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Bezirksliga 12

Unschöne Szene nach dem 5:2 - eine ISV-Spielertraube belagert den jungen Schiedsrichter Henrik Stöttelder.
Einer von etlichen heißen Zweikämpfen am Borussen. Henry Hupe (r.) kommt etwas zu spät gegen Lukas Börgel, der das Ei gerade noch so wegschlagen kann.

Schmelztigel der Emotionen im Spitzenspiel


Von Christian Lehmann

(03.11.19) Den Zuschauern, die dem hochdramatischen Spitzenspiel zwischen Borussia Münster und der Ibbenbürener SpVgg beigewohnt hatten, war nach dem Abpfiff erst einmal ein Körnerkissen und eine Tasse Salbeitee zu empfehlen. Auch der eine oder andere Spieler brauchte etwas zur Beruhigung. Dank 20 furioser Minuten in der Schlussphase gewannen die Hausherren mit sage und schreibe 7:2 (2:2)! Die Gäste hingegen hatten den Kaffee völlig auf.

"Unseren Gegentoren vier und fünf gingen klare Abseitsstellungen voraus. Das muss der Schiedsrichter zwingend sehen", befand ISV-Coach Heiko Becker. Noch mehr beschäftigte ihn, dass Borussias Pascal Koopmann seinen Spieler Lukas Börgel im Rücken des Unparteiischen angespuckt haben soll. "Das hat einen faden Beigeschmack", so Becker. Koopmann räumte später ein, gespuckt zu haben, beteuerte aber, dass er seinen Gegenspieler nicht getroffen habe beziehungsweise nicht habe treffen wollen. Wie dem auch sei: Weil sie sich zu sehr mit einigen strittigen Entscheidungen beschäftigten, verloren die ISV-Spieler in der Schlussphase Konzentration und Ordnung. Das nutzten kaltschnäuzige Borussen mitunter brillant aus.

Borussia bleibt sich treu

"Das Ergebnis fällt zu hoch aus. Es ist aber schön, dass die Mannschaft eine Reaktion gezeigt hat. Dass man als Aufsteiger auch mal schlechte Spiele dabei hat, ist ja normal. Die erste Halbzeit war von beiden Teams richtig stark, da war die ISV für mich sogar die bessere Mannschaft. Wir sind uns auch nach den Gegentoren treu geblieben", bilanzierte Bauer. Becker haderte: "Unsere Niederlage hat heute viele Gründe. Wir müssen zur Halbzeit deutlich führen. Gegen Borussia darf man es sich nicht erlauben, so viele Fehler zu machen. Sie waren sehr effektiv vor dem Tor."

In der temporeichen ersten Hälfte zahlte sich das extrem aggressive Pressing der ISV zunächst aus. Koopmann spielte vor dem 0:1 durch Marvin Hagemann einen verhängnisvollen Fehlpass (8.), wenig später glich jedoch Tim Gimbel aus. Von halbrechts kommend jagte der Außenverteidiger den Ball mit seinem starken Linken in den Knick (1:1/11.). Nach der erneuten ISV-Führung durch Kevin Hagemann (1:2/27.) war der 2:2-Ausgleich kurz vor der Pause einer der Knackpunkte im Spiel. Kieran Schulze Marmeling hatte Hannes John auf die Reise geschickt, nach dessen Zuspiel nagelte Manoel Schug an die Latte. Den Abpraller köpfte Lucas Ta ins Tor (2:2/44.). 

Schugs Sahnetag

Bei der ISV musste zur Pause Abwehrchef Gerrit Oberhaus in der Kabine bleiben. Kurz nach Wiederanpfiff musste dann auch Kreativkopf Steffen Büchter verletzt raus (53.). "Die Einwechselspieler haben diesmal nicht so gut gegriffen wie in den vergangenen Wochen. Wir haben überhaupt keine Ordnung mehr gefunden", meinte Becker.

Der überragende Manoel Schug zog schließlich mit einem Doppelpack (63./71.) das Spiel auf Borussen-Seite. "Wie viele Meter er vorne drin gemacht hat, war einfach Wahnsinn", lobte Bauer. Sein Team hatte vor dem 4:2 durchaus Glück, dass Marvin Hagemann die Möglichkeit zum Ausgleich vergab (66.). Schließlich sorgten Koopmann (74.), Henry Hupe (80.) sowie Nemanja Kovacevic mit dem schönsten Treffer des Tages (88.) für eine ziemlich böse ISV-Klatsche. Beckers Fazit: "Meine Jungs haben heute viel gelernt. Es wird aber auch ein Rückspiel geben."

Borussia Münster - Ibbenbürener SpVgg     7:2 (2:2)
0:1 M. Hagemann (8.), 1:1 Gimbel (11.), 
1:2 K. Hagemann (27.), 2:2 Ta (44.), 
3:2 Schug (63.), 4:2 Schug (71.),
5:2 Koopmann (74.), 6:2 Hupe (80.),
7:2 Kovacevic (88.)

Das Adrenalin muss raus: Bei Borussias Trainer Yannick Bauer brechen alle Dämme.


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1    SC Münster 08 II 19    65:11 55  
2    TGK Tecklenburg 20    81:24 51  
3    SV Bösensell 19    49:10 49  
4    Neuenkirchen II 20    71:25 46  
5    Arm. Ibbenbüren 19    63:31 45  

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