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Bezirksliga 12

Machte alle vier Hütten der Riesenbecker: Florian Schocke. Foto: Renger

Schocke(n) heißt das Spiel


Von Fabian Renger

(15.05.24) 0:1, 1:1, 1:2, 2:2. Halbzeit. 3:2, 4:2, 4:3. Ende. Das Spiel um Platz vier der Bezirksliga zwischen Teuto Riesenbeck und dem BSV Roxel war durchaus ansprechende Dienstagabend-Unterhaltung. Besonders großen Bock hatte Teutos Florian Schocke. Der erzielte nämlich alle vier Tore der Gastgeber. Schocke(n) heißt das Spiel - passt in diesen Tagen auch irgendwie, in denen in Riesenbeck die Schützenbrüder richtig Gas am Glas geben. Aber das soll hier mal nicht Thema sein.

Erstmal zu den grundsätzlichen Voraussetzungen. Die Roxeler mussten personell umdisponieren. Keno Lubeseder, Jan Guddorf, Max Knoche und Paul Schudzich fielen kurzfristig aus. Drei von ihnen hatten mehr oder weniger schlimme Blessuren aus dem Burgsteinfurt-Spiel davon getragen. Während des Teuto-Spiels musste Patrick Gockel ebenfalls angeschlagen runter. Aber auch Teuto hatte Laster zu tragen. Kurzfristig stand Philipp Stockmann statt Lukas Wölte im Tor, Julin Muthulingam fiel auch ungeplant aus. "Das war ein Kraftakt. Drei Spiele in sechs Tagen ist echt heftig", stöhnte Riesenbecks Coach Niklas Plake, der seine Mannschaft jedoch gleich mal lobte: "Da sich dann so reinzuhauen, diese Mentalität an den Tag zu legen und so einem Gegner so Paroli zu bieten, ist schon gut." Ja, in Riesenbeck sind sie halt austrainiert. Das weiß man.

Große Maßarbeit

So. Genug aber des Gestöhnes. Wir sind ja nicht bei Only Fans. Gehen wir rein ins Sieben-Tore-Spektakel. Besser in den Flow fanden die Gastgeber. Etwas überraschend gingen jedoch die Gäste in Führung. Und das war Maßarbeit. Daniel Ziegner hebelte Teutos Abwehr mit einem 50-Meter-Diagonalball toll aus, Nico Syskas Laufweg in die Tiefe passte, sein Querpass für Matthias Althaus ebenfalls - 0:1 (22.). Riesenbecks Antwort folgte prompt. Einen erneuten tiefen Ball der Kleeblätter fingen Plakes Männer ab. Aus dem Zentrum ging's raus auf die linke Seite. Fabian Muthulingam trieb an und servierte für Schocke. Der nahm die Kugel runter und parkte sie mit dem zweiten Tor im Netz (27.)

Danach war Feuer frei angesagt. "Beide haben versucht, in Führung zu gehen", fand BSV-Coach Marco Weitz. Er jubelte zunächst übers 2:1, Kai Kleine-Wilke war's. "Ein Eiertor", meinte Plake. 42 Minuten waren um. Hielt nicht lang. Kurz danach prügelte Stockmann einen perfekten Ball über ganze Spielfeld, genau in den Lauf von Schocke. Roxels Goalie Felix Bußmann eilte raus, Schocke spielte den Ball an ihm vorbei und netzte aus spitzem Winkel ein (44.). Bei der Szene blieb Bußmann jedoch liegen. Aus Weitz' Sicht lag ein "klares Foulspiel" vom Torschützen vor. Seis drum. Das Tor zählte. Am vorletzten Spieltag auch nicht mehr so wild.

Plötzlich steht's 4:2

"Ich habe in der Halbzeit gesagt, wir dürfen die Art und Weise nicht auf uns wirken lassen und wir müssen wieder einen klaren, sauberen Ball spielen", empfahl Weitz seinen Jungs, Teutos Spielweise anzunehmen. Also zu malochen und zu fighten. "Roxel war dem dritten Tor näher", meinte Plake. Ja, aber irgendwie war das in diesem komischen Match völlig wumpe. Denn nun Schocke machte seine Tore drei und vier. Einmal war's eine Einzelleistung und ein staubtrockener Abschluss ins linke Eck, das andere eine exzellent ausgedachte und ausgeführte Freistoß-Variante, die Schocke veredelte - 3:2, 4:2 (60./73.). 

"Vier Tore natürlich sind natürlich überragend, er macht jedes Tor sehr stark weg", sagte Plake. "Ich hatte nach dem 4:2 auch kurz die Hoffnung, dass die [Roxel, d. Red.] es gut sein lassen angesichts der Tabellensituation, aber dem war nicht so." Die Kleeblätter schafften jedoch nur noch den Treffer zum 4:3-Endstand durch Adenis Krasniqi (87.). Teuto wird jetzt wohl Vierter sein nach dem letzten Spieltag. "Eine Leistung und Tabellenkonstellation, die wir nicht jedes Jahr in Riesenbeck haben", zeigte sich Plake stolz. Weitz resümierte: "So wie der Spielverlauf war, war's ein verrücktes Spiel. Wir haben auch nicht verdient verloren, es hätte in die eine odere andere Richtung ausgehen können." Andererseits: Schönes Wetter, geiler Platz, sieben Tore. Schöner Dienstagabend. Und Zeit zum Wunden lecken haben die Roxeler ja auch jetzt.

Teuto Riesenbeck - BSV Roxel 4:3 (2:2)
0:1 Althaus (22.), 1:1 Schocke (27.)
1:2 Kleine-Wilke (42.), 2:2 Schocke (27.)
3:2 Schocke (60.), 4:2 Schocke (73.)
4:3 Krasniqi (87.)



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