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Bezirksliga 12

Nicolas Kriwet (r.) ist mit seiner Wucht und Dynamik der Motor des SC Greven 09. Sein Trainer Andreas Sommer sagt über ihn: "Nic ist in jedem Spiel bereit, bis an seine Grenzen zu gehen."

Kriwet will davon- statt hinterherlaufen


Von Christian Lehmann

(31.10.19) Es gibt Spieler, speziell Stürmer, die laufen nicht gern. Und es gibt Nic Kriwet (26). Der Offensivmann des SC Greven 09 hat in dieser Saison als "echte Neun" schon sieben Tore für den Tabellenführer geschossen und ist damit bester Torjäger seines Teams. Nur im Strafraum rumlungern und auf die Kirsche warten, das ist allerdings nicht das Ding des gebürtigen Münsteraners. "Ich laufe gerne!", sagt Kriwet. Mit seinem Team lief er in der vergangenen Saison, seiner ersten in der Schöneflieth, den Spitzenteams aus Altenrheine und Burgsteinfurt meist hinterher. Nun steht Greven ganz oben - und Kriwet möchte der Konkurrenz davonlaufen.

"In der vergangenen Saison fehlte uns am Ende die Breite im Kader. Den haben wir jetzt deutlich aufgewertet. Wir können es kompensieren, wenn mal ein Spieler ausfällt", glaubt Kriwet. Nun fehlt beispielsweise Spielmacher Emre Kücükosman - und noch immer ist die Offensive des Spitzenreiters exzellent besetzt. Patrick Fechtel, Julian Loose, Peter und Bernd Lakenbrink, Vargin Der - viel mehr Qualität geht nicht in der Bezirksliga. "Mit wem ich zusammen spiele, ist mit eigentlich egal", sagt Kriwet. "Emre kann Pässe spielen wie kein Zweiter in der Bezirksliga, und wenn Bernd einen guten Tag hat, spielt er problemlos fünf Gegenspieler schwindelig. Am wichtigsten ist es aber, dass wir als Team gut spielen."

Trainer Andreas Sommer weiß, dass er vor knapp zwei Jahren einen richtig Guten vom damaligen Westfalenligisten SC Preußen Münster II losgeeist hat. "Nic ist ein echter Führungsspieler. Er ist enorm laufstark und hat eine gute Physis. Er hat sich voll im Verein integriert und ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung für uns."

Seine ersten Schritte als Fußballer machte Kriwet bei Blau-Weiß Aasee, damals in Sachen Fußball noch eine ganz kleine Adresse. In der D-Jugend ging's in die Talentschmiede des 1. FC Gievenbeck, später schnupperte der Blondschopf als Jungsenior sogar Oberliga-Luft. Nach vier erfolgreichen Jahren beim SCP unter Trainer Sören Weinfurtner folgte der Schritt nach Greven. Kein Rückschritt, wie Kriwet betont: "Es gibt wenig Spieler, die so lange bei der U23 waren wie ich. Viermal die Woche Training, das mit dem Job zu vereinbaren, ist echt hart. Es war genau der richtige Schritt, in die Bezirksliga zu gehen."

Am liebsten möchte er aber doch zeitnah wieder raus aus der Liga - als Meister mit Nullneun. Bis es soweit ist, muss allerdings noch reichlich Schweiß fließen, denn die Konkurrenz an der Spitze ist groß - und die Luft dünn. Ob sich Borussia und die ISV, die bisherigen Überraschungsteams dieser Saison, ganz oben halten können, vermag Kriwet noch nicht zu beantworten. Vor allem hat er aber Vorwärts Wettringen auf dem Zettel. "Die haben eine super Band und wollen auch hoch. Man muss auch auf Burgsteinfurt weiterhin aufpassen, auch wenn sie momentan nicht so gut drauf sind." Die immer mal wieder auftretenden Schwächephasen der Konkurrenz möchte Kriwet mit seinem Team nun nutzen - und davonlaufen. So wie den Gegenspielern auf dem Platz...

