Bezirksliga 12
TuS-Gala holt BFC-Pokalhelden auf den Boden der Tatsachen zurück
Von Christian Lehmann
(30.11.25) Am vergangenen Wochenende hatte sich der Borghorster FC im Kreispokalspiel gegen den SV Burgsteinfurt noch in einen Rausch gespielt. Der Kater stellte sich acht Tage später ein. Im nächsten Derby beim TuS Altenberge bekamen die Piggenadler aber mal so richtig einen verbraten. Die Hügeldörfler schlossen mit der 5:1 (3:0)-Gala gegen den BFC ein fantastisches Fußballjahr überragend ab.
"Dafür gibt es keine Erklärung", sagte Borghorsts Coach Roland Jungfermann nach dem Spiel und suchte doch nach Ansätzen: "Wir können Fußball spielen, davon bin ich weiterhin überzeugt. Wir haben uns heute nicht so gewehrt, waren nicht so energiegeladen wie noch im Spiel gegen Burgsteinfurt. Das sind vor allem Dinge, die sich im Kopf abspielen. Wir waren zu leise, keiner ist vorangegangen und hat mal ein Zeichen gesetzt. Altenberge hat unseren Jungs gezeigt, dass es im Fußball nicht nur um Taktik, sondern auch um Leidenschaft geht. Vielleicht ist es ganz gut, dass jetzt erstmal Pause ist. Wir haben in der Hinrunde einfach zu wenig performt."
Assist und Doppelpack von Adler
Die Borghorster verzeichneten zwar in der ersten Halbzeit etwas mehr Ballbesitz, für gefährliche Aktionen sorgten jedoch überwiegend die Hausherren. Nach einem Ballgewinn von Maxi Adler an der Mittellinie schickte dieser Niklas Klapproth auf die Reise, der sich die Chance zum 1:0 nicht entgehen ließ (19.). Wie gallig die Hügeldörfler an diesem Nachmittag waren, zeigte sich wenig später, als sich nach einem Fehlpass von Pascal Hölker gleich drei Teamkollegen in einen Schuss von BFC-Co-Trainer Luca Jungfermann warfen, um einen Treffer zu verhindern. Die Belohnung gab's auf der Gegenseite, wo Adler zunächst nach einem Fehler von Luca Peppenhorst profitierte und zum 2:0 abstaubte (25.), ehe er nach einem Fehlpass Granit Hysenajs im Aufbau und Zuspiel von Florian Schocke auch noch zum 3:0 traf (33.).
In Durchgang zwei belohnte sich Schocke für seine starke Leistung dann auch noch mit einem Treffer. Nach Vorlage von Kai Hintelmann legte der das Leder laut seinem Coach "richtig sexy in die Tasche". Ohnehin hatte Altenberges Übungsleiter Dennis Brunsmann nur lobende Worte für den Stürmer übrig. "Ich messe einen Stürmer nicht nur an seinen Toren. Für mich ist Florian Schocke ein überragender Zocker. Er ist mit 110 Prozent dabei, kann dazu auch noch richtig gut Fußball spielen."
Krummes Ding zum 5:1
Das trifft auch auf Borghorsts Lyon Meyering zu, der in der zweiten Halbzeit eingewechselt worden war mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 4:1 sein 15. Saisontor erzielte (70.). Ein Wutschuss mit einem kleinen Makel aus Altenberger Sicht. "Das muss ich mir nochmal angucken, wer da den Kopf einzieht. Das gibt ein paar Extra-Liegestütze im Training...", kündigte Brunsmann an. Seine gute Laune steigerte sich noch, als Marc Wenning-Künne den zögernden Peppenhorst angelaufen und ein ganz krummes Ding zum 5:1-Endstand erzwungen hatte (88.). Mit gefühlt einem km/h trudelte das Leder in aller Seelenruhe über die Torlinie.
Brunsmann hatte sich das Pokal-Derby in Burgsteinfurt angeschaut und offensichtlich die richtigen Schlüsse gezogen. "Das war aber nicht vergleichbar. Das war heute von der ersten bis zur letzten Minute eine unfassbar gute Leistung meiner Mannschaft, auf die ich sehr, sehr stolz bin. Wir waren in allen Belangen deutlich griffiger und besser im Spiel. Meine Jungs waren sehr geil auf den Sieg."
TuS Altenberge - Borghorster FC 5:1 (3:0)
1:0 Klapproth (19.), 2:0 Adler (25.),
3:0 Adler (33.), 4:0 Schocke (59.),
4:1 Meyering (70.), 5:1 Wenning-Künne (88.)



































