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Bezirksliga 7 - Anschwitzen

Stefan Kaldewey (l.) und der TuS Freckenhorst spielen eine verdammt starke Runde bislang.

Die Rechnung mit der weißen Weste


Von Fabian Renger

(30.09.21) Die Rechnung ist bisher ganz einfach: Gewinnt der TuS Freckenhorst ein Pflichtspiel, kassiert er kein Gegentor. Das war sowohl im Kreis- als auch im Westfalenpokal in der ersten Runde so. Und das war bei seinen vier Siegen in der Liga so. Sobald der TuS ein Gegentor kassiert, verliert er. Glaubt ihr nicht? Ist aber so - seht euch das 1:4 gegen die SG Telgte vor drei Wochen an oder das 2:4 gegen den FCE Rheine in der zweiten Runde des Westfalenpokals vor einer Woche. Weiße Weste, alles gut also?

"Wenn's 4:0 steht, wollen wir trotzdem kein Gegentor kriegen und bleiben trotzdem sehr bemüht, das Tor zu verhindern", erklärt Stefan Kaldewey, seit dieser Saison Kapitän des TuS. Doch woran liegt das sonst? Einmal am gesamten Team, das im Kollektiv defensiv eine gute Figur abgebe. Und natürlich gehöre auch ein bisschen Glück dazu, findet Kaldewey.

Eine Menge Erfahrung

Vielleicht - und sehr wahrscheinlich - liegt's (auch) an der Erfahrung der TuS-Hintermannschaft. Sechser Kaldewey davor, dahinter in der Kette Leute wie Timo Achenbach oder Sven Hoeveler. Alle drei spielten bereits in der Regionalliga, alle drei spielten bereits in der Oberliga. Bezwinge die erstmal. Gucken wir uns an dieser Stelle aber mal genauer diesen Stefan Kaldewey an. 29 Jahre jung ist er, 2020 kam er vom damaligen Oberligisten RW Ahlen in den Feidiek. Vorher kickte er in Lippstadt und beim SC Preußen Münster in der Reserve. Sein Heimatverein: Der TuS Freckenhorst.

Nach der C-Jugend verließ er den TuS in Richtung Münster. "Es war klar, dass ich irgendwann zurückkommen und dem Verein helfen möchte. Dann war nur die Frage: Wann", sagt Kaldewey. Dann kam Corona, in Ahlen ging's nicht weiter. Es war der passende Zeitpunkt. Heinz Goldmann und Coach Christian Franz-Pohlmann vom TuS bemühten sich um ihn, ein paar Probetrainings später war für Kaldewey klar: Ich komme wieder. Mit Marian Brügger, Bernd Kieskemper oder Timo Achenbach waren einige bekannte Gesichter bereits im Feidiek.  Gibt's eigentlich noch Erinnerungen an früher? "In der C-Jugend haben wir Warendorf geschlagen", weiß Kaldewey, der die TuS-B-Jugend trainiert, noch und lacht. Das vergisst du nie. 

Das Tippspiel der vergangenen Woche  gewann Heimspiel-Mitarbeiterin Ina Krüer übrigens knapp mit 5:4 gegen Drensteinfurts Schnapper Steffen Scharbaum.

Anschwitzen, der 6. Spieltag

SG Telgte - VfL Wolbeck (Do., 19.45 Uhr)
Langsam muss es doch wohl mal was werden, lieber VfL Wolbeck! Aus den ersten vier Spielen gab es nur zwei Punkte. Natürlich: Der Umbruch aus dem Sommer braucht scheinbar weiter seine Zeit und die Niederlagen gegen die Spitzenmannschaften aus Westönnen und Freckenhorst waren nicht verwerflich. Chancenlos war der VfL allerdings bislang nie. Kann er sich nichts für kaufen. Wie wäre also das: Im Derby gewinnt  ihr in der 93. Minute mit 2:1? Klingt gut? Wie das funktioniert, zeigte Cappel erst voriges Wochenende gegen Telgte...
Heimspiel-Tipp: Das Derby bringt dem Tabellenvorletzten Wolbeck den ersten Dreier. 0:1. Das Tor fällt allerdings nach 88 Minuten - und ausnahmsweise mal über die linke Bahn.
Kaldewey: 1:1

SVE Heessen - SC Sönnern (So., 15 Uhr)
"Jede Niederlage ist ärgerlich. Aber Soest war mehrere Klassen besser als wir. Wir müssen das die Woche über aufarbeiten und gegen den SC Sönnern eine Reaktion zeigen", gab SVE-Spielertrainer Rouven Meschede nach der 1:4-Pleite auf der Öffnet externen Link in neuem FensterVereins-Homepage als Marschroute aus. Wer sich da die lange Liste an Verletzungen durchliest, bemerkt: Mannschaftsarzt in Heesen müsste man sein....
Heimspiel-Tipp: Das Tabellen-Nachbarschaftsduell der Siebten und Achten entscheidet Heessen mit 3:0 für sich.
Kaldewey: 3:1

SV Drensteinfurt - TuS Freckenhorst (So., 15 Uhr)
Steigt der TuS, aktuell Tabellenzweiter, eigentlich auf? "Ich hoffe, dass es so weitergeht", sagt der Kapitano, betont aber umgehend: "Dafür ist es noch zu früh und wir reden auch nicht drüber. Auch wenn's doof klingt: Wir gucken von Spiel zu Spiel. Wen du bis Weihnachten da oben mitmischt, ist das wieder was anderes." Aber bis dahin, das weiß er, kann noch viel zu viel passieren. Schade, schade, hätte ja klappen können...:D
Heimspiel-Tipp: 0:3
Kaldewey: 0:2

