Bezirksliga 12
Marx ist der dritte im Bunde
von Christian Lehmann
(06.05.25) Da haben wir unseren Anspruch auf Aktualität sträflich vernachlässigt. Bereits Anfang April wies uns Wacker Mecklenbeck darauf hin, dass sich in Bezug auf das Trainerteam für die kommende Saison etwas getan hat. Für Daniel Efker, der bereits vor Monaten seinen Rückzug zum Saisonende bekannt gegeben hatte, steigt David Marx neu in die lila-weiße Trainer-Troika ein. Knapp einen Monat später erinnert uns Efker: "Wollt ihr dazu nicht noch was schreiben?" Na klar wollen wir das. Auch Journalisten sind nur (vergessliche) Menschen. Sorry!
2022 stieg David Marx bei Wacker Mecklenbeck ein. Bei den Stadtmeisterschaften am Berg Fidel stand er überraschend als Flying Goalie zwischen den Pfosten. Zuvor hatte der geniale Mittelfeldspieler viele Jahre lang beim TuS Altenberge und beim SC Preußen Borghorst geglänzt.
Zuletzt stand der Routinier - auch und vor allem aufgrund einer langen Verletzungs-Historie - nicht mehr regelmäßig auf dem Feld. Sein Wert für und sein Einfluss auf das Team ist jedoch weiterhin enorm, wie Jan Walczak herausstellt: "Davon war für mich bei seinen Einsätzen in der Halle schon immer der erste Ansprechpartner. Wir wussten, dass wir komplett auf einer Wellenlänge liegen. Als dann Daniel Efker mitgeteilt hat, dass er zum Saisonende aufhört, war er der erste auf unserer Ideenliste. Für ihn ist es jetzt vielleicht der richtige Moment, um die Seiten zu wechseln. Gemeinsam mit Walczak und Stefan Bischoff soll Marx künftig zum gleichberechtigten Trainertrio zählen. "Er ist kein Co-Trainer oder so einen Quatsch. Wir sprechen mit einer Stimme", macht Walczak deutlich.
"Wir freuen uns sehr, mit David eine spannende und zugleich authentische interne Lösung gefunden zu haben. Als Spieler erkennt und bespielt er Räume, die nur wenige sehen – seine Spielintelligenz ist außergewöhnlich", betont Wackers Abteilungs-Vorsitzender Nicolas Hendricks. "In Kombination mit seinem pädagogischen Hintergrund und dem hohen Ansehen, das er innerhalb der Mannschaft genießt, sind wir zu hundert Prozent von ihm überzeugt." Marx selbst kommentiert seine neue Aufgabe so: "Ich freue mich riesig auf die neue spannende Aufgabe in der kommenden Saison. Die Jungs kenne ich ja bereits und freue mich nun, sie demnächst von der Trainerseite begleiten zu können."
Kreispokal-Halbfinale steht an
In der Bezirksliga hat Wacker als aktuell Tabellenfünfter einen richtig guten Weg eingeschlagen, am Donnerstag (8. Mai) könnte das Team die gemeinsamen Jahre mit dem scheidenden Coach Efker nun mit einem echten Highlight krönen - dem möglichen Einzug ins Kreispokal-Endspiel. Auf dem Hauptplatz an der Egelshove empfangen die Mecklenbecker um 18.45 Uhr allerdings mit dem Oberligisten 1. FC Gievenbeck einen ganz dicken Brocken.
"Wir hatten kurz über den Ascheplatz nachgedacht", scherzt Jan Walczak aus dem Trainerteam. Besonders für den langjährigen Gievenbecker Christian Keil, der passend zum Spiel des Jahres in Topform ist und dies mit einem Dreierpack beim 4:1-Derbysieg in Wolbeck unterstrich, wird es ein spezielles Spiel. Beim Hallenturnier in Nienberge hatte es zwar bereits ein Wiedersehen mit seinem Ex-Verein gegeben. Aus dem Finaltriumph im Winter Schlüsse für das Outdoor-Kräftemessen zu ziehen, wäre aber sicherlich unangebracht. Jonas Dirksen, ehemals früherer 49er und zuletzt starker Vertreter des wieder genesenen Keepers Lucas Exner, wird die Partie jedoch verletzungsbedingt verpassen.
Bei den Hausherren weigert man sich derweil, schon vor dem Anstoß die weiße Flagge zu hissen: "Wir freuen uns einfach drauf. Wenn man es realistisch betrachtet, ist es eine David gegen Goliath Geschichte. Auf dem Papier haben wir keine Chance - aber die wollen wir nutzen", sagt Walczak. "Wenn wir es über die komplette Spielzeit hinbekommen, mit großer Leidenschaft zu verteidigen, wird es jedenfalls nicht einfach für Gievenbeck."







































