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Bezirksliga 12

4:4 - weil Pieper keine "Drecksau" ist


Von Christian Lehmann

(22.09.19) Dominik Pieper hätte die Partie in der Nachspielzeit zu Gunsten seines TuS Recke entscheiden können. Zunächst wählte er frei vor dem Kasten des SV Wilmsberg die falsche Option und verpasste das mögliche 5:3 für sein Team, dann überließ er den Piggen bei einem Hochball die Kugel, statt eine "Drecksau" zu sein und das Spielgerät in Richtung B54 zu pfeffern. Das ermöglichte den Hausherren den letzten langen Ball, der irgendwie bei Tobias Buck landete - der zum 4:4 (2:1)-Endstand in einem wilden Kick traf.

"Das war absolutes Fairplay", lobte SVW-Coach Christof Brüggemann die Aktion von Reckes Nummer acht. Nach einer emotionalen Achterbahnfahrt wusste er gar nicht so recht, ob er für sein Team Lob oder Tadel verteilen sollte. Er entschied sich für das Lob. "Das war ein Punkt des Willens. Wir gehen kleine Schritte." Ähnlich hält es auch sein Kollege auf Recker Seite, Marc Wiethölter: "Wir haben mit den Siegen gegen Hauenhorst und gegen Hörstel im Pokal eine tolle Woche hinter uns. Wenn man beide Halbzeiten sieht, muss man damit leben. Wir sind gut zurückgekommen, haben aber auch gezeigt, was uns noch zu einer Spitzen-Mannschaft fehlt."

Starker Beginn der Piggen

Vor allem in der Anfangsphase präsentierten sich die mit einer Dreierkette gestarteten Gäste nicht unbedingt als Topteam. Schon in der ersten Minute hatte Ricardo Bredeck nach starker Balleroberung die Wilmsberger Führung auf dem Schlappen, die markierte schließlich der emsige Julius Greshake nach einem "endlich mal wieder richtig gut strukturierten Angriff" (Brüggemann). Bredeck, der auch das 1:0 vorbereitet hatte, legte nach einer Hereingabe Daniel Grolls nach (2:0/29.). Ein Eigentor Mirco Pöhlkers - Kai Brönstrup hatte den SVW-Verteidiger nach einem Freistoß angeköpft (34.) - hielt die Gäste zur Pause im Spiel.

Zu Beginn der zweiten Hälfte pennten die Piggen - und die Recker waren wieder dran mit dem Toreschießen. Rene Heeke vergoldete ein Zuspiel Tim Eßlages zum 2:2 (55.), satte 120 Sekunden später zappelte es dann wieder hinter Wilmsbergs Schlussmann Freddy Teupen. Tobias Klostermann hatte aus der Distanz mit seinem schwachen rechten Fuß getroffen (2:3/57.). 

Und weiter ging die wilde Fahrt: Alex Wehrmann egalisierte nach Groll-Flanke mit dem Schienbein (3:3/67.), ehe Daniel Kammerzell einen Blitz-Konter zur erneuten Führung der Gäste abschloss. Nachdem Wilmsbergs Innenverteidiger Raffael Dobbe für einen seiner langen Einwürfe nach vorne geeilt war, schnappte sich TuS-Keeper Jannik Sriskandarajah die Kugel, erfasste die Situation blitzschnell und holte sich mit einem langen Abschlag den Assist-Punkt. Begünstigt wurde das Ganze jedoch durch ein Missverständnis zwischen Ben Hermeling und Teupen (3:4/77.). Letzterer schlug dann in der vierten Minute der Nachspielzeit den letzten Ball in den Recker Strafraum. Über Niclas Ochse und Niklas Thoms gelangte das Leder zu Buck, der jubeln durfte (4:4/90.+4).

SV Wilmsberg - TuS Recke     4:4 (2:1)
1:0 Greshake (18.), 2:0 Bredeck (29.),
2:1 Pöhlker (34./ET), 2:2 Heeke (55.),
2:3 T. Klostermann (57.), 3:3 Wehrmann (67.), 
3:4 Kammerzell (77.), 4:4 Buck (90.+4)



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