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Bezirksliga 12

Bernd Lakenbrink (r.) war der überragende Mann bei Grevens 5:2-Sieg am Aasee. Foto: Greshake

Lakenbrink-Gala bringt BWA in Nöte


Von Christian Lehmann

(25.09.22) Bernd Lakenbrink stand beim 5:2 (1:1)-Auswärtserfolg seines SC Greven 09 bei Blau-Weiß Aasee für das, was den Hausherren fehlte. In einem lange engen, wilden Match machte der Offensivmann der Gäste mit Finesse, Abschlussqualität und drei Treffern den Unterschied. Für die Männer von der Bonhoefferstraße sieht's in der Tabelle nach nur vier Punkten aus sieben Spielen alles andere als berauschend aus.

"Wir machen einfach unsere dicken Dinger nicht", ärgerte sich BWA-Coach Andre Kuhlmann nach dem Spiel. Vor allem im vogelwilden ersten Durchgang ließen die Gastgeber mehrere dicke Chancen liegen, Neuzugang Collin Borremans traf zweimal nur den Pfosten (30./42.). Seinen Torriecher stellte dagegen Degla Dieu-Donne, genannt "Didi" Aholou unter Beweis. Der kleinste Mann auf dem Platz hatte die Blau-Weißen nach einem Eckball per Kopf in Führung gebracht (1:0/11.). Die Führung währte allerdings nicht lange, Rafael Branquinho staubte nach einem zunächst abgewehrten Schuss Patrick Fechtels zum 1:1-Ausgleich ab (24.).

Kuhlmann: "Typischer Saisonbeginn"

"In der zweiten Halbzeit haben wir uns viel vorgenommen, aber uns fehlt im Moment einfach etwas. Einige Jungs trainieren nicht regelmäßig und bauen dann konditionell ab. Das ist wieder mal ein typischer BWA-Saisonbeginn", haderte Kuhlmann. "Ich bin trotzdem gar nicht so unzufrieden mit dem Spiel. Greven hat für mich die individuell stärkste Mannschaft der Liga." Sein Gegenüber war derweil mit dem Vortrag seiner Jungs vor der Pause alles andere als einverstanden. "Zur Pause kann es auch 6:6 stehen. Unsere Defensivarbeit und unser Umschaltverhalten waren wirklich schlecht. Das ist kein Zustand, deshalb wurde es auch etwas lauter in der Kabine", meinte Grevens Coach Yannick Bauer.

Er sah nur drei Minuten nach Wiederbeginn, dass sich Lakenbrink klasse gegen die halbe Hintermannschaft der Gastgeber durchsetzte und sehenswert zum 1:2 traf. Als Fechtel dann nach Zuspiel von Branquinhof auf 1:3 stellte (57.), hätten die Nullneuner ihren Stiefel solide runterspielen können. Aholou machte es nach einem Borremans-Freistoß allerdings noch einmal spannend (2:3/64.). Erst Lakenbrink machte kurz vor Schluss dem Zittern endgültig ein Ende: Nach Zuspiel seines Bruders Peter stellte er auf 2:4 (84.), mit dem dritten Tor zum 2:5-Endstand (90.+4) krönte er seine überragende Leistung an diesem Tag.

BW Aasee - SC Greven 09     2:5 (1:1)
Tore:
1:0 Aholou (11.), 1:1 Branquinho (24.),
1:2 B. Lakenbrink (48.), 1:3 Fechtel (57.),
2:3 Ahoulou (64.), 2:4 B. Lakenbrink (84.),
2:5 B. Lakenbrink (90.+4)

Grevens Nils Wiethölter (M.) sieht sich einer Blau-Weißen Übermacht gegenüber. Fotos: Greshake


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