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Bezirksliga 12

BW Aasee schreibt am Drehbuch


Von Christian Lehmann

(15.05.22) Sollte Blau-Weiß Aasee tatsächlich am Ende der Saison noch die Klasse halten, dann könnte dieses Spiel der Schlüsselmoment gewesen sein. Gegen den TuS Graf Kobbo Tecklenburg lag die Mannschaft von Trainer André Kuhlmann schon nach 13 Minuten mit 0:3 hinten, ließ sich aber nie hängen und siegte letztlich dank einer Bärenmoral mit 6:4 (4:3). Bei den Gästen gab es nach der vierten Pleite in Serie Gesprächsbedarf.

"Mir fehlen selten die Worte, heute muss ich aber eigentlich erstmal eine Nacht drüber schlafen", sagte Kobbo-Spielertrainer Julian Lüttmann nach dem Spiel. Nachdem er sich kurz gesammelt hatte, nahm er dann aber doch Stellung. "Wir wissen, dass wir im Abstiegskampf noch das Zünglein an der Waage sein können - von daher ist diese Leistung schon beschämend. Der Sieg für Aasee ist noch um zwei, drei Tore zu niedrig ausgefallen. Warum wir mit 3:0 geführt haben, wissen wir gar nicht. Unsere Körpersprache war ganz schlecht, der Gegner war uns körperlich und mental um einiges voraus. Man kann verlieren - aber nicht so. Das ist nicht akzeptabel. Wir können das nicht durchgehen lassen und einfach zur Tagesordnung übergehen."

Drei Tore in vier Minuten

Die Partie ging eigentlich exzellent los für die Gäste. Nachdem Lukas Schell in der Anfangsphase mit einer exzellenten Parade gegen Max Picht die Null gehalten hatten, schossen die Gäste mit schnellem Direktspiel, aber auch begünstigt durch hanebüchene Fehler in der BWA-Defensive eine 3:0-Führung heraus. Tugay Gündogan brachte sein Team nach tiefem Zuspiel von Spielertrainer Lüttmann in Front (0:1/9.), ehe Lüttmann nach Rückraum-Ablage von Till Guttek (0:2/10.) sowie Guttek nach einem Angriff über die linke Seite (0:3/13.) die Gastgeber vor eine echte Aufgabe stellten. Eine Aufgabe, die BWA annahm.

"Die Jungs sind ruhig geblieben, Spieler wie Jonas Zilch und Bennet Packheiser haben Verantwortung übernommen", lobte Aasees Coach André Kuhlmann. Er sah fortan, wie sein Team im Offensivspiel ein Feuerwerk abbrannte und die Partie schon vor der Pause drehte. Max Picht verkürzte (1:3/17.), ehe Packheiser nach einem Foulspiel von Schell an ihm selbst in der Box vom Elfmeterpunkt der Anschlusstreffer gelang (2:3/20.). Ein abgefälschter Schuss aus dem Rückraum von Packheiser zum 3:3 (34.) und ein weiterer Picht-Treffer kurz vor der Pause (4:3/42.) komplettierten den völlig wilden ersten Durchgang.

Rote Karte gegen Jonas Schäfer

Der zweite stand ihm allerdings in nichts nach: Nach herrlichem Zusammenspiel mit Picht wurde Zilch in der Box von Lucas Hottenträger über den Haufen gelaufen, Packheiser gelang vom Punkt der Treffer zum 5:3 (48.). Auch von einer Roten Karte gegen den verletzt auf der Bank sitzenden Jonas Schäfer wegen einer Beleidigung (53.) ließen sich die Hausherren nicht aus der Konzentration bringen. Leo Mikowsky traf noch die Unterkante der Latte, ehe auch Picht seinen Dreierpack perfekt und damit den Kobbos den Garaus machte (6:3/90.). Ein schwacher Trost: Patrick Neitzerts 30-Meter-Kracher in den Knick zum 6:4-Endstand war immerhin der schönste des Tages.

Das schmälerte die gute Laune Kuhlmanns allerdings kein bisschen. "Wir haben heute die Trainings-Schwerpunkte im Offensivspiel überragend umgesetzt und absolut verdient gewonnen. Die erste Halbzeit spiegelt unsere Saison wieder - die Jungs haben eine Bärenmoral gezeigt. Wir sind jetzt dran, wissen aber, dass wir gegen Bösensell und Gelmer sechs Punkte brauchen."

Antwerpen und Bienemann am Mittwoch im Kader?

Dank ihres starken Zwischensprints brauchen die Kobbos nicht mehr ganz so dringend Zählbares. In Sachen Einstellung, so Lüttmann, müsse sich aber schleunigst etwas ändern. Vielleicht gibt's am Mittwoch im Spiel gegen Cheruskia Laggenbeck ja vielleicht sogar eine große personelle Überraschung. Der vor wenigen Tagen beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern entlassene Marco Antwerpen war beim Spiel an der Bonhoefferstraße zugegen und steht seit Kurzem in der Kaderliste der Kobbos - ebenso übrigens wie Christian Bienemann (39/ehemals SF Lotte, Emsdetten 05).

Ob das prominente Duo tatsächlich in dieser Saison nochmal zum Einsatz kommt, wollte Lüttmann nicht verraten. "Sie könnten jederzeit spielen. Vielleicht hätten wir sie heute schon gebraucht. Viel schlechter als diejenigen, die auf dem Platz standen - inklusive meiner Person - hätten sie es nicht machen können."

BW Aasee - TGK Tecklenburg     6:4 (4:3)
0:1 Gündogan (9.), 0:2 Lüttmann (10.),
0:3 Guttek (13.), 1:3 Picht (17.),
2:3 Packheiser (20./FE), 3:3 Packheiser (34.),
4:3 Picht (42.), 5:3 Packheiser (48./FE),
6:3 Picht (90.), 6:4 Neitzert (90.+1)
Rote Karte: Aasees Schäfer (53./Beleidigung)



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