig, er kennt die Mannschaft und ist fachlich einer der besten Trainer weit und breit", nennt Krakor die Gründe für das Votum pro Gadomski. Krakor selbst bleibt derweil in der sportlichen Leitung, die er bislang eher interimsweise von Gadomski übernommen hatte. "Wir werden künftig mit zwei, weiteren Leuten als Team agieren", erklärt Krakor, dass er dort in der sportlichen Führung Unterstützung erhält. Die sportliche Leitung bei 05 wird also ein Gremium.

Ugur Birdir ist nächstes Jahr kein Kapitän mehr bei Emsdetten 05. Er verlässt den Verein.

Am 3. Juli ist Trainingsstart. Dann wird allerdings ein Quartett an Spielern nicht mehr mit von der Partie sein. Mit Kapitän Ugur Birdir, Jan Walbaum, Fabio da Costa Pereira und Fynn Bruns haben einige namhafte Akteure den Abschied aus dem Verein angekündigt. Wohl auch wegen der Entscheidung pro Gadomski. Doch Birdir rückt im Gespräch mit uns die Dinge erst einmal zurecht. "Ich will Bodo nicht ins falsche Licht rücken oder ihn schlecht machen. Gegen ihn habe ich nichts." Es passe einfach für ihn persönlich nicht in der Zusammenarbeit mit dem Coach. "Wir beide könnten nicht bei Null beginnen." Gadomski und Birdir hätten aber ihrerseits die Thematik besprochen und soweit ad acta gelegt. Sie könnten sich weiter grüßen, streicht Birdir hervor.

Zudem sei auch die sportliche Entwicklung der jüngeren Vergangenheit ein Hauptgrund für seinen Abgang. "Wir wollen jetzt den Weg frei machen und haben auch das Recht zu sagen: Wir wollen woanders spielen", sagt Birdir, der auch anführt, dass viele seiner guten  Freunde und Kumpel den Verein verlassen hätten. Das wurmt ihn. "Ich bin jetzt 30, da spielt auch das Menschliche eine wichtige Rolle", erklärt Birdir.

Krakor hegt indes keinen Groll: "Ich wünsche dem Quartett alles Gute!" Alles andere sei eben der Lauf der Dinge. Spieler kommen und gehen, so ist das nunmal. Mit den Leifeld-Brüdern, Elias Strotmann sowie Leon Veltrup sei man auch weiterhin gut aufgestellt. Und Gadomski bemüht sich in Sachen Spielerabschied derweil anderer weiser Menschen:"Meine Oma hat mir immer gesagt: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Da belasse ich es bei." Wir auch.

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