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Bezirksliga 12-Meister 2021/22: Concordia Albachten

Sensation perfekt - Concordia Albachten ist Landesligist!


Von Christian Lehmann

(22.05.22) Greven oder Burgsteinfurt, vielleicht die ISV oder Münster 08 - das waren die Namen, die uns vor Saisonbeginn von den Trainern als heißeste Meisterschafts-Kandidaten genannt wurden. Aber Concordia Albachten?!? Darauf wäre niemand gekommen. Der Aufsteiger von 2019, der seine ersten beiden - wenn auch nur kurzen - Spielzeiten auf Platz 12 und 14 abschloss, hat sie alle überrascht. Und nun mit einem 6:0 (3:0)-Sieg beim SC Hörstel die Mega-Sensation endgültig perfekt gemacht. Concordia Albachten goes Landesliga! Unglaublich! Unglaublich verdient!

Nachdem zu Saisonbeginn zunächst der Borghorster FC und der TuS Recke von ganz oben grüßten, eroberte die Concordia erstmals am 7. Spieltag die Tabellenführung. Am 13. Spieltag ergatterte sie diese vom TuS zurück - und blieb dort bis zum Ende. Zu den Meilensteinen zählte neben den beiden Siegen gegen Greven 09 sicherlich der 5:2-Husarenritt im Hinspiel bei der Ibbenbürener SpVgg - eine Woche nach der 0:3-Pleite gegen den SV Burgsteinfurt. Albachten fand immer die richtigen Antworten, wenn es brenzlig zu werden drohte. Nachdem die Mannschaft auch das Rückspiel beim SVB deutlich mit 0:4 verloren hatte, schwor Hänsel seine Jungs noch einmal ein. "Von jetzt wird alles gewonnen", forderte er ein - und seine Jungs folgten ihm bis heute.

Nur drei Niederlagen kassierten die Concorden in den bisherigen 32 Partien. Sie waren das beste Team der Hinrunde und sind aktuell das beste der Rückrunde. Gleich fünf andere Teams schossen mehr oder ebenso viele Tore wie die Westmünsteraner, Albachtens Abwehr ist allerdings mit nur 28 Gegentreffern ligaweit mit großem Abstand das Maß aller Dinge. Da soll nochmal einer behaupten, dass der Spruch, "In der Offensive gewinnt man Spiele, in der Defensive Meisterschaften", nicht stimmt. Ach ja, bestes Heimteam und beste Auswärtsmannschaft ist die Concordia übrigens auch noch.

Der Aufstieg ist auch das Produkt eines exzellent zusammen gestellten Kaders. Neuzugänge wie Niklas Frede, Yannick Niehues, Thorben Hövelmann, Thomas Kroker, Lasse Saerbeck, Armani Medford, Toptorjäger Nemanja Kovacevic - sie alle zählten zu den absoluten Leistungsträgern im Team. Es waren aber vor allem auch die alten Albachtener Recken wie Rouven Kievit, Max Heimsath oder Jeroen Eshold, die dem Team Stabilität verliehen. Gepaart mit einem exzellenten Teamgeist und großem Zusammenhalt im Verein war das die Mischung, welche die Männer von der Hohen Geist zum Meister macht. Gratulation!

Zum Spiel

Ihre Anfangsnervosität legten die Albachtener schnell ab. Bei einem Volleyschuss von Julin Muthulingam (4.) hätte mit etwas mehr Fortune auch der Underdog in Führung gehen können. Die besorgte dann auf der Gegenseite Thomas Kroker, der wenig später auch noch das zweite Tor nachlegte - jeweils nach haarsträubenden Abwehrfehlern der Gastgeber. "Wir waren gar nicht so schlecht im Spiel, haben Albachten aber zum Toreschießen eingeladen", meinte SCH-Coach Kai Aulkemeyer. Als Silas Nübel schon nach 23 Minuten auf 0:3 gestellt hatte, konnten die Feier-Utensilien schon mal ausgepackt werden. 

Ganz bitter für Hörstel: Julin Muthulingam fiel kurz vor der Pause nach einem Zweikampf unglücklich auf sein Knie und musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss raus - es wäre seine dritte schwere Knieverletzung. "Dadurch gab's bei uns einen Bruch im Spiel. Das hat etwas mit den Jungs gemacht", meinte Aulkemeyer. Ohne ihren emotionalen Leader hatten die Hausherren gegen in Ballbesitz bärenstarke Gäste nicht mehr viel zu bestellen - erst recht nicht in Unterzahl. Niklas Grotke hatte nach hämischem Applaudieren eine unnötige Gelb-Rote Karte gesehen. Das tat den Albachtener Festspielen, die mit weiteren Treffern von Niklas Frede, Nübel und dem eingewechselten spielenden "Co" Fabian Fröhning garniert wurden.

Aulkemeyer ließ es sich nicht nehmen, zu gratulieren: "Ich glaube, der Großteil der Liga gönnt es Albachten von Herzen. Sie sind absolut verdient Meister geworden." 

SC Hörstel - Concordia Albachten      0:6 (0:3)
0:1 Kroker (6.), 0:2 Kroker (12.),
0:3 Nübel (23.), 0:4 Frede (54.),
0:5 Nübel (74.), 0:6 Fröhning (88.)
Gelb-Rote Karte: Hörstels Grotke (60./Unsportlichkeit)



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