Hammer SpVg II - Westfalen Liesborn (So., 15 Uhr)
Es mutet seltsam an. Im letzten Testspiel der Hammer gegen die SpVg Beckum II flog Hamms Florian Schlottmann mit glatt Rot vom Platz. Der Referee nahm den roten Karton jedoch zurück,  wie HSV-Coach Robin Grosch uns gegenüber erklärte. Der Schiri habe die Karte zurückgenommen und ihm dies auch so bestätigt. Von der roten Karte war zudem im Nachgang weder bei fussball.de zu noch in den Offiziellen Mitteilungen zu lesen. Schlottmann lief für die Hammer sodann auch am ersten Spieltag gegen BW Sünninghausen aus. Ein Fehler, BWS legte Protest ein und bekam durch das Bezirkssportgericht Recht. Statt eines 2:1-Siegs für den HSV hat Sünninghausen nun mit 2:0 am grünen Tisach gewonnen. Die Begründung des Gerichts ist Öffnet externen Link in neuem Fensterbeim WA nachzulesen: "Weil die HSV den Spieler mit dem Wissen der Roten Karte im Punktspiel eine Woche später eingesetzt hatte, habe sie das alleinige Risiko getragen – unabhängig davon, dass der Name des Spielers für die Partie in Sünninghausen im DFB.net nicht mit einem Sperrvermerk versehen war." Der HSV sieht sich dennoch weiter im Recht und geht jetzt eine Instanz weiter an Verbandssportgericht. Gegen Oestinghausen ließ Grosch Schlottmann sicherheitshalber draußen, u.a. gegen Sönnern spielte er wieder mit. Für dieses Spiel habe ihm der Staffelleiter Herbert Nüsken höchstpersönlich die Spielberechtigung schriftlich bestätigt, so Grosch. Komische Nummer...
Heimspiel-Tipp: Egal, wer spielt. Hamm schlägt die ersatzgeschwächten Liesborner mit 3:1
Kaldewey: 2:1

SF Ostinghausen - SuS Cappel (So., 15 Uhr)
Nach so einem langen Absatz machen wir es diesmal kurz. Der Zehnte empfängt den Elften. Das vergangene Duell der beiden Teams in 2020 endete 2:2, davor gab im Jahr 2016 einen 6:3- und im Jahr 2015 gar einen 6:4-Auswärtserfolg des SuS. Trainer war jeweils bereits Benedikt Bilstein, wenn wir uns nicht irren. Genug Fakten.
Heimspiel-Tipp: Damals waren die Bedingungen und Spieler andere. Aber es bleibt dabei: Cappel gewinnt. Offiziell lautet das Endresultat 2:3. Überraschend, aber egal. 
Kaldewey: 3:0

TuS Germania Lohauserholz-Daberg - BW Sünninghausen (So., 15 Uhr)
Kaum zu glauben, aber neben Westfalia Soest ist der TuS Germania die einzige Kombo, die bislang ohne Niederlage geblieben ist. Der Vergleich hinkt, die Männer aus dem Hölzken haben auch erst viermal gekickt, zugegeben. Trotzdem bemerkenswert. Schließlich punktete Lohauserholz in der Vorsaison überhaupt erst im sechsten Spiel.
Heimspiel-Tipp: Letztmals trafen beide am 25. Oktober 2020 aufeinander. Es war das letzte Spiel vorm Corona-Abbruch. Damals siegte Lohauserholz 4:3. Diesmal wird's ein 1:0 für die Hausherren.
Kaldewey: 3:1

SW Hultrop - TuS SG Oestinghausen (So., 15 Uhr)
Der viel zu unkonzentrierte Auftritt vor der Pause mit viel zu vielen langen Bällen und massenweise Fehlern nagte an Oestinghausens Cheftrainer Dierk Meincke. Nach der Pause wurde dies deutlich ansehnlicher. Neubeckum unterlag der Meincke-Truppe schlussendlich mit 1:4. Dank der Leistungssteigerung war das okay. Das Problem: Dank des Platzverweises für Niklas Senk hat Meincke nun keinen Stürmer mehr zur Verfügung. Lars Werthschulte und Nick Weber fehlen verletzungsbedingt ja auch noch ein Weilchen. Nicht, dass der Coach später noch selbst ran muss...
Heimspiel-Tipp: Dervis Ustaoglu macht den Weber, Werthschulte und Senk in einem und trifft zum 0:3.
Kaldewey: 2:2

SV Neubeckum - Westfalia Soest (So., 15 Uhr)
Notgedrungen musste Bengt Pfeiffer in der vergangenen Woche gegen Oestinghausen sogar selbst auf den Acker und sein Saisondebüt feiern. Das war gar nicht so geplant. Ging aber nicht anders. Der SVN kriecht auf dem Zahnfleisch. Und jetzt kommt auch noch Soest zum SVN. Die Mannschaft von Ibou Mbaye überzeugte gegen Heessen auf ganzer Linie, schaltete konsequent um und machte alles das, was ihr Trainer so wollte.
Heimspiel-Tipp: Sechstes Spiel, sechster Sieg, wieder ein glücklicher Mbaye. 1:4. (sorry, SVN...)
Kaldewey: 0:2. Auch wenn ich mir natürlich was anderes wünschen würde.



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Kreisliga A Münsterland

Pl. MannschaftSp. TorePkt.
1    SF Gellendorf 1    6:3 3  
2    SuS Stadtlohn II 1    1:1 1  
3    Ammeloe 1    1:1 1  
4    Vorwärts Epe II 0    0:0 0  
5    Matellia Metelen 0    0:0 0  

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