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Bezirksliga 12 - Anschwitzen

Julin Muthulingam vom SC Hörstel war auch schon in der Vorsaison für seine kraftvollen Dribblings bekannt. Nun hat der Offensivmann in Sachen Athletik und Dynamik aber noch einmal zugelegt. Seine Bilanz: elf Tore in fünf Spielen.

Im Sandkasten gereift


Von Christian Lehmann

(22.10.20) Während sich Julin Muthulingam gemeinsam mit seinem Kumpel Christian Biermann in diesem Sommer auf diversen Beachsoccer-Events tummelte, sah es ziemlich düster aus rund um den SC Hörstel. In der Saisonvorbereitung gab der Bezirksligist ein kümmerliches Bild ab und bekam mitunter heftigst auf die Mütze. Auch nach den ersten Auftritten in der Liga schien klar: Das ist der Abstiegskandidat Nummer eins.

Doch es kam anders, und daran hatten vor allem Biermann und Muthulingam ihren Anteil. Mit teils spektakulären Ergebnissen hat sich das Team von Trainer Bruno Graw inzwischen der Abstiegsränge entledigt und rangiert mit neun Punkten auf Rang elf. Am vergangenen Spieltag erlebten er und sein Team einen ganz verrückten Schlagabtausch mit Blau-Weiß Aasee. Kollege Biermann (Urlaub) war unpässlich, eigentlich hätte auch Muthulingam aufgrund einer Verlertzung gar nicht spielen sollen. Kurz vor knapp entschied sich der Stürmer aber doch, es zu versuchen. Nach vier Toren in 77 Minuten darf man festhalten: Es hat sich gelohnt. Beinahe hätten die Hörsteler nach der Auswechslung ihres Torjägers den Sieg noch verdaddelt, am Ende reichte es aber zum dritten Dreier der Saison.

Statistisch gesehen erzielt Julin Muthulingam alle 30 Minuten ein Tor. Für seinen Mega-Lauf mit elf Treffern in fünf Partien hat er eine ganz einfache Erklärung: Er ist so fit wie noch nie. "Als Stürmer hast Du immer mal Phasen, in denen es richtig gut läuft, aber auch solche, in denen nichts klappt. Christian und ich haben den kompletten Sommer über durchtrainiert, auch im Lockdown. Ich bin körperlich in einem Top-Zustand. Ich kann anderen nur raten, in der nächsten Vorbereitung ein paar Einheiten im Sandkasten zu machen. Man hat das Gefühl, man ist viel schneller uns spritziger unterwegs."

Tore geschossen hat Muthulingam auch früher schon wie am Fließband. Beim Beachsoccer ist er - inklusive EM-Nominierung für die Nationalmannschaft - aber erst in der vergangenen Saison so richtig durchgestartet. Mit Kollegen wie Valon Beqiri, Felix Stehr, Nico Stehr (alle Cheruskia Laggenbeck) und Tobias Göttlich (SV Mesum) wurde er mit dem Ibbenbürener BSC souveräner Deutscher Meister. Den Fokus will auch Muthulingam wie Biermann künftig vermehrt auf Beachsoccer legen, in den kommenden Monaten steht er seinem Verein aber voll zur Verfügung. "Ich bin froh, dass wir dem Team helfen können. Wir haben sehr kleinen Kader, und in der Bezirksliga bekommst Du gute Spieler meist nur mit finanziellen Mitteln. Dafür steht der SC Hörstel aber nicht. Momentan passt es gut, wir müssen uns einfach auf unsere Stärken konzentrieren und hinten stabiler sein. Wir kassieren einfach noch zu viele Gegentore. Vorne machen wir eigentlich immer ein Tor."

Die Möglichkeit, den Verein zu wechseln, hatte Muthulingam in den vergangenen Jahren x-mal. "Ich höre mir immer alles an, aber am Ende entscheide ich aus dem Bauch heraus. Es macht auch eigentlich keinen Sinn, eine Liga höher zu spielen und dann irgendwann zu sagen 'Ich bin mal ein paar Wochen weg'. In Hörstel weiß ich, was ich habe."

