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Bezirksliga 12

Alois Fetsch (l.) und Thomas Kamp (2.v.l.) sind happy, dass sie Daniel Apke (M.) als neuen Trainer für die erste Mannschaft gewinnen konnten. Unterstützt wird er von Denis da Silva und Pascal Göcke (r.). Foto: Emsdetten 05

Der Rasen ist genug gemäht


von Christian Lehmann

(30.12.21) Passend zum Jahresabschluss hat Emsdetten 05 die Suche nach einem Nachfolger für den am Saisonende scheidenden Chefcoach Markus Heckmann abgeschlossen - und eine bemerkenswerte Lösung gefunden. Daniel Apke kehrt im Sommer nach dann knapp acht Jahren zurück an den Wasserturm. Dass Alois Fetsch den 40-jährigen A-Lizenzinhaber als "perfektes Gesamtpaket" bezeichnet, leuchtet ein.

"Daniel hat bei seinen bisherigen Trainerstationen immer erfolgreich gearbeitet. Mich hat immer beeindruckt, wie akribisch er ist. Ich habe eine hohe Meinung von ihm", erklärt der neue Sportliche Leiter bei den Nullfünfern, Fetsch telefonierte schon während seiner Trainer-Zeit beim VfL Wolbeck häufiger mit Apke. "Er wusste fast alles zu jedem Gegner, konnte zu allen Spielern positionsspezifisch etwas sagen." Dass die Chemie zwischen den beiden stimmt, wurde schon beim ersten Treffen vor Weihnachten deutlich. Aus einem lockeren Gespräch wurde ein viereinhalbstündiger Austausch. "Es hat sich aber längst nicht so lange angefühlt", grinst Fetsch. "Ich habe gemerkt, dass er wieder total brennt."

Rückzug nach Aufstieg mit dem SCA

Eigentlich hatte der Funktionär den künftigen Coach zunächst gar nicht auf dem Schirm, als er mit der Trainersuche begann. "Mir war gar nicht klar, ob er wieder will..." Nach seinem äußerst erfolgreichen Engagement beim SC Altenrheine und dem Landesliga-Aufstieg 2019 hatte sich Apke nämlich im Sommer 2020 aus dem Senioren-Amateurfußball zurückgezogen und war höchstens mal als Juniorentrainer seines Sohnemanns bei Borussia Emsdetten auf dem Fußballplatz zu sehen - aus einem geplanten Engagement beim SC Greven 09 wurde letztlich aus privaten Gründen nichts.

"Die Entscheidung kam damals zu schnell und zu früh, da hing das Herz auch vielleicht noch zu sehr am SC Altenrheine. Jetzt ist ein bisschen Zeit vergangen - und den Rasen zuhause habe ich mittlerweile genug gemäht", betont Apke, der in Emsdetten wohnt und unweit des Wasserturms arbeitet. "Im Zweifel kann ich auch mal mit dem Fahrrad zum Training kommen. Das werde ich mit der Familie und der Arbeit unter einen Hut bekommen. Für mich ist das eine optimale Geschichte", freut er sich auf die neue Aufgabe.

Denis da Silva und Pascal Göcke bleiben

Den Tipp, seinen Schwager mal anzurufen, gab übrigens Denis da Silva. Der aktuelle Co-Trainer der Nullfünfer war bereits beim SCA Apkes spielender Assistent und bleibt auch in der kommenden Spielzeit Teil des Trainerteams, als Torwart-Trainer steht Pascal Göcke weiter parat. Auch er und Apke kennen sich seit Jahrzehnten. "Das Gesamtpaket passt perfekt", meint Fetsch, der ebenso wie Apke eine langfristige Zusammenarbeit anstrebt. "Wir haben viel zu tun, das gehen wir jetzt an." Den Mehraufwand der vergangenen Wochen bedauert er nicht: "Ich hatte einige tolle Gespräche. Das große Interesse hat mir gezeigt, dass Emsdetten 05 immer noch eine tolle Adresse ist."

Daniel Apke kickte als Aktiver für Borussia Emsdetten, den SV Wilmsberg und den SC Füchtorf, ehe er 2011 zu Emsdetten 05 wechselte und dort erst als Spieler, dann als spielender Co-Trainer unter Hans-Dieter Jürgens die Rückkehr in die Landesliga mit ermöglichte. Wenige Wochen vor dem Ende der Saison 2013/14 wurde er gemeinsam mit Jürgens beurlaubt. Von 2014 bis 2016 trainierte er dann Eintracht Rodde und stieg in die Kreisliga A auf. Auch beim SC Altenrheine schaffte er es nach dem knapp verpassten Coup 2018, als der Klub erst im Endspiel der Aufstiegsrelegation im Elfmeterschießen an der Hammer SpVgg II scheiterte, ein Jahr später den Sprung in die nächsthöhere Spielklasse.

"Bezirksliga plus"

Einen besonderen Druck, dieses Kunststück nun auch mit Nullfünf auf Teufel komm' raus schaffen zu müssen, empfindet der Übungsleiter nicht. "Für mich bedeutet Emsdetten 05 'Bezirksliga plus', es gibt hier tolle Gegebenheiten für die Mannschaft und den Trainer - es wird aber auch gerne in Erinnerungen an ruhmreiche Oberliga-Zeiten geschwelgt. Da sind wir aber nun mal nicht. Das erste Ziel in den vergangenen Jahren war es, wieder Ruhe in den Verein zu bekommen. Da hat Markus Heckmann gute Vorarbeit geleistet, da kann ich ansetzen", sagt Apke.

Die Basis, um langfristig erfolgreich zu sein und womöglich irgendwann doch die vorderen Bezirksliga-Plätze ins Visier zu nehmen, sieht aber auch er. Nicht zuletzt dank der Konstellation mit Fetsch: "Ich glaube schon, dass das länger gehen kann. Es ist einfach, sich mit Lois gut zu verstehen. Er hat ein riesiges Netzwerk und macht das, weil er bei Emsdetten 05 etwas bewegen will. Das ist auch meine Intention."

Bezirksliga 12



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