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Bezirksliga 7

Mit Mut zur Meisterschaft?


von Fabian Renger und Christian Lehmann

(06.02.20) Wenn man daraus lernt, dann können sportliche Misserfolge durchaus wohltuend sein. Bei der SG Bockum-Hövel scheint der Abstieg aus der Landesliga in der vergangenen Spielzeit Kräfte freigesetzt zu haben. Nach 17 Spieltagen führt die Mannschaft von David Schmidt das Klassement souverän mit vier Punkten Vorsprung vor dem SV Drensteinfurt an.

"Vielleicht haben wir ein bisschen zu viel auf Qualität und weniger auf das Menschliche geachtet. Wir hatten eine schlechte Stimmung in der Mannschaft", räumt der Spielertrainer Fehler in der Vorsaison ein. Insgesamt acht Jahre Oberliga-Erfahrung bringt der 31-jährige Innenverteidiger, der seit 2016 in Bockum-Hövel spielt, mit ein. Er ist bei weitem nicht der einzige Routinier in der Truppe, die als extrem spielstark und ausgebufft beschrieben wird.

Fünfmal Training in der Woche 

Der Stamm des Teams ist nach dem Abstieg weitestgehend zusammen geblieben. Ein paar junge, hungrige Spieler aus dem eigenen Stall hat der Trainer dazu genommen. Platz eins hatte man im Hammer Vorort nicht fest angepeilt, ein wenig überrascht ist man von der Entwicklung schon. "Na klar reden einige jetzt vom Aufstieg, aber das ist mir ein bisschen zu früh", sagt Schmidt. "Wir spielen eine gute Serie, aber abgehoben ist bei uns keiner. Ich weiß, dass sich das doof anhört, aber wir schauen wirklich von Spiel zu Spiel." Viel wird sich am ersten Spieltag nach der Winterpause entscheiden, wenn die SG den direkten Verfolger SV Drensteinfurt empfängt. Mehr Spitzenspiel geht nicht. Dass er sich läppisch auf diese Partie vorbereitet, kann man dem Tabellenführer wahrlich nicht vorwerfen: Momentan wird fünfmal die Woche trainiert.

Die Mannschaft spielt häufig im 4-2-3-1-System, kann aber auf Gegner und Spielsituation variabel reagieren. Die grundsätzliche Marschroute, die Schmidt vorgibt, sieht gepflegtes Kurzpassspiel vor. "Wir gehen auch mal ins Risiko und haben den Mut, auch mal Fehler zu machen", sagt der Coach. 

Im Zentrum stark besetzt

Der frühere Sechser Marc-Andre Wohlrat (33) zählt auf der Zehnerposition zu den tragenden Säulen der Truppe. "Er könnte noch bis zum 40. Lebensjahr weiterspielen", sagt Schmidt über die sensationelle Physis des Polizisten. Im defensiven Mittelfeld ziehen nunmehr Mike Rieping (22) und Semir Burnic (31) die Fäden. Beide haben auch schon höher gespielt. "Die beiden ergänzen sich prima, jeder weiß, was der andere tut", lobt der Spielertrainer das Duo. Gerne hätte er auch noch häufiger auf Dominik Orlowski zurückgegriffen, der das Team beim letzten Aufstieg 2018 mit 28 Toren in die Landesliga geschossen hat. Aufgrund von Hüftproblemen kam der einstige Knipser allerdings nur zu drei Kurzeinsätzen. Inzwischen unterstützt er das Trainerteam.

Für die Tore sorgen nun andere: Rafael Lopez Zapata hat schon acht Saisontore, neben Furkan Öztürk haben auch Jannick Kastner und Mustaq Al Berdan ihren exzellenten Riecher mit je sechs Buden nachgewiesen. Beide stießen erst im August zum Team und haben nicht alle Spiele bestreiten können. Vor allem Kastner hat eine gute fußballerische Ausbildung genossen, er durchlief die Talentschmiede des VfB Stuttgart und des SC Paderborn und spielte später mit Schmidt bereits bei Westfalia Rhynern zusammen. Al Berdan schoss 2018 die Hammer SpVgg zum Aufstieg in die Landesliga und war bis zum vergangenen Sommer für die IG Bönen aktiv.



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3    SV Bösensell 19    49:10 49  
4    Neuenkirchen II 20    71:25 46  
5    Arm. Ibbenbüren 19    63:31 45  

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