Bezirksliga 12
Abschied der Alteingesessenen
von Christian Lehmann
(18.11.24) Niklas Plake und Dennis Esch verbindet nicht nur ihre aktuelle Trainertätigkeit bei der ersten Mannschaft von Teuto Riesenbeck. Beide sind 33 Jahre jung und dem Verein seit etlichen Jahren eng verbunden. Am Saisonende hören beide im Vogelsang auf - und hinterlassen tiefe Spuren.
"Wir hätten sehr gerne mit den beiden weitergemacht", sagt Christoph Büscher. Der Sportliche Leiter des SV Teuto betont, dass die Entscheidung des Duos nichts mit der aktuellen sportlichen Situation zu tun hat. Die ist im Übrigen gar nicht mal so schlecht. In der Bezirksliga belegt das Team aktuell einen soliden 9. Platz, zudem stehen die Riesenbecker im Kreispokal-Halbfinale. "Bei Niklas sind es überwiegend private Gründe, er möchte nach 15 Jahren bei der Ersten kürzer treten", erklärt der Funktionär. Esch, inzwischen im insgesamt elften Jahr Trainer bei Teuto, hat derweil noch nicht endgültig entschieden, ob er bei einem anderen Verein weitermacht. "Es ist schade, aber wir können die Beweggründe der beiden natürlich nachvollziehen. Wir führen nun erste Nachfolger-Gespräche, in die sind die beiden natürlich involviert", so Büscher.
Plake will "keine Kompromisse" machen
"Jeder, der mich kennt, der weiß, dass mir die Entscheidung richtig schwergefallen ist", sagt Niklas Plake, der vor zwei Wochen Vater wurde. Seine Tochter ist dann auch der primäre Grund für die Entscheidung: "Ich habe für mich entschieden, dass ich mehr Zeit für die Familie haben möchte und nicht bereit bin, Kompromisse zu machen. Ich werde zu Beginn der nächsten Saison auf keiner Trainerbank sitzen. Die Prioritäten liegen jetzt woanders", stellt er klar. Zurückblicken will er erst im Mai oder Juni: "Es war eine ewig lange Zeit, die ich hier verbringen durfte. Ich will die Spannung gerne bis zum Schluss hochhalten. Wir können den Pokal nochmal gewinnen, das Endspiel ist in dieser Saison Riesenbeck. Wir haben noch einiges vor." Plake stand in dieser Saison sogar wieder häufiger selbst auf dem Platz.
Auch Esch ist Vater zweier Kinder. Er könnte sich allerdings vorstellen, weiterhin als Trainer tätig zu sein. "Ich glaube, dass es der Mannschaft gut tun wird, wenn sie eine neue Ansprache bekommt. Ich bin jetzt insgesamt elf Jahre Trainer bei Teuto und möchte eine Veränderung haben. Wie die dann im Endeffekt aussieht, lasse ich komplett offen. Wenn es passt, dann ist es gut, wenn nicht, wäre es für mich auch keine Riesenkatastrophe...", betont der Coach, der ebenfalls lange als Spieler für Teuto kickte, nach insgesamt vier Kreuzbandrissen aber früh seine aktive Laufbahn beenden musste und die Fronten wechselte. Er weiß schon jetzt, dass der Abschied im kommenden Sommer nicht leicht wird: "Mir ist wichtig, zu betonen, dass es eine brutal schwere Entscheidung war. Wir haben uns das nicht leicht gemacht. Wir werden weiter 100 Prozent für Teuto geben und alles dafür tun, dass wir eine richtig gute Saison spielen."







































