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Bezirksliga 12

Matthias Gerigk und BW Aasee haben die Ergebnisse am vergangenen Spieltag mit Freude zur Kenntnis genommen.

 Matchball für Blau-Weiß Aasee 


Von Christian Lehmann

(16.05.19) Nicht auf dem Acker gestanden, und trotzdem der Gewinner des Spieltages: Das vergangene Wochenende hätte für Blau-Weiß Aasee besser kaum laufen können. Aufgrund der Patzer der Konkurrenz kann die Truppe von Trainer Matthias Gerigk am Sonntag beim 1. FC Gievenbeck mit einem Sieg den ersten Matchball zum Klassenerhalt verwandeln. 

"Wir haben den Ball auf dem Elfmeterpunkt liegen, jetzt müssen wir ihn nur noch reinmachen", sagt Metaphern-Fan Gerigk, der den Klassenverbleib in seinem vorletzten Spiel als Verantwortlicher unbedingt aus eigener Kraft eintüten will. Ein Endspiel am letzten Spieltag daheim gegen den derzeit alles rasierenden SC Altenrheine würden sich die Jungs von der Bonhoefferstraße gerne sparen. "Da wollen wir Julian Stiens und vor allem Enno Stemmerich in ihrem letzten Spiel einen würdigen Rahmen geben." Der dürfte angesichts von bis zu 500 aufstiegswütigen Altenrheinern gegeben sein.

Zurück zum Gievenbeck-Spiel: Die 49ers feierten am Sonntag mit viel Gebrüll den nun feststehenden Klassenerhalt. Dass die Truppe von Nicky Hendricks deshalb von nun an nur noch Halbgas gibt, glaubt Gerigk nicht. Entscheidend dürfte auch sein, wie die Blau-Weißen die tiefen Tempoläufe von Luca de Angelis verhindern können. "Das Spiel in Ibbenbüren haben einige von uns gesehen. Mir ist schon bekannt, dass der Junge fix auf den Beinen ist. Er wechselt ja nicht einfach so nach Hiltrup", sagt Aasees Coach. 

Nach versaubeutelter Hinserie (13 Punkte, Platz 16) hat Aasee die richtigen Knöpfe gefunden, acht Neuzugänge geholt und sich merklich stabilisiert. "Der Kader ist immer noch auf Kante genäht, aber ein eingeschworener Haufen ist immer da", sagt Gerigk, der nun den letzten Schritt gehen will mit seinem Team, bevor auch für ihn am nächsten Wochenende der letzte Vorhang fällt: "Ein bisschen Wehmut ist dabei, aber auch ein bisschen Anspannung. Ich bin als Spieler nie abgestiegen, das habe ich auch als Trainer nicht vor. Der Klassenerhalt wäre für Blau-Weiß Aasee nach wie vor eine große Nummer." Fast so groß wie ein Sieg im Tippspiel gegen unsere Redaktion, dem sich Gerigk heute stellt. 

 

1. FC Gievenbeck U23 - BW Aasee     (Sonntag, 15 Uhr)
Wenn in dieser Phase der Saison Teams aus dem gleichen Fußballkreis aufeinandertreffen und es für eines um nichts mehr geht, wird schnell Kungelei gewittert. FCG-Coach Nicolas Hendricks kriegt eine Krawatte, wenn er das hört. "Wenn wir verlieren sollten, dann nur, weil Aasee eine starke Mannschaft hat. Wir werden nicht abschenken und wollen uns später nichts vorwerfen lassen." Bei BWA, das im Hinspiel durch einen Treffer von Robert Flügel in der Nachspielzeit mit 2:3 unterlag, fehlen Daniel Bartelink (Auslands-Semester), Max Weitzel (Urlaub) und wahrscheinlich auch Malte Weusthoff (Arbeit).
Heimspiel-Tipp: 1:2
Gerigk: 1:2