 

Anschwitzen, der 8. Spieltag

SV Mesum II - Concordia Albachten (Sonntag, 13 Uhr)
"Wenn Du so gegen den Ball arbeitest, kannst Du keine Punkte holen." Mesums Trainer Pascal Wilmes war nach der 1:4-Pleite in Laggenbeck stinkig. Die Hassenbrockler warten noch immer auf ihren ersten Sieg, viel mehr Punkte als der SVM (2) haben bisher auch die Concorden (6) nicht gesammelt. Daheim haben die Hausherren ihre bisher einzigen beiden Punkte geholt.
Muthulingam: 2:1
Heimspiel-Tipp: 0:1

BW Aasee - Borghorster FC (Sonntag, 14.30)
Auf ein neues im Wienburgpark. In ihrer derzeitigen Ersatz-Spielstätte warten die Blau-Weißen derzeit noch auf den ersten Sieg. Gesamt-tabellarisch ist der Liga-16. auch nicht überragend unterwegs. An der Physis, der Moral oder am spielerischen Vermögen mangelt es nicht, davon ist Trainer Andre Kuhlmann überzeugt. Vielmehr hat er den Kopf als Hauptproblem ausgemacht. Beim BFC war der Kopf zuletzt gegen Gelmer erst in der zweiten Halbzeit voll da. Die Borghorster sind erster Jäger des Tabellenführers Greven 09 und stellen mit 20 erzielten Treffern die beste Offensive der Liga.
Muthulingam: 1:4
Heimspiel-Tipp: 2:1

Germania Hauenhorst - SC Hörstel (Sonntag, 15 Uhr)
Nach einem sehr ordentlichen Saisonstart stehen die Hauenhorster in der Tabelle im soliden Mittelfeld, auch Tabellennachbar Hörstel hat sich inzwischen gemausert. Für den Verlierer drohen jedoch wohl ungemütliche Wochen. Die Offensive der Germania ist mit bisher "nur" zehn Treffern ausbaufähig, Hörstels Manko ist augenscheinlich: Mit 23 Gegentreffern stellen die Gäste die zweitschwächste Abwehr der Liga. Nur Schlusslicht SV Bösensell (25) hat es schlimmer erwischt.
Muthulingam: Hauenhorst ist eine physisch sehr gute Mannschaft. Das wird ein enges Spiel, aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir gewinnen - 1:2.
Heimspiel-Tipp: 3:4

GW Gelmer - Emsdetten 05 (Sonntag, 15 Uhr)
Gegen die spielstarken Teams stellt sich Gelmer in der Regel gut an, mitspielen kann Simo Sroubs Truppe. Einzig die Ergebnisse blieben in den vergangenen Wochen aus, mit nur vier Punkten und den ligaweit wenigsten erzielten Treffern (6) steht das Team auf Rang 15. Besser sieht's bei den Dettenern aus, die nach drei Siegen in Serie zum Sprung in die Spitzengruppe ansetzen.
Muthulingam: Das Mittelfeld von Gelmer ist technisch richtig stark, die haben lassen den Ball sehr gut zirkulieren. Vorne fehlt denen vielleicht ein echter Knipser. 1:1
Heimspiel-Tipp: 1:2

TuS Recke - SV Bösensell (Sonntag, 15 Uhr)
Damit das Warten auf den ersten Sieg nicht zum Warten auf Godot wird, fordert Bösensells Trainer Fabian Leifken mehr Mut von seiner Elf. In den vergangenen drei Partien war das Schlusslicht jeweils nah dran an einem Punktgewinn, nun folgt im fernen Recke ein neuer Anlauf. Stattliche 71 Kilometer müssen die Gäste zurücklegen, um zum Spielort zu gelangen. Die sonst so heimstarken Hausherren haben im Fürstenbergstadion ihre Zuschauer bisher mit zwei Siegen aus drei Spielen, aber auch erst fünf erzielten Treffern erfreut.
Muthulingam: 3:0
Heimspiel-Tipp: 2:0

