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Bezirksliga 12

Nach fünf Jahren beim SC Greven 09 ist für Andreas Sommer im Sommer Schluss.

Sommer macht's nur noch bis zum Sommer


Von Christian Lehmann

(11.12.19) Das Trainer-Beben in der Bezirksliga 12 geht weiter. Nach Christof Brüggemann (SV Wilmsberg), Marc Wiethölter (TuS Recke), Markus Heckmann (Germania Hauenhorst) , Mario Zohlen (SG Telgte) und Jens Truckenbrod (Concordia Albachten) hat mit Andreas Sommer (SC Greven 09) nun schon der sechste langjährige Trainer seinen Rückzug zum Saisonende angekündigt. 

"Andreas Sommer wird dem SC Greven 09 in der kommenden Saison 2020/2021 nicht mehr als Trainer der ersten Mannschaft zur Verfügung stehen. Er hat die Verantwortlichen vor einigen Wochen darüber informiert, dass er sich nach fast fünf Jahren als Trainer der Ersten verändern möchte", erklärt Grevens Fußball-Abteilungsleiter Frank Blom in einer Pressemitteilung. Sommers Wunsch, so heißt es, sei es gewesen, die Mannschaft nach der erfolgreichen Hinserie in der laufenden Bezirksliga Saison rechtzeitig darüber in Kenntnis zu setzen und auch dem SC Greven 09 die Möglichkeit zu geben, sich früh um einen Nachfolger zu bemühen. 

Landesliga-Aufstieg zum Abschied?

"Natürlich wird er mit Volldampf versuchen, die Saison mit dem Aufstieg in die Landesliga zu krönen. Der Verein hätte gerne mit Andreas am Ruder der Mannschaft weitergearbeitet, ist aber sehr dankbar für die Jahre, in denen er mit akribischer Trainingsarbeit das Team geformt  hat", so Blom weiter.

Andreas Sommer war als Aktiver selbst viele Jahre lang für den SC Greven 09 aktiv. Anschließend engagierte sich der B-Lizenzinhaber als Jugendtrainer im Verein. "Er bleibt dem SC Greven 09 weiter verbunden und die Offiziellen hoffen, ihn in einer anderen Funktion weiter im Verein mit einzubinden. Die Gespräche dazu müssen noch geführt werden", heißt es in der Mitteilung abschließend.

"Anstrengende Zeit"

"Es waren schöne Jahre. Ich habe großen Spaß an der Arbeit, aber nach fünf Jahren reicht es auch mal", erklärt Sommer. "Seit fast drei Jahren habe ich nahezu den gleichen Kader beisammen, da braucht es dann irgendwann - wie sagt man immer so schön? - einen neuen Impuls", erklärt Sommer. "Es war auch eine sehr anstrengende Zeit. Ich hatte Gespräche mit dem Verein und auch ein paar Ideen im Kopf, aber wenn man es nicht zu 100 Prozent macht, dann macht man es am besten gar nicht."

Zu Beginn seines Wirkens bei der ersten Mannschaft - Sommer übernahm das Team mitten in der Saison 2015/16 nach der Entlassung von Thomas Fraundörfer und Stefan Beckmann - führte der 49-Jährige die Nullneuner zum Klassenerhalt. Seither ging es fast durchgehend bergauf: Platz zwölf, Platz zehn, Platz vier - in der Vorsaison mischte das Team lange oben mit, rutschte hinten raus aber bis auf Platz fünf ab. Vor Beginn der laufenden Spielzeit war Sommer einer der ganz wenigen Coaches, die ganz offen die Meisterschaft als Saisonziel ausriefen. Die ist für den Tabellenzweiten absolut noch drin. "Wir können es aus eigener Kraft schaffen", sagt Sommer.

Mehr Luft für Beruf und Privates 

Eine Rolle bei seinen Überlegungen spielte auch Sommers private Situation. "Beruflich kriege ich das hin, aber mit viel Aufwand", so der Polizist, der stets seine Schichten so legen musste, dass es mit dem Training passt. Bei einer Handvoll Spielen musste er in den vergangenen Jahren das Coaching seinem Co-Trainer Ulrich Peppenhorst übertragen, weil er selbst Dienst schieben musste. Und: Sommers Frau arbeitet ganztags. "Da sieht man sich selten."

Gut möglich, dass Frau Sommer ihren Gatten künftig häufiger sieht, denn für den Coach ist eine Pause durchaus nicht ausgeschlossen. "Da habe ich mir wirklich noch keine Gedanken zu gemacht. Vielleicht arbeite ich auch irgendwo als Co-Trainer. Oder wieder im Jugendbereich, wo ich bei der Zeitgestaltung etwas flexibler bin."

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