SC Altenrheine - Arminia Ibbenbüren     (Sonntag, 15 Uhr)
Au weia, Arminia! Das wird ein schwerer Gang für die Mannschaft von Trainer Hubi Ahmann, denn die Altenrheiner befinden sich derzeit in echter Galaform. Vier Zu-Null-Siege und 13 Tore gab's in den vergangenen vier Partien. Der SCA brennt auf die Landesliga! Während Daniel Apkes Team die Liga nur allzu gerne verlassen würde, versuchen die Gäste aktuell ihr Möglichstes, um die Klasse zu halten. Nach drei Pleiten in Folge mit jeweils mindestens drei Gegentreffern ist die Lage prekär. Langt es am Kanal nicht zu einem Punktgewinn, besteht am letzten Spieltag mit einem Sieg gegen Emsdetten 05 noch die Chance auf den Ligaverbleib - vorausgesetzt, Aasee verliert in Gievenbeck. Der weiterhin im Raum stehende Bezirksliga-Rückzug von Germania Horstmar verschafft den Arminen zudem eine weitere Option, um in der Liga zu bleiben.
Heimspiel-Tipp: 2:0
Gerigk: Altenrheine ist unfassbar gut drauf. Da weiß der Trainer ja kaum, wen er aufstellen soll, so groß und ausgeglichen ist der Kader. 4:1.

Emsdetten 05 - Germania Horstmar     (Sonntag, 15 Uhr)
Gerettet gegen fast gerettet - die Teams können die Partie einigermaßen relaxed angehen. Beide haben jedoch die vergangenen zwei Spiele nicht mehr gewonnen. À propos nicht mehr gewonnen: Die vergangenen drei Partien gegen den TuS Germania verloren die Wassertürmler allesamt. Die Gesamtbilanz der Nullfünfer gegen Horstmar ist aber positiv. 
Heimspiel-Tipp: 2:1
Gerigk: In Emsdetten haben sie es geschafft, Ruhe reinzubringen - 3:1.

TuS Recke - Vorwärts Wettringen     (Sonntag, 15 Uhr)
Ist nach der Pleite gegen Laggenbeck nun sogar der inoffizielle Titel "bestes TE-Team" in Gefahr für den TuS Recke? Nein, versichert Trainer Marc Wiethölter. "Wir werden aus den letzten beiden Spielen was holen." Das Duell der beiden defensiv anfälligsten Teams der Top 6 - Recke kassierte bisher 50, Vorwärts 54 Gegentore - könnte auch deshalb spannend werden, weil sich für Wettringen vielleicht ja noch ein Öffnet internen Link im aktuellen FensterHintertürchen in puncto Aufstiegsrelegation öffnet. 
Heimspiel-Tipp: 1:3
Gerigk: 2:2

Preußen Lengerich - Cheruskia Laggenbeck    (Sonntag, 15 Uhr)
Das Team der Stunde heißt Cheruskia Laggenbeck. Nico Fehlhauers Jungs haben sieben der vergangenen zehn Spiele gewonnen und schon vor zwei Wochen souverän den Klassenerhalt eingetütet. Bemerkenswert auch der Mut, mit dem der Aufsteiger gegen die gestandene Truppe aus Recke auftrat. Obwohl die Preußen längst abgestiegen sind, ist auch ihnen in Sachen Engagement und Leidenschaft niemand etwas vorwerfen. Die jüngsten Ergebnisse waren dennoch nicht so dolle, in fünf Partien gab's vier Pleiten und 20 Gegentore. Ein Sieg gelang einzig gegen Schlusslicht Riesenbeck vor knapp zwei Wochen. 
Heimspiel-Tipp: 0:2
Gerigk: Die Laggenbecker haben einen richtigen Lauf - 1:2.

