Bezirksliga 12
Beermann bleibt - mit einem kleinen Haken
von Malte Greshake
(12.12.25) Nach der vorläufigen Beendigung des Ligaspielbetriebs ist für solche Entscheidungen dann endlich Zeit: Falke Saerbeck hat kurz nach Anbruch der Winterpause die Weichen für die Zukunft gestellt und das Arbeitspapier mit Nicholas Beermann verlängert. Der Cheftrainer geht damit in seine vierte Saison an der Seitenlinie der Falken. So weit, so gut. Nur einen Haken gibt es bei der ganzen Sache. "Sollte es wider Erwarten zum Abstieg kommen, behalten sich beide Seiten vor, noch einmal ein Gespräch über die Zukunft zu führen", berichtet Fußballobmann Bernhard Voskort.
Aber bloß nicht falsch verstehen: Grundsätzlich herrscht in Saerbeck weiterhin große Harmonie. "Diese Vereinbarung hat nichts damit zu tun, dass ich mich verpissen will", meint Beermann selbst. "Es geht einfach darum, dass wir uns - in Falle des Abstiegs - nochmal zusammensetzen. Vielleicht wäre es dann ja sinnvoll, dass die Mannschaft einen neuen Impuls bekommt. Im Stich lassen will ich aber natürlich niemanden." Denn weiterhin mache es ihm sehr viel Laune, die teils noch junge Truppe weiterzuentwickeln. "Es war mir zudem auch wichtig, dass die Mannschaft nach der bisherigen Zeit mit mir weitermachen will", so Beermann.
Und das ist der Fall. Was Voskort auch noch einmal betont. "Wir sind super zufrieden mit Nicholas und die Mannschaft auch", meint der Fußballobmann. Beermann sei ein erfahrener Coach, sehr kommunikativ, dazu Saerbecker durch und durch. "Er ist einfach sehr umgänglich", so der Obmann.
Die Kadergespräche laufen
Ja, dem gemeinsamen Weg könnte also lediglich die sportliche Entwicklung im neuen Jahr im Weg stehen. Mit 17 Punkten gingen die Saerbecker als Tabellenzwölfter in die Winterpause. Acht Zähler beträgt aktuell der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Ganz wichtig war noch einmal der 4:2-Derbysieg gegen Teuto Riesenbeck vor knapp zwei Wochen. Auch für den Kopf. Ein paar Zähler mehr hätten die Verantwortlichen dennoch gerne mitgenommen. Ist ja klar.
"Natürlich hätten wir hier und da noch den einen oder anderen Punkt holen können", sagt Voskort. "Aber ihr wisst ja auch: hätte, hätte, Fahrradkette. Es hat nicht sollen sein." Laut Beermann hätte sich sein Team vor allem zu Saisonbeginn für viele gute Spiele nicht belohnt. "Wir waren einfach nicht effektiv genug vor dem gegnerischen Tor", erläutert er. "Das ist ein Punkt, den wir angehen müssen. Insgesamt will ich aber nicht zu sehr nach unten gucken. Wir müssen uns auf uns konzentrieren. Denn wir haben die Qualität, drei Mannschaften hinter uns zu lassen und eine gute Rolle in der Liga zu spielen."
Parallel zur Trainerverlängerung laufen in Saerbeck auch die Gespräche mit den Spielern. Große Umbrüche sind aktuell nicht geplant "Natürlich kann es immer ein paar Fragezeichen geben", erklärt Voskort und nennt Fabian Erber als Beispiel, der altersbedingt kürzertreten könnte. Aber das sind im Moment alles Spekulationen, spruchreif ist nichts. Voskort ist dennoch Optimist: "Wir gehen davon aus, dass wir mit gleichen Truppe neue Saison gehen."




































