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Bezirksliga 12

Fassungslos in Laggenbeck


Von Christian Lehmann

(01.12.19) "Wenn Du unten stehst, dann läuft alles gegen dich." Das ist eine Phrase, das weiß Nico Fehlhauer. Cheruskia Laggenbecks Coach kann sich aber einfach nicht mehr anders erklären, weshalb es der Fußballgott in dieser Saison so böse mit ihm und seiner Mannschaft meint. Bei der 1:2 (0:2)-Derbypleite gegen die Ibbenbürener Spielvereinigung mobilisierte sein Team alle Kräfte und schmiss alles in die Waagschale. Die Belohnung blieb mal wieder aus.

Wenn Du oben stehst, dann geht vielleicht so ein Ding rein wie der Flachschuss von Niklas Schmolling, der kurz vor dem Ende der Partie nur den Innenpfosten traf (87.). Wenn Du oben stehst, bekommst Du vielleicht in einer strittigen Elfmeterszene mit Maxi Pelle und den Oberhaus-Brüdern einen Elfmeter (74.) - vielleicht auch in eine ähnlichen Situation etwas später mit Arno Aschebrock (78.). Wenn Du oben stehst, vielleicht. In Laggenbeck im Moment nicht. 

Fehlhauer trotzig

Fehlhauer zeigte sich nach dem Spiel trotzig. "Kein Vorwurf an die Mannschaft. Bei uns haben alle erkannt, worum es geht. Wir glauben alle noch dran und werden im nächsten Jahr wiederkommen. Irgendwann zahlt sich harte Arbeit aus." ISV-Coach Heiko Becker freute sich über den Sieg und den Sprung auf Platz drei, litt aber ein wenig mit dem Kollegen und seinem Ex-Verein. "Ich wünsche ihnen, dass sie den Klassenerhalt schaffen. Der Sieg geht über 90 Minuten gesehen in Ordnung, aber ich habe ja schon vorher gesagt, Laggenbeck darfst Du nie abschreiben. Nach einer Stunde sind wir in die eine oder andere Verlegenheit gekommen. Das Glück haben sich meine Jungs aber auch mal verdient."

Verdient hatte sich die ISV auch ihre Zwei-Tore-Führung nach einem Blitzstart. Dabei zeigte sich wieder einmal, wie bockstark und brandgefährlich die Becker-Elf auf den Außenpositionen ist. Beim 0:1 durch einen Kopfball von Julian Büchter flankte Kevin Hagemann von links (3.). Beim 0:2, das Kevin Hagemann selbst mit einer wunderschönen Direktabnahme erzielt hatte (7.), brachte Maurice Bischoff den Ball vorher. "Wir hatten eigentlich alles im Griff", so Becker, dessen Teams allerdings bei Laggenbecker Abschlüssen durch Joel Manchen (22.) und Arno Aschebrock (28.) auch etwas Glück hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Fehlhauer bereits auf 4-4-2 umgestellt und die Pressinglinie deutlich nach vorn geschoben, was seinem Team deutlich besseren Zugriff aufs Spiel ermöglichte.

Doppelchance nach der Pause

Kurz nach der Pause hätte die Partie trotzdem schon entschieden sein können, nachdem Kevin den Ball an den Pfosten geköpft (46.) und auch Bruder Marvin verzogen hatte (47.). Die Laggenbecker gaben sich nie auf und glaubten erst recht nach Oliver Mansfelds Anschlusstor an das Comeback. Mansfeld hatte nach einem Standard den zweiten Ball auf Höhe des Sechzehners erhalten und draufgehalten (1:2/80.). Als auch Schmollings Versuch gescheitert war, ging nichts mehr für die Hausherren. 

"Wir haben uns super in die Partie reingearbeitet und hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. Einige haben uns bereits abgeschrieben, aber daraus ziehen wir einiges. Mit uns wird zu rechnen sein."

Cheruskia Laggenbeck - Ibbenbürener SpVgg     1:2 (0:2)
0:1 J. Büchter (3.), 0:2 K. Hagemann (7.),
1:2 Mansfeld (80.)



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