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Bezirksliga 7

Die gute Bilanz ist futsch: Dierk Meincke und SG Oestinghausen müssen in der nächsten Saison erneut Anlauf nehmen, um sich oben in der Tabelle festzubeißen. Der Coach ist davon überzeugt, dass es schwieriger wird. Foto: Teipel

"Wieso sollten wir klagen?"


Von Christian Lehmann

(22.04.21) 22 Punkte aus acht Spielen - diese Fabelbilanz ist für SG Oestinghausen jetzt erstmal futsch. Die am Montag für das gesamte Verbandsgebiet des FLVW verkündete Saison-Annullierung macht die bisherigen Leistungen des Bezirksliga 7-Spitzenreiters nichtig. Wir haben mit Trainer Dierk Meincke gesprochen und ihn unter anderem gefragt, wie sich das anfühlt.

 

Hallo Dierk. Wie habt ihr auf die Verband-Entscheidung von Montag reagiert? Aus den Socken gehauen hat sie euch vermutlich nicht...

Meincke: Überrascht hat uns das nicht mehr, aber es ist natürlich sehr schade. Ich habe in meiner Trainer-Laufbahn schon so einiges erlebt, das noch nicht. Ich bin jetzt seit zwei Jahren in Oestinghausen, eine vernünftige Saison gab's in dieser Zeit bisher nicht. Es tut mir besonders leid für die Jungs. Die haben wahnsinnig viel Gas gegeben und sich während der gesamten Pause immer fit und bereit gehalten. Wir hatten den riesigen Wunsch, die hervorragenden Leistungen in dieser Saison mit dem Aufstieg zu krönen. Wir haben das Wort Aufstieg nie in den Mund genommen, zuletzt aber schon daran geglaubt. Vor allem, wenn es zu einer Saison-Wertung nach 50 Prozent der Spiele gekommen wäre.

 

Es gibt einige Vereine, die tabellarisch ähnlich gut dastanden wie ihr und nun rechtliche Schritte gegen die Saison-Annullierung erwägen. Bei euch ist das aber nicht der Fall...?

Meincke: Wir haben uns in den vergangenen Monaten ein bisschen im Stich gelassen gefühlt und hätten uns bei all den verständlichen rechtlichen Hindernissen eine klarere Linie des Verbands gewünscht. Der Rahmenspielplan für die nächste Saison hätte etwas früher vorliegen dürfen, außerdem wäre es doch ganz schön gewesen, wenn zum Beispiel die Bezirksliga-Ersten für den Westfalenpokal zugelassen worden wären, damit nicht alles, was wir erreicht haben, umsonst ist. Aber letztlich machen die doch auch nur ihren Job und tun ihr Bestes. Es ist eine sportliche Entscheidung, nach acht Spielen ist es für eine Wertung der Saison einfach zu früh. Wieso sollten wir klagen? Das ist doch völliger Quatsch! Das sollen andere von mir aus machen, aber uns liegt das fern. Sobald das wieder möglich ist, werden wir jetzt erstmal mit den Jungs erstmal eine Meisterfeier machen und so richtig einen raushauen (lacht). 

 

Bleibt die Ausrichtung für die nächste Saison dieselbe? Oder steigen die Erwartungen?

Meinke: Wichtig ist erstmal, dass wir wieder an die Murmel dürfen, das saftige Grün und das Bierchen danach genießen können. Wir sind von den ersten fünf, sechs Mannschaften in der Tabelle wahrscheinlich die mit dem geringsten Etat und mussten mit Ausnahme des Spiels gegen Sünninghausen jedesmal hart kämpfen, um die Punkte mitzunehmen. Wir haben für die Bezirksliga top Bedingungen und würden uns gegen einen Landesliga-Aufstieg sicher nicht wehren, aber wenn man sich die Verstärkungen anderer Vereine anschaut, wird es für uns doppelt schwer, das Ergebnis zu bestätigen und einen Platz unter den top drei zu erreichen. Mit einer Platzierung zwischen Platz vier und sechs könnten wir auch leben. Es macht uns jedenfalls stolz, zu sehen, wie sich die Jungs in den vergangenen Monaten entwickelt haben.

 

Drei Neuzugänge (Niklas Senk, Matthias Boldt, Lukas Steinlein) habt ihr in der Corona-Pause bereits eingetütet. Wird es noch weitere geben und wie sieht der Fahrplan bis zum Start der neuen Saison aus?

Meinke: Wir haben noch Ausschau nach einem Rechtsverteidiger gehalten, da hat sich aber nichts ergeben. Der Kader ist groß genug, wir finden da eine andere Lösung und sehen die Kaderplanung als beendet an. Bis zuletzt haben wir regelmäßig in Zweiergruppen trainiert, das war allerdings mehr Bewegungstherapie. Trotzdem war es wichtig, dass die Jungs ihr Ballgefühl nicht komplett verlieren. Wir machen jetzt erstmal Schluss - auch, um ein bisschen Abstand zu gewinnen. Die Vorbereitung wird früh beginnen, denn ich glaube, dass wir bei dem einen oder anderen ein paar Kilos abtrainieren werden müssen. Da ist in diesem Jahr schließlich nicht nur die Weihnachtsgans, sondern auch der Schoko-Osterhase hängen geblieben (lacht). Ich habe auf jeden Fall riesigen Bock, bald wieder ohne Einschränkungen und mit Schmackes wieder auf dem Platz zu stehen.

Bezirksliga 7



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