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Bezirksliga 7

Ein Verwaltungsmodus, der mal geplant war


Von Fabian Renger

(25.10.21) Das ist jetzt auch nicht alltäglich. Zur Halbzeitpause hatte Westfalia Soest gegen BW Sünninghausen die Hausaufgaben erledigt und 5:0 geführt. Es folgte nur noch ein Treffer, den Simon Kötter nach 51 Minuten besorgte. 6:0. Der Endstand. Eine fast 40-minütige Torlosigkeit. Das ist dann meistens nicht so gewollt. In diesem Fall war dies aber wirklich so geplant. Was besonders schön war: Dass Kevin Mehlhorn zum 1:0 einschoss.

"Wir haben gesagt, dass wir das Spiel in der zweiten Halbzeit verwalten und den Ball laufen lassen wollen, um ein paar Körner zu sparen", erklärte uns Soests Übungsleiter Ibou Mbaye. Er dachte wohl schon an die nächste Woche, wenn die Soester zum TuS SG Oestinghausen reisen. Keine dumme Taktik, freilich.

Wie lief es sonst so für den Tabellenersten? Super. Unterschätzen wollten die Hausherren den Tabellenvorletzten aus Sünninghausen keinesfalls. Und dies tat Mbayes Truppe auch keineswegs. Sie nahm BWS ernst, gab von Beginn an Vollgas. "Die Einstellung hat mir gefallen, wir sind in die Zweikämpfe gegangen", kommentierte der Coach. Schnell fielen die Tore wie reife Früchte. Mehlhorn (7.), Mario Jurss (14./43.), Eckhard Geisthövel per Foulelfmeter (22.) sowie Luke Neitzner (31.) waren erfolgreich.

Mehlhorn gibt immer 100 Prozent

Dass das 1:0 aufs Konto von Mehlhorn ging, freute Mbaye richtig. Der 19-Jährige ist erst vor der Saison aus der U19-Westfalenliga-Truppe, deren Kapitän er war, in die Erste gekommen. "Er ist immer beim Training und hat kein einziges Mal gefehlt, er gibt immer 100 Prozent. So wie man es sich als Trainer wünscht", kommentierte der Soester Übungsleiter überglücklich. Was ihn auch beglücken dürfte: Jurss steht dank seines Doppelpacks inzwischen bei sagenhaften 18 (!) Saisontoren.

Das Muster der Tore beim Kanter-Heimsieg war meistens relativ einfach zu entschlüsseln: Soest kam hinter Sünninghausens Kette und spielte von dort flach ins Zentrum. Easy. Richtig war schön indes vor allem Neitzners Hütte rausgespielt. Mohamed Kourouma ist eigentlich Verteidiger und glänzte hier als Vorbereiter. Von hinten marschierte er nach vorne, spielte mehrfach mit unterschiedlichen Teamkollegen einen Doppelpass, um abschließend von Außen schön zu flanken und Neitzner zu finden. Auch das wünscht man sich so als Trainer.

Westfalia Soest - BW Sünninghausen 6:0 (5:0)
1:0 Mehlhorn (7.), 2:0 Jurss (14.)
3:0 Geisthövel (22./FE), 4:0 Neitzner (31.)
5:0 Jurss (43.), 6:0 Kötter (51.)



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