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Bezirksliga 12

Diesen Zweikampf gegen Elias Strotmann entscheidet Marius Reckels (r.) für sich. Ansonsten hatte der Wettringer mit Emsdettens Kraftpaket in der ersten Halbzeit jedoch so seine Mühe.
Einen ganz entscheidenden Zweikampf verliert hier Pascal Tillack. Emsdettens Aushilfs-Innenverteidiger verrichtete einen guten Job, kann aber hier die Kopfball-Verlängerung Florian Kappelhoff-Rickerts vor dem 2:1 nicht verhindern.
Nach fünf Jokertoren durfte Leon Veltrup (l.) diesmal von Beginn an ran. Er knipste zum 0:1 und wird hier von "Maskenmann" Fabio Pinto geherzt.

Ein "Vogel" bringt 05 aus dem Tritt


Von Christian Lehmann

(01.12.19) Viel zu sehen war im Wettringer "Nebel des Grauens" nicht. Die Bedingungen, unter denen Schiedsrichter Christoph Schulte die Partie zwischen Gastgeber Vorwärts und Emsdetten 05 leiten musste, waren grenzwertig. Zum Leidwesen der Gäste benötigte der Unparteiische lediglich gute Ohren und eine klare Linie, um die Schlüsselszene der Partie in der 59. Minute zu bewerten. Ein "Vogel" brachte die wackeren Nullfünfer schließlich beim Wettringer 3:1 (1:1)-Erfolg um den Lohn.

In Hörweite des Referees hatte Hannes Rehr einen Gegenspieler als "du Vogel" bezeichnet und hierfür eine laut Regelwerk berechtigte Rote Karte gesehen. Anschließend drehten die Wettringer, die sich lange schwer getan und zu Beginn des zweiten Durchgangs durch den eingewechselten Lyon Meyering drei Großchancen verbügelt hatten, noch weiter auf. Es dauerte allerdings bis zur 77. Minute, ehe der abermals sackstarke Torsten Fiefhaus den entscheidenden Dolchstoß setzte. Nach Kopfballverlängerung Florian Kappelhoff-Rickerts tauchte der rechte Flügelflitzer, der im ersten Durchgang noch in der Spitze gespielt hatte, zentral 20 Meter vor dem Strafraum auf und nagelte das Leder flach und unhaltbar für Emsdettens Keeper Pascal Göcke zum 2:1 ins Netz (77.). Nur vier Minuten später machte Christopher Brüning mit seinem zweiten Tor an diesem bitterkalten Nachmittag alles klar. Wettringens spielender Co Hendrik Artmann hatte sich nach seiner Einwechslung am zunächst stark reagierenden Göcke vorbeigewurschtelt und quergelegt (3:1/81.). Nullfünf machte, tat und versuchte alles, hatte gefährliche Abschlüsse durch Dustin Pilz (87.) und Fabio Pinto (89.) - aber kein Fortune.

Fiefhaus auffällig

Zu Beginn des ersten Durchgangs hatten die Hausherren die Partie dominiert und durch Dauerläufer Fiefhaus die erste Großchance vergeben. Aus 16 Metern donnerte der Blondschopf den Ball nach Zuspiel Kappelhoff-Rickerts an den Querbalken. Als erneut Fiefhaus nach 20 Minuten einen weiteren Abschluss hauchdünn am Emsdettener Kasten vorbeigesetzt hatte, pustete Schnapper Göcke erstmal durch. "Die machen gut Druck, die Jungs!" 

Seine Jungs kamen dann nach etwa einer halben Stunde deutlich besser rein. Robin Joel Kamp tauchte halbrechts frei vor Vorwärts-Schlussmann Tom Knöpper auf und verfehlte das Tor nur knapp (31.), kurz darauf köpfte Leon Veltrup den Ball dann nach einer Ecke von Marvin Leifeld zum 0:1 ins Tor (33.) - es war der sechste Saisontreffer des sonstigen Edeljokers, der diesmal von Beginn an ran durfte. Elias Strotmann hatte anschließend das 0:2 auf dem Fuß, doch nach flacher Hereingabe Rehrs meisterte Knöpper seinen Absatzkick aus kurzer Distanz mit einer feinen Parade am kurzen Pfosten (38.) Die Wettringer Antwort fiel dann fulminant aus: Fiefhaus narrte auf dem rechten Flügel gleich drei Gegenspieler, in der Mitte musste Brüning den Ball nur noch locker einschieben - 1:1 (40.). Im zweiten Durchgang hatten die Gastgeber dann nach Meyerings drei Szenen Mühe, immer forscher werdende Gäste in den Griff zu bekommen - bis zu Rehrs unbedachter "Vogel"-Äußerung.

"Das darf man so nicht sagen"

Emsdettens Coach Bodo Gadomski, dessen Verbleib als Trainer am Wasserturm über die Saison hinaus nun definitiv fix ist, ärgerte sich vor allem über die Rote Karte gegen Rehr. "Das darf man so natürlich nicht sagen. Das ist schon die zweite Rote Karte, die wir so bekommen. Im Großen und Ganzen ist der Sieg verdient. Nach dem Platzverweis musste ich auch noch Tim Befus verletzungsbedingt auswechseln, und wenn Du nur zu zehnt bist, fehlt irgendwo immer einer." Mit der Leistung seiner Truppe, die mit Pascal Tillack und Dustin Pilz zwei weitere "positionsfremde" Innenverteidiger aufgelaufen war, konnte er über weite Strecken gut leben. "Wir haben es defensiv ganz gut gemacht, Wettringen hat vorne Qualität. Wir müssen das abhaken und versuchen, im Heimspiel gegen Hörstel zu punkten."

Auch für Vorwärts-Coach Patrick Wensing war der Feldverweis gegen Rehr ein mitentscheidender Faktor im Spiel. "Das hat uns schon geholfen, aber ich glaube, dass wir auch mit elf gegen elf gewonnen hätten. Lyon muss das Ding schon entscheiden. Er sagt, er hat vier Wochen nicht gespielt, da darf man mal ein paar Dinger vergeben. Ich sehe das ein bisschen anders. Wir haben den Gegner durch Unkonzentriertheiten stark gemacht. Ich bin froh, dass wir das Ding noch gedreht haben."

Vorwärts Wettringen - Emsdetten 05     3:1 (1:1)
Tore: 0:1 Veltrup (33.), 1:1 Brüning (40.),
2:1 Fiefhaus (77.), 3:1 Brüning (81.)
Wettringen: Knöpper - Ruhkamp, Ratering, Stein - Reckels (46. Meyering), T. Hils (76. H. Artmann), Krause, Brüning, Brünen (67. H. Hils) - Kappelhoff-Rickert (85. Charif), Fiefhaus 
Emsdetten: Göcke - F. Pinto, Tillack, Pilz, Befus (54. B. Leifeld) - Kamp, Rehr - Böggemann (68. Schomaker), M. Leifeld (83. Lösche), Strotmann - Veltrup (83. R. Pinto)



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