 

1. FC Gievenbeck - SC Greven 09     (Sonntag, 13 Uhr)
"Gievenbeck hat schon sehr viele Gegentore bekommen. Ich kann mir vorstellen, dass sie sich hinten reinstellen werden. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass sie deutlich stabiler geworden sind", sagt Kriwet. Der Mann kennt sich aus. Auch er weiß, dass die Reserve seines Ex-Vereins vor allem bei Heimspielen ab und an von Spielern aus dem Kader der Ersten unterstützt wurden. Zuletzt halfen vier Mann beim 2:2-Remis gegen Emsdetten 05 mit. Kriegen die Gäste jedoch ihre Offensiv-Powert der vergangenen Wochen auf den Platz, ist gegen sie kaum ein Kraut gewachsen.
Heimspiel-Tipp: 1:3, Doppelpack von Kriwet.
Kriwet: 0:4

Emsdetten 05 - SV Burgsteinfurt     (Sonntag, 15 Uhr)
Zwei große Namen, die momentan nicht allzu viel zu lachen haben. Nullfünf, einstmals fußballerisches Aushängeschild des Kreises Steinfurt, muss in der Findungssaison zusehen, nicht in Abstiegsnot zu geraten. Bisher klappt das ordentlich, doch langfristig sind die Ansprüche höhere. Trainer Bodo Gadomski zieht das Positive heraus und betont, dass sein Team im Oktober kein einziges Ligaspiel verloren hat. Es war aber auch "nur" ein Sieg mit dabei (3:1 in Laggenbeck). Hinter den Stemmertern liegt hingegen ein Monat des Grauens. Christoph Klein-Reesinks Team hat die vergangenen drei Spiele allesamt verloren und ist seit fünf Partien ohne Sieg. Das Thema Meisterschaft kommt in der Kreisstadt vorerst nicht mehr auf den Tisch. Gadomski erwartet einen wütenden Gegner: "Da müssen unsere Jungs zeigen, dass sie auch dagegen halten können." Verzichten muss er definitiv auf Linksverteidiger Tim Befus (fünfte Gelbe) und Luca Tillmann. Die Ausfall-Liste des SVB sparen wir uns jetzt mal aus Platz- und Zeitgründen.
Heimspiel-Tipp: 1:2
Kriwet: Burgsteinfurt hat immer noch einen super Kader - 1:2.

Cheruskia Laggenbeck - Vorwärts Wettringen      (Sonntag, 15 Uhr)
Ziemlich hartes Brot müssen die Laggenbecker dieser Tage kauen. Nach Greven ist vor Wettringen, anschließend geht's im Kreispokal zu Arminia Ibbenbüren und dann in der Liga zum TuS Recke. Mehr als Platz 15 "geht mit unseren Mitteln derzeit nicht", betont Trainer Nico Fehlhauer. Aufgeben ist aber nicht sein Ding: "Bis zur Winterpause müssen wir mindestens noch vier oder fünf Punkte holen, egal wie!" Hoffnung macht ihm, dass Vorwärts beim 3:3 gegen Albachten zum wiederholten Male in dieser Saison die Defensive nicht dicht bekam und wieder einmal eine Führung verspielte. Offensiv ist der Tabellenvierte jedoch über jeden Zweifel erhaben.
Heimspiel-Tipp: 1:3
Kriwet: Wettringen will oben dranbleiben - 1:3.

SC Hörstel - Germania Hauenhorst     (Sonntag, 15 Uhr)
Die beiden Aufsteiger können mit ihrer bisherigen Saison-Bilanz zufrieden sein, wenngleich die Hörsteler als Tabellen-13. in einer deutlich prekäreren Situation stecken. Trainer Klaus Frecken hofft auf die Rückkehr seiner Offensiv-Leistungsträger Biermann, Schoo und Muthulingam, auch Jan Niestegge und Pascal Thele mussten zuletzt bei der ISV verletzt raus. Unter diesen Voraussetzungen ist es schwer, in der Bezirksliga Spiele zu gewinnen. Hauenhorst ist das bisher schon fünfmal gelungen, neben vier Punkteteilungen gab es nur drei Niederlagen. Platz acht mit Tendenz nach oben. Das sieht nicht schlecht aus, findet auch Trainer Markus Heckmann. Nach dem bitteren Abstieg vor zwei Jahren weiß aber auch er, wie schnell es gehen kann. "Es war ein richtig guter Oktober. Wenn wir gegen Hörstel gewinnen, sieht das schon ganz ordentlich aus."
Heimspiel-Tipp: Sie gewinnen gegen Hörstel, und zwar mit 3:0.
Kriwet: Hörstel ist defensiv nicht schlecht, Hauenhorst war bisher einer unserer stärksten Gegner. 0:2.

