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Bezirksliga 7

"Wir fühlen uns wohl, aber..."


von Christian Lehmann

(05.02.20) Traditionell war es beim SV Drensteinfurt in den vergangenen Jahren so, dass das Team im Sommer - in der Regel speziell zur Schützenfest-Zeit im Ort - nicht so recht aus den Puschen kam. Auch in dieser Spielzeit verlief der Saisonstart trotz zweier Siege zum Auftakt nicht optimal, doch die Stewwerter steigerten sich und haben mit 37 Punkten die beste Hinrunden-Bilanz ihrer Geschichte hingelegt. Obwohl sich das Team von Trainer Oliver Logermann bisher nah am Optimum bewegt, ist einer besser: Die SG Bockum-Hövel liegt mit vier Punkten Vorsprung an der Spitze. Schon am ersten Spieltag des neuen Jahres geht es für den SVD im Hammer Stadtteil um Barfuß oder Lackschuh.

"Wenn wir verlieren sollten, ist Platz eins futsch. Das sollte klar sein", betont Logermann. Der 35-jährige (Ex-)Stürmer, der schon für den Öffnet externen Link in neuem FensterBVB, Preußen Münster, Emsdetten 05 und den TuS Hiltrup gespielt hat, hat die Truppe im Sommer 2017 von Ivo Kolobaric übernommen und Stück für Stück näher an die Ligaspitze herangeführt. In der vergangenen Spielzeit rangelte das Team lange mit der IG Bönen um Platz eins, wurde am Ende jedoch nur Dritter und ließ RW Westönnen den Vortritt in die Relegation. Nun darf's gerne ein wenig mehr sein. "Loge" schätzt die Spielklasse und mag die vielen tollen Anlagen, hätte aber auch nichts dagegen einzuwenden, wenn seine Jungs in der kommenden Spielzeit in der Landesliga zocken. "Wir fühlen uns wohl in der Liga, aber wir würden auch gerne mal etwas anderes sehen."

Schwache Vorbereitung - Logermann ist "stinkig"

Vor dem richtungsweisenden Spitzenspiel könnte die Ausgangslage allerdings besser sein. "Wir haben gar keine gute Vorbereitung. Ich bin auch etwas stinkig auf die Jungs, wenn ich ehrlich bin", räumt der Coach ein. Trainingsbeteiligung und -fleiß lassen bisher zu wünschen übrig, bisher gab es zwei Testspiel-Pleiten gegen Borussia Münster (1:5) und den TuS Wiescherhöfen (1:3). Am Wochenende musste die geplante Partie beim SC Greven 09 abgesagt werden, weil Drensteinfurt keine elf Spieler auf den Platz bringen konnte. "Wir wollten im Winter eigentlich im taktischen Bereich arbeiten, das war bisher leider so gut wie nicht möglich. So wie die Vorbereitung bisher läuft, brauchen wir das Wort Aufstieg nicht in den Mund nehmen", grantelt Logermann.

Auch personell gab es einen großen Rückschlag: Christoph Lübke, Taktgeber, Abräumer und Quarterback in der SVD-Defensive, droht mit einem Bandscheibenvorfall bis zum Saisonende auszufallen. Derzeit befindet sich der Verein in aussichtsreichen Gesprächen mit einem möglichen Ersatzmann, trotzdem wiegt der Ausfall des Westfalenliga-erfahrenen Hünen, der im Sommer vom Rather SV kam, schwer. "Wenn er wirklich lange ausfällt, wird uns das sehr weh tun", weiß Logermann.

Castro, Lübke und Ziegner als Leader

Spieler, auf die der Coach nur ungern verzichten würde, sind Diogo Castro und Daniel Ziegner, zwei weitere unter etlichen ehemaligen Hiltrupern im Kader. Stürmer Castro hat mit 17 Treffern in 16 Spielen seinen Wert fürs Team untermauert, Ziegner ist mit neun Hütten zweitbester Torschütze - und das als Innenverteidiger! Das liegt zum einen daran, dass der Kapitän ein extrem sicherer Elfmeterschütze ist, zum anderen aber auch an seiner Stärke bei Standards. 

Im Sog vieler erfahrener Spieler, die auch schon höherklassig Erfahrungen sammelten, haben sich einige "Drensteinfurter Jungs" in den vergangenen Jahren exzellent entwickelt. Leon van Elten ist schon eine halbe Ewigkeit dabei, zu den jungen Wilden zählen derweil Markus Fröchte, Dennis Popil oder Alexander Pankok. 

Hinspiel-Revanche angepeilt

Zwei Testspiele stehen vor dem Auftakt zur Restserie noch an. Am Sonntag treffen die Jungs aus dem Erlfeld daheim auf den SV Wilmsberg (13.30 Uhr), am Donnerstag ist der TuS Ascheberg zu Besuch (19.30 Uhr). Dann geht's gegen Bockum-Hövel und den SC Sönnern, bei dem Drensteinfurt am 4. Spieltag die zweite von insgesamt drei Pleiten bisher kassiert hatte, um die Wurscht.

"Bockum-Hövel ist eine sehr erfahrene Truppe. Sie stehen hinten sehr stabil und sind abgezockt. Das wird ein schweres Spiel", hofft Logermann auf die Revanche für das 0:2 aus dem Hinspiel, in dem sein Team trotz Niederlage eine starke Leistung ablieferte. Neben dem Primus erwartet der Übungsleiter auch noch RW Westönnen und den TuS Freckenhorst im Titelrennen. "Westönnen war für mich bisher der beste Gegner."



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