SV Burgsteinfurt - Ibbenbürener SpVgg (Sonntag, 15 Uhr)
Das Duell der beiden Teams, die im Vorfeld der Saison als größte Widersacher des Topfavoriten SC Greven 09 ausgemacht wurden. Auswärts wird der Tabellenfünfte aus Burgsteinfurt den Ansprüchen bisher nicht gerecht, daheim schon (drei Spiele, drei Siege). Genauso ist es bei der ISV, die daheim vier von vier Partien für sich entschieden hat, auswärts jedoch noch gar keine. "Es wird Zeit, dass wir es jetzt auch mal auswärts auf die Kette kriegen", fordert Trainer Heiko Becker.
Muthulingam: Die ISV ist für mich immer noch ein Titelfavorit. 1:2.
Heimspiel-Tipp: 2:1

TGK Tecklenburg - Cheruskia Laggenbeck (Sonntag, 15 Uhr)
Das Duell gab's vor knapp einem Monat schon einmal, damals siegten die Kobbos mit 6:4 im Elfmeterschießen, allerdings machte die Cheruskia über 90 Minuten richtig Dampf. Die Bilanz in den direkten Duellen ist fast ausgeglichen, doch die Laggenbecker (fünf Siege, sechs Remis, vier Niederlagen) haben dabei deutlich mehr Tore erzielt (42:27). Kobbo-Spielertrainer Julian Lüttmann forderte zuletzt in guter, alter Oliver Kahn-Manier Eier von seiner Mannschaft. "Wir brauchen Männer, keine Weicheier! Im Derby musst Du kratzen und beißen!" 
Muthulingam: Laggenbeck spielt eine grundsolide Saison. Zu einigen Jungs in der Truppe habe ich regelmäßig Kontakt. Die gewinnen 3:2, Felix Stehr schießt alle drei Tore.
Heimspiel-Tipp: 2:1

SuS Neuenkirchen II - SC Greven 09 (Sonntag, 15 Uhr)
Mal ernsthaft, wer hätte gedacht, dass das Spitzenspiel des 8. Spieltag am Haarweg stattfindet. Die Neuenkirchener haben sich mit 13 Punkten aus ihren ersten sechs Spielen an das dichte Verfolgerfeld angehängt, mit einem Sieg gegen den Primus wäre sogar Platz zwei drin. Trainer Kevin Dumpe stellt allerdings im Vorfeld klar: "Greven gehört für mich in die Landesliga. Wir werden alles versuchen, sind aber sicherlich nicht der Favorit."
Muthulingam: 0:3
Heimspiel-Tipp: 1:1

Arminia Ibbenbüren - SC Münster 08 (Sonntag, 15.30 Uhr)
Nicht nur von den Abstiegsrängen gehüpft, sondern für Trainer Hubi Ahmann auch endgültig in der Liga angekommen sind die Arminen nach dem 4:1-Erfolg in Bösensell. "Ich habe ein gutes Gefühl", sagte Ahmann am vergangenen Sonntag mit Blick auf die Partie gegen Nullacht. Allerdings haben auch die Gäste schon seit Wochen ein gutes Gefühl, ligaübergreifend hat das Team von Julian Wiedenhöft und Jens Dietrich nun schon sieben Siege hintereinander eingefahren. Am Donnerstagabend hat das Team im Nachholspiel bei Emsdetten 05 allerdings noch ein dickes Brett zu bohren.
Muthulingam: 1:2
Heimspiel-Tipp: 1:3



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SC Münster 08 II 19    65:11 55  
2    TGK Tecklenburg 20    81:24 51  
3    SV Bösensell 19    49:10 49  
4    Neuenkirchen II 20    71:25 46  
5    Arm. Ibbenbüren 19    63:31 45  

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