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Bezirksliga 12

Nico Rehberg (r.) redet gern und viel. Der Außenverteidiger hat aber auch einiges zu erzählen.

Sympathische Quasselstrippe


Von Christian Lehmann

(27.03.20) Wer sich mit Nico Rehberg unterhält, der sollte Zeit mitbringen. Der Junge hat das Herz nicht nur am rechten Fleck, sondern auch auf der Zunge. "Ich denke öfter nicht darüber nach, was ich sage", räumt der 24-jährige Defensiv-Allrounder des VfL Wolbeck lachend ein. "Das hat Nachteile, aber auch Vorteile. Bei mir kann man sich darauf verlassen, dass ich ehrlich meine Meinung sage." Das bestätigt auch Florian Quabeck: "Nico ist der richtige Ansprechpartner, wenn's witzig werden soll. Er ist der Wortführer in der Kabine." Auch fußballerisch ist der Außenverteidiger vorn dabei. 14 mal kam er in dieser Saison für den Bezirksliga-Achten zum Einsatz, dabei spulte er etliche Kilometer ab. "Nico ist eine Maschine. Er ist topfit und rennt wie ein Verrückter", so der spielende Co-Trainer.

Seine fußballerische Ausbildung genoss Rehberg beim SC Münster 08 - dabei erlebte er einige Highlights wie etwa die Westfalenpokalpartie gegen Borussia Dortmund mit der U19, in der der BVB vor rund 700 Zuschauern erst in der 119. Minute den Siegtreffer erzielte. Nullacht-Kapitän damals: Nico Rehberg. Vor drei Jahren entschied sich der Kicker dann jedoch für zu einem Wechsel zum VfL. Ganz offen verrät er uns auch, warum: "Mich und meinen Bruder Luca hat immer schon viel mit Wolbeck verbunden. Ich habe aber auch gemerkt, dass sich bei Nullacht die Dinge in eine Richtung entwickelt haben, die mir nicht gefallen haben. Mit meinem Wechsel habe ich dann einen Stein ins Rollen gebracht." Inzwischen hat sich der SCM neu aufgestellt, die erste Mannschaft wird künftig von Julian Wiedenhöft und Jens Dietrich betreut - Rehbergs frühere Coaches in der Jugend. "Natürlich hat es jetzt auch Gespräche mit Nullacht gegeben, aber ich habe mich dazu entschlossen, in diesem Sommer in Wolbeck zu bleiben. Die Stimmung ist einfach geil hier, außerdem bin ich im Mannschaftsrat. Zu diesem Zeitpunkt wieder zu gehen, das könnte ich nicht mit mir vereinbaren."

Warten auf das erste Saisontor

Sportlich vermisste Rehberg in einer "durchwachsenen Saison" ein wenig die Konstanz bei seinem Team, das nach gutem Saisonstart etwas abgebaut hat, aber immer noch ohne große Sorgen im Mittelfeld rangiert. "Wir haben uns vor der Saison zum Ziel gesetzt, weniger Gegentore zu kassieren. Das hat zunächst gut funktioniert, danach hatten wir aber auch in einigen Spielen etwas Pech. Wir spielen in einer überragenden Bezirksliga-Staffel, da darfst Du dir keine Schwächephasen erlauben." Das beste Spiel seines Teams in dieser Saison, den 4:2-Sieg gegen den damaligen Liga-Souverän Borussia Münster, sah Rehberg verletzungsbedingt von draußen. "Die Leistung war überragend. Da sind wir den Gegner ganz vorne angelaufen und haben keinen Spielaufbau zugelassen."

Schnell, athletisch, beidfüßig, zuverlässig - Nico Rehberg bringt ziemlich viel mit. Eines fehlt dem Flügelflitzer jedoch zumindest in dieser Spielzeit: ein Tor. "Ich bin ein Fan vom Verteidigen", entgegnet er auf die Frage, warum es bisher noch nicht zu einem Treffer gereicht hat. Nah dran war er schon häufiger, vor allem beim 1:0 gegen Concordia Albachten nach der Winterpause hätte er einen machen müssen. Wichtiger war ihm aber auch in diesem Spiel das "zu Null": "Ich hasse Gegentore. In unserem System machen wir als Außenverteidiger auch viele Wege mit nach vorne. Wenn Du aber vorne rumturnst und deine Kette im Stich lässt, ist das das Schlimmste, was passieren kann."

"Wir sind alle heiß wie Frittenfett"

Ziemlich schlimm ist für Rehberg auch die aktuelle Spielpause, wobei auch er vollstes Verständnis für die Maßnahmen der politischen Entscheider hat. "Die Gesundheit steht im Vordergrund, aber wir würden schon gerne alle spätestens Mitte Mai wieder starten. Wir sind alle heiß wie Frittenfett." Selbst, wenn es keine Sommerpause geben würde, wäre Rehberg damit einverstanden. Hauptsache, die Saison kann durchgezogen werden.

Wer in der Vergangenheit auf dem Fußballplatz genau hingesehen hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass Nico Rehbergs Schuhe hinten an der Ferse ein Loch haben. Wir wollten wissen, warum? Aberglaube? Nein. "Ich habe an der Ferse ein Überbein. Das hat sich durch zu enge Schuhe gebildet, und weil ich sonst zu starke Schmerzen hätte, schneide ich einfach ein Loch rein. Das handhabe ich schon länger so." Operativ könnte das so genannte Ganglion entfernt werden, was eine bis zu vierwöchige Pause nach sich ziehen würde. Eine Garantie, dass es wiederkehrt oder das Gewebe vernarbt, gibt es allerdings nicht. Deshalb zieht Rehberg aktuell noch die praktische der ästhetischen Lösung vor. "Mir geht's beim Fußball nicht ums Aussehen, sondern darum, wie ich der Mannschaft am besten helfen kann", sagt er. 

 

Unsere zehn "Barfuß oder Lackschuh"-Fragen:

Waldlauf oder Zirkeltraining?
Waldlauf

Essen gehen oder Pizza bestellen?
Pizza bestellen

Robben oder Ribery?
Robben, meine Sympathien in der Bundesliga gehen zu Bayern. Im Herzen bin ich aber für die Preußen. 

Berlin oder Hamburg?
Hamburg

Sprint oder Dauerlauf?
Dauerlauf

Frühstück oder Abendessen?
Frühstück

Urlaub oder Trainingslager?
Urlaub

Nullacht oder Gievenbeck?
Nullacht

Sneaker oder Lederschuhe?
Sneaker

Grünkohl oder Schnitzel?
Schnitzel

 

In unserer Rubrik "Barfuß oder Lackschuh" stellen wir ausgewählten Persönlichkeiten aus der Fußballszene zehn Entweder-oder-Fragen, die sie möglichst spontan und im Idealfall auch noch mit einer flotten Begründung beantworten sollen.



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Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SC Münster 08 II 19    65:11 55  
2    TGK Tecklenburg 20    81:24 51  
3    SV Bösensell 19    49:10 49  
4    Neuenkirchen II 20    71:25 46  
5    Arm. Ibbenbüren 19    63:31 45  

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