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Bezirksliga 12

Im ersten Durchgang war Luca de Angelis (am Ball) an fast allen Gievenbecker Offensivaktionen beteiligt. Nach der Pause bekamen Johannes Mennemeyer und Co. ihn dann besser in den Griff.
"Ich war's!" Emre Kücükosman bejubelt seinen Treffer zum 3:3-Ausgleich.
Justus Kurk (r.) wetzte Grevens Tempodribbler Nic Kriwet hinterher. Er war in der ersten Halbzeit Grevens einziger Aktivposten, tauchte dann aber etwas ab.

Gievenbecks grauenvolles Déjà-Vu


von Christian Lehmann

(21.10.18) Eine schmerzhafte Zehen-Entzündung zwang Grevens Emre Kücükosman bei der Partie in Gievenbeck zu Spielbeginn erst einmal in die ungewohnte Zuschauerrolle. "Eigentlich wollte ich ihn gar nicht spielen lassen", sagte sein Trainer Andreas Sommer nach der Partie. Er änderte seine Meinung und schmiss den Zehner in der 67. Minute in den Ring. Keine schlechte Entscheidung, denn Kücükosman traf nach einer irren Aufholjagd in der 88. Minute zum 3:3 (3:0)-Endstand.

3:3 nach 0:3 - was für die Grevener eine ziemlich coole Nummer ist, nahm für die Gievenbecker tragische Ausmaße an. Zum wiederholten Male brachten die 49ers eine Führung nicht über die Runden und fingen sich erst in der Schlussphase den entscheidenden Gegentreffer. FCG-Coach Nicolas Hendricks war entsprechend geknickt: "Wir haben in der Halbzeit gewarnt und gesagt, dass es nicht viele Mannschaften so ein Spiel noch drehen können, dass die Grevener Offensive das aber bestimmt kann. Ich habe in der zweiten Hälfte nicht gesehen, dass Greven uns permanent anläuft. Die wirkten fast zufrieden mit dem 0:3. Aus dem Nichts steht's plötzlich 3:1, dann passiert eine Viertelstunde lang gar nichts und mit dem 3:2 ist das Spiel wieder offen. Das ist knallhart. Ich hatte gehofft, dass wir das vierte Tor machen. Dann wäre das Spiel entschieden gewesen."

Bärenstarke erste Hälfte

In der ersten Halbzeit fragten sich sicher nicht wenige Zuschauer im Gievenbecker Sportpark, warum die Hausherren eigentlich auf einem Abstiegsplatz stehen. Mit Schnapper Henning Reichel, Innenverteidiger Thomas Teupen, Rechtsverteidiger Max Natrup, Sechser Justus Kurk und Luca de Angelis im Sturm standen gleich fünf Spieler aus dem erweiterten Oberligakader in der Startelf. Und das sah man. Vor allem de Angelis spielte die neu formierte Viererkette der Grevener mitunter schwindelig. In der 9. Minute spielte er Tim Vercelli auf halbrechts frei, der den Ball zum 1:0 in die lange Ecke löffelte.

Gievenbeck bestach durch präzises, schnelles Passspiel, gute Seitenverlagerungen und eine tolle Spielanlage. Und wenn es nötig war, wurde auch mal die Keule ausgepackt. Mit einer ordentlichen Sense stoppte Teupen einen Sololauf des vorpreschenden 09-Innenverteidigers Johannes Mennemeyer und signalisierte ihm: "Du kommst hier heute nicht durch, Freundchen!" (11.). Zweimal scheiterte de Angelis in der Folge an Grevens Schlussmann Luca Dömer (19./30.), ehe er kurz vor der Pause nach einem Angriff durch die Mitte die Grevener Abwehr düpierte und auf 2:0 erhöhte (42.). Greven agierte nun völlig kopflos und fing sich auch noch das dritte Ei vor der Pause - Miclas Mende hatte zu de Angelis durchgesteckt, der war vor dem Tor cool geblieben (3:0/45.).

Lang und weit bringt 3:3

Das geht so nicht, dachte sich Grevens Coach Sommer und nahm zur Pause Veränderungen vor. Mit einer kompakten Fünferkette sollten de Angelis' Kreise eingeengt werden, nach vorne sollte es über schlichte Mittel gehen. "Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass ich keinen Bock darauf habe, mich hier in Gievenbeck abschießen zu lassen", erklärte er später. "Weil es bei uns spielerisch im Moment einfach nicht funktioniert, wollten wir hinten massiver stehen und mit zweiten Bällen nach vorn kommen. Gievenbeck hat es uns angeboten. Wenn sie 30 Mal hinten rum gespielt hätten, dann hätten sie das Spiel wahrscheinlich gewonnen. Aber sie wollen ja Fußball spielen..."

So richtig hatte sich die Aufholjagd allerdings nicht angedeutet. Im Gegenteil, Dömer hielt sein Team mit mehreren Glanzparaden zunächst überhaupt im Spiel. Nach einem Freistoß von Miclas Mende hechtete er zum Ball und boxte ihn aus dem Winkel (48.), auch einen gefährlichen Distanzschuss von Justus Kurk meisterte er (60.). Zuvor hatte Kebba Touray nach einer Flanke von Vercelli per Seitfallzieher verzogen (58.). 

Fechtels Schlitzohrigkeit bringt Greven zurück

Die Hoffnung brachte Patrick Fechtel mit all seiner Rafinesse ins Grevener Spiel zurück. Im Zweikampf mit Max Natrup holte er clever einen Elfmeter raus, den er selbst zum 3:1 verwandelte (53.). "Eine Berührung gab es", räumte der Außenverteidiger anschließend ein. "Den kann man geben, man muss es aber nicht." Fechtel hatte aber noch nicht genug: Er entwischte nach einem Traumball von Jonas Rüschenschulte weit aus der eigenen Hälfte seinem Bewacher Teupen, lupfte den Ball ins Tor und verkürzte auf 3:2 (70.).

Davor und danach gehörte das, was Greven offensiv produzierte, überwiegend in die Kategorie "Pleiten, Pech und Pannen". Einen strukturierten Angriff spielten sie aber noch zu Ende. Steffen Herting drehte links am Strafraum mehrere Pirouetten, um den Ball dann flach zum sträflich freien Kücükosman zu schubsen. Die Murmel über die Linie zu drücken, war schließlich keine große Kunst mehr - selbst mit entzündetem Zeh nicht.

1. FC Gievenbeck U23 - SC Greven 09      3:3 (3:0)
FCG: Reichel - Natrup, Teupen, Finger, Speckmann - Kurk, Mende - Vercelli (90.+2 Beck), Touray (88. Bischoff), Flügel (72. Schmitt) - de Angelis
Greven: Dömer - Krumschmidt, Stegemann, Mennemeyer, Herting - Wessels, Rüschenschulte - Kriwet (89. Fousseni), Lakenbrink, Brüning (67. Kücükosman) - Fechtel (89. Kortevoß)
Tore: 1:0 Vercelli (7.), 2:0 de Angelis (42.),
3:0 de Angelis (45.), 3:1 Fechtel (53./FE),
3:2 Fechtel (70.), 3:3 Kücükosman (88.)

Nicht immer fanden die Flanken von Steffen Herting einen Abnehmer. In der 88. Minute servierte er den Ball allerdings maßgenau.


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