SV Burgsteinfurt - SC Greven 09     (Sonntag, 15 Uhr)
Um im Titelrennen mit dem SC Altenrheine Schritt zu halten oder gar vorbeizuziehen, muss der SVB gegen Nullneun ein ganz dickes Brett bohren und gewinnen. "Wir können zweimal gewinnen, ich bin da ganz ruhig", sagt Coach Christoph Klein-Reesink. "Wichtig ist, dass wir unsere eigenen Hausaufgaben machen." Das ist den Grevenern in den vergangenen Wochen nicht gelungen. Trainer Andreas Sommer kann trotz der verpassten Chance auf den Aufstieg noch immer ruhig schlafen, weil er weiß, woran es gelegen hat: "Wenn du ganz oben dabei sein willst, musst du die ganze Saison mit einem kompletten Kader durchziehen." Und den hatte er nicht immer zur Verfügung. Das Zeug dazu, um gegen den Titelaspiranten für eine Überraschung zu sorgen, haben die Schönefliethler. Flüssig-Motivation aus dem nördlichen Münsterland braucht "Musi" Sommer nicht für sein Team. "Wir haben auch so Bock darauf, dass es gegen Burgsteinfurt nochmal um etwas geht."
Heimspiel-Tipp: 2:1
Gerigk: 2:1

Ibbenbürener SpVgg - Teuto Riesenbeck     (Sonntag, 15 Uhr)
Zwei Möglichkeiten haben die Teutonen noch, um endlich die ersten Punkte im Jahr 2019 einzufahren. Die Rückserie verlief extrem bitter für das Schlusslicht, das nach sechs Jahren wieder zurück in die Kreisliga A muss. Lange sah es auch für die ISV düster aus nach zum Teil miserabler Rückrunde. In den vergangenen Wochen haben sich Heiko Beckers Jungs aber am Riemen gerissen und die Liga gehalten. Das nächste Ziel der Hausherren ist ein Sieg im Derby. "Wir wollen nicht die ersten sein, die in der Rückrunde Punkte gegen Riesenbeck lassen", sagte ISV-Spieler Philipp Hölscher im vereinseigenen Video-Portal "Crunchtime". "Wir wollen die nächsten zwei Spiele auch noch gewinnen und im Fluss bleiben für das Pokal-Endspiel", ergänzte Coach Becker.
Heimspiel-Tipp: 2:0
Gerigk: Vor Riesenbeck kann man trotz der Ergebnisse in der Rückrunde eigentlich nur den Hut ziehen. Ich glaube, die holen den ersten Punkt in der Rückrunde - 1:1.

VfL Wolbeck - SG Telgte     (Sonntag, 15 Uhr)
Mit einer indisponierten Leistung gegen die ISV hat die SG Telgte am vergangenen Wochenende ihren eigenen Abstieg fast schon besiegelt. Jetzt noch unten rauszukommen, ist womöglich nur noch mithilfe eines Horstmarer Rückzugs möglich. "Solange rechnerisch etwas möglich ist, werden wir auch alles versuchen", versprach Mario Zohlen trotz des ernüchternden Auftritts. Noch unwahrscheinlicher als der Telgter Klassenverbleib ist ein rechnerisch immer noch möglicher Abstieg des VfL Wolbeck. Die Jungs vom Brandhoveweg haben sich mit einer ausgeglichenen Bilanz in der Rückrunde peu à peu aus dem Keller gezogen und können nun befreit aufspielen. Im Jahr 2018 gab's drei Wolbecker Siege in Telgte, die jüngste Historie spricht mit zehn Siegen aus 17 Duellen aber klar für Telgte. Wolbeck feierte nur fünf Siege.
Heimspiel-Tipp: 1:3
Gerigk: Für Telgte geht's um alles, für Wolbeck nicht mehr - 2:2.

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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SC Münster 08 II 19    65:11 55  
2    TGK Tecklenburg 20    81:24 51  
3    SV Bösensell 19    49:10 49  
4    Neuenkirchen II 20    71:25 46  
5    Arm. Ibbenbüren 19    63:31 45  

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