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Bezirksliga 7

Unterschiedmacher: Diogo Castro (l.), der sich hier einer Attacke von Freckenhorsts Kapitän Daniel Jaspert erwehren muss, traf doppelt für den SVD.
Auch Falk Bußmann (r.) stellte seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis.

Castro verhilft Drensteinfurt zum Traumstart


Von Christian Lehmann

(12.08.19) Bestes Wetter, Schützenfest-Stimmung, 200 Zuschauer - und zwei Teams, die unbedingt wollten. Das Kreisderby zwischen dem SV Drensteinfurt und dem TuS Freckenhorst war einem Auftaktspiel würdig. Beim 3:1 (2:0)-Erfolg der Stewwerter ging es mitunter richtig nickelig zur Sache. Den Unterschied zwischen einer blutjungen TuS-Kombo und physisch beeindruckend starken Hausherren machten wohl auch die Präsenz, Erfahrung und Ausgebufftheit des SVD.

"Wir hatten vier 18-Jährige auf dem Platz. Auf der anderen Seite standen mit Castro, Lübke, Schulze-Geisthövel oder Bußmann riesige Spieler, die den Unterschied machen können. Es war ein sehr ordentliches Bezirksligaspiel. Wir sind ein guter Gegner gewesen, aber Drensteinfurt hat verdient gewonnen. Wir haben mit Sicherheit an Qualität hinzu gewonnen, aber in diesem Spiel hat man auch gesehen, was uns noch fehlt", bilanzierte Freckenhorsts Trainer Christian Franz-Pohlmann. 

Mit langen Bällen erfolgreich

Für seinen Gegenüber Oliver Logermann war es ein Traumstart. "Ich hatte schon im Vorfeld ein gutes Gefühl. Es war ein typisches Auftaktspiel. Wir wussten, dass auch verbal viel auf uns zukommt. Wir haben uns aber gut gewehrt. Dass spielerisch noch nicht alles perfekt laufen würde, war zu erwarten." 

Sein Plan, aus einer Dreierkette heraus immer wieder mit langen Bällen auf die Hünen in vorderster Front zu agieren und auf zweite Bälle zu wetzen, ging zunächst voll auf. Schon nach 20 Sekunden hatte Dennis Popil so die erste Großchance, nach drei Minuten besorgte Diogo Castro dann mit einem Schlenzer von halblinks das 1:0. "Auf der Führung haben wir uns ein bisschen ausgeruht, monierte Logermann, dessen Truppe hernach mit einer Viererkette spielte und die Gäste machen ließ. Stan Schubert jagte den Ball aus aussichtsreicher Position knapp drüber (25.), Nermin Bahonjic scheiterte an SVD-Keeper Tobias Kofoth (32.). Kurz vor der Pause schockte dann Falk Bußmann die Gäste mit dem Treffer zum 2:0 (43.).

Rote Karte gegen Karayaz

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum: Der TuS war engagiert, der SVD konsequenter. Pierre Jöcker traf frei vor dem Drensteinfurter Kasten nur den Innenpfosten, kurz darauf sorgte erneut Castro nach einem Angriff über die rechte Seite für die Entscheidung (3:0/63.). Dem Frust über den unglücklichen Spielverlauf ließ anschließend Jeron Karayaz freien Lauf. Nachdem er an der Außenlinie getunnelt worden war, senste er Yannick Niehues von hinten um und sah folgerichtig die Rote Karte (66.).

"Er wollte ihn mit Sicherheit nicht verletzen, war aber unzufrieden mit dem Spiel und seiner Leistung. Da hat man auch die Unerfahrenheit gesehen", meinte Franz-Pohlmann. "Mir hat trotzdem gut gefallen, wie die Mannschaft auch in Unterzahl nie aufgesteckt und alles in die Waagschale geworfen hat." Nachdem auch Unland am Aluminium gescheitert war (65.), belohnten sich die Freckenhorster für ihren Aufwand in der 89. Minute. Nach einem Foulspiel an Unland im Sechzehner verwandelte Schubert den fälligen Elfmeter zum 3:1-Endstand.

Popil ragt heraus

Hinten raus mussten die Hausherren auch dem temporeichen, intensiven Spiel Tribut zollen. Tim Bothen, Tobias Brune, Yannick Niehues und Falk Bußmann mussten allesamt verletzt oder entkräftet raus. Weil auch Valentin Kröger kurz vor Schluss nicht mehr weiter machen konnte, beendeten auch die Stewwerter die Partie zu zehnt. Ohnehin hatten dem Team Schützenfest-bedingt schon einige Spieler gefehlt. "Gut, dass wir so einen Kader haben", meinte Logermann, der vor allem von der Leistung Dennis Popils schwärmte, der neben Lübke und Castro zu den auffälligten Protagonisten zählte. "Das war das beste Spiel von ihm, das ich je gesehen habe."  

Der erste Spieltag der Bezirksliga 7 lieferte einige verrückte Ergebnisse. So kassierte die Reserve der Hammer SpVgg, nächster Gegner des SV Drensteinfurt, eine 2:10-Klatsche beim letztjährigen Abstiegskandidaten TuS Oestinghausen. Eine ganz knifflige Aufgabe müssen derweil die Freckenhorster lösen. Sie empfangen Westfalia Soest, eine hochtalentierte, junge Truppe, die am 1. Spieltag den ambitionierten Landesliga-Absteiger Viktoria Rietberg mit 4:0 auseinandernahm. "Ich habe mir die Jungs schon selber angeschaut", sagt Franz-Pohlmann. Die sind bärenstark und werden definitiv oben mitspielen", ist sich der Coach sicher.

SV Drensteinfurt - TuS Freckenhorst     3:1 (2:0)
SVD:
Kofoth – Niehues (69. Kröger), Bothen (31. Ressler), Lübke, Höveler - A. Schulze-Geisthövel, van Elten, Popil, Brune (57. M. Schulze-Geisthövel) - Castro, Bußmann (74. Töns).
Freckenhorst: Hart - Karayaz, Jaspert, Kretzer (59. Harbert), Tünte (57. Krolikowski) - Mattews (79. Unland), Schange, Bonin - Jöcker, Schubert, Bahonjic (46. Simon).
Tore: 1:0 Castro (3.), 2:0 Bußmann (43.),
3:0 Castro (63.), 3:1 Schubert 
Rote Karte: Freckenhorsts Karayaz (66./grobes Foulspiel).



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