Concordia Albachten - TuS Recke      (Sonntag, 15 Uhr)
Mit viel Leidenschaft und maximalem Aufwand erkämpfen sich die Concorden bisher Punkt um Punkt. Mit fünf Remis kommst Du aber halt in der Tabelle auch nicht allzu weit - nur Emsdetten 05 hat einmal mehr die Punkte geteilt als Jens Truckenbrods Kombo. "Geh' aufs Ganze" heißt also die Devise vor dem schweren Heimspiel gegen Recke. Der Tabellenfünfte ist seit dem 8. September (1:2 bei der ISV) ungeschlagen und hat sich bis auf vier Punkte an Spitzenreiter Greven heran gerobbt.
Heimspiel-Tipp: 2:3
Kriwet: 1:1

SG Telgte - BW Aasee     (Sonntag, 15 Uhr)
Spiel eins nach der Ankündigung Mario Zohlens, im Sommer die SG Telgte verlassen zu wollen. Er möchte nach der laufenden Spielzeit mit dem Klassenerhalt gehen, dafür muss sein Team noch richtig ackern. Aktuell belegt die SG mit elf Punkten Abstiegs-Platz 14, es sind aber noch reichlich weitere Teams in der Verlosung. Zum Beispiel BWA, das jedoch am vergangenen Wochenende mit dem 4:0 gegen Borussia Münster richtig einen raushaute. Trainer André Kuhlmann ist davon überzeugt, dass sein Team das Potenzial besitzt, schnell aus dem Keller zu klettern. Seit Mitte Oktober und dem Start des Winter-Semester hat sich Trainingsbeteiligung und -Qualität merklich gesteigert.
Heimspiel-Tipp: 1:2
Kriwet: Ich glaube, dass Telgte vorbeizieht - 2:1.

Borussia Münster - Ibbenbürener SpVgg     (Sonntag, 15 Uhr)
Wir haben es eingangs erwähnt. Das Duell an der Grevingstraße ist das der beiden Positiv-Überraschungen der laufenden Spielzeit. Die etwas bessere Form weist aktuell die ISV auf, die zuletzt fünfmal in Serie gewonnen hat. Für Aufsteiger Borussia spricht der Heimvorteil, Yannick Bauers Team hat auf dem heimischen Kunstgrün 16 von möglichen 18 Punkten geholt. "Wir freuen uns riesig auf Borussia", frohlockt ISV-Coach Heiko Becker. Schaut man sich die Statistiken beider Teams an, könnte es einige Tore geben. Aber gut, das haben wir vor Borussias Nullnummer gegen Recke auch gedacht... Die Hausherren müssen auf den rotgesperrten Roman Ueberfeld verzichten.
Heimspiel-Tipp: 2:2
Kriwet: Auf diesem Platz hat Borussia einen extremen Vorteil. Wir haben dort auch 30 Minuten gebraucht, um uns zurecht zu finden und 0:3 verloren. 1:0.

VfL Wolbeck - SV Wilmsberg     (Sonntag, 15 Uhr)
Der Derbysieg gegen den SV Burgsteinfurt soll die Piggen beflügeln. Es wartet aber schon der nächste schwere Brocken auf Christof Brüggemanns Team. Der Trainer weiß: "Auch Wolbeck ist richtig gut unterwegs." Das kann man schon in der Tabelle lesen. Die Jungs vom Brandhoveweg sind trotz einer leichten Schwächephase im Oktober Sechster und liegen mit sechs Punkten Rückstand sogar noch in Schlagdistanz zur Spitze. Die Truppe von Alois Fetsch gewann nur eine der jüngsten sechs Bezirksliga-Partien und tat sich auch im Kreispokal beim B-Ligisten SC Gremmendorf (5:3 n.E.) schwer. Trotzdem war die Leistung gegen Hauenhorst "ein Schritt in die richtige Richtung", wie Co-Trainer Flo Quabeck anmerkte.
Heimspiel-Tipp: 2:1
Kriwet: 2:2



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SC Münster 08 II 19    65:11 55  
2    TGK Tecklenburg 20    81:24 51  
3    SV Bösensell 19    49:10 49  
4    Neuenkirchen II 20    71:25 46  
5    Arm. Ibbenbüren 19    63:31 45  

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