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Die Farbe des Jerseys passt zur Daniel Strotmanns Laune nach der jüngsten Niederlage.

Sassenberg zahlt viel Lehrgeld


von Jan Ahlers

(05.11.14) Nicht wenige dürften sich beim VfL Sassenberg an den 14. Juni erinnern. Nach einem fulminanten 4:0-Sieg in der Relegation über die Spielvereinigung Oelde knallten im Nordosten des Münsterlandes die Korken, der Aufstieg in die Bezirksliga war endgültig unter Dach und Fach gebracht. Ein Punkteschnitt von gut 2,3 Punkten pro Partie und über 100 Tore rechtfertigten den Aufstieg - alle freuten sich auf die bevorstehende neue Herausforderung.

Doch seitdem ist nicht nur ein Sommer des Umschwungs vorbeigezogen, mittlerweile befindet sich der VfL im grauen und tristen Herbst. Und Neu-Trainer Daniel Strotmann, der Sven Frommer und Marco Ruhe mit Ablauf der Meistersaison beerbte, sieht sich gleich vor schwerwiegende Probleme gestellt - beim VfL läuft es momentan überhaupt nicht nach Plan.

Im Normalfall gilt: Die zweite Saison ist für einen Aufsteiger die schwerste, denn in der ersten kann man die Euphorie der Teilnahme in einer neuen Spielklasse nutzen, um sich frühzeitig von den unteren Plätzen zu distanzieren. Beim VfL Sassenberg funktionierte dies jedoch nur zwei Spieltage lang: Seit der 2:5-Niederlage beim SV Herringen am dritten Spieltag ist der Wurm drin im Spiel der Strotmann-Elf, die seitdem nur ein Spiel für sich entschieden.

Krasse Patzer kosten die Punkte

Die Fehler sind offensichtlich. "Wir sind fast immer auf Augenhöhe, verlieren kaum ein Spiel deutlich. Aber es gibt kein Team, welches wohl schon so viele Punkte leichtfertig verschenkt hat wie wir", fasst Strotmann das Dilemma zusammen, welches ihren Ursprung zu großen Teilen in der Defensive nimmt: Eine über weite Strecken des Spiels sattelfeste Abwehr leistet sich zu Uhrzeiten, die niemand prognostizieren kann, plötzlich unerklärliche Fehler.

"Am dritten Spieltag begann es im Spiel gegen Herringen", blickt Strotmann zurück. Fünf Gegentreffer - fast alle waren vermeidbar. Auch bei den Spielen gegen den TSC Hamm (4:4) und in Westönnen (3:4) wirkte der Defensivverbund des Aufsteigers ganz und gar nicht sattelfest. Wurde die Abwehr in der abgelaufenen Kreisligasaison etwa nicht genügend gefordert? Schon damals kassierte der VfL immerhin 40 Gegentore in 28 Spielen - verhältnismäßig viel für einen souveränen Aufsteiger.

Damals wurde jedoch vieles durch eine überragende Offensivreihe um Johannes Vogelsang und Stefan Wortmann wettgemacht, die sich ein eifriges Wettrennen um die interne Torjägerkanone lieferten und zusammen über fünfzig Tore erzielten. In der Bezirksliga haben sie es jedoch längst nicht so leicht. "Viele Gegner sind gewarnt und stehen denen schon ordentlich auf den Füßen", weiß Strotmann. Umso höher sind die sieben bisher erzielten Tore Vogelsangs zu bewerten.

"Irgendwann reicht es auch mal!"

Doch zurück zum Ursprung der mäßigen Ergebnisse, aufgrund derer sich Sassenberg mittlerweile auf dem ersten Abstiegsplatz wiederfindet. "Ich kann es mir auch kaum erklären", so Strotmann, der manchmal kapitale Fehler mitansehen muss: "Das kann man nicht trainieren - das muss sitzen. Zumeist machen wir es über weite Strecken gut und schenken dann die Tore her." Und er geht noch weiter: "Ich würde gerne mal eines unserer Tore so erzielen, wie wir sie kassieren."

Der letzte Gegner, der die nett verpackten Geschenke annahm, war TabellennachbarÖffnet internen Link im aktuellen Fenster Westfalen Liesborn - und das auch noch doppelt kurz vor Schluss nach Sassenberger Führung. "Irgendwann reicht es auch mal", so ein zerknirschter VfL-Coach, der kein Blatt vor den Mund nahm: "So sind wir nicht ligatauglich." In der Tat sollte sich der VfL vor der Winterpause schleunigst fangen. Besonders auswärts gibt es für die Mannschaft meist nichts zu holen (zwei Punkte aus sechs Spielen), während am heimischen Telgenkamp immerhin ab und zu ein Ausrufezeichen gesetzt wird, wie beispielsweise das Öffnet internen Link im aktuellen Fenster3:0 über die Warendorfer SU. Doch auch dieser verfehlte bekanntermaßen die erhoffte nachhaltige Wirkung.

Fest steht: Sollte das Heimspiel gegen den Tabellenletzten SV Lippstadt 08 II ebenfalls in den Sand gesetzt werden, stehen am Feldmarksee unruhige Zeiten bevor, selbst die Rote Laterne könnte dann bereits winken. Und auch Strotmann hatte durchaus schon ein besseres Gefühl: "Da geht es schon um ziemlich viel. Lippstadt ist kein schlechtes Team, das wird eine verdammt unangenehme Aufgabe." Zudem gewannen die Lippstädter das letzte Spiel mal eben mit 6:0 - somit wird wohl zumindest ein Team mit viel Selbstvertrauen auftreten...

 



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Pl. MannschaftSp. TorePkt.
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2    SG Sendenhorst 29    84:25 73  
3    FC Nordwalde 28    86:24 71  
4    Germ. Hauenhorst 28    81:27 70  
5    VfL Billerbeck 28    79:24 68  

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