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Bezirksliga 7

Kolja Zeugner ist ab sofort nicht mehr zuständig für den VfL Wolbeck. Foto: Teipel

"Familie geht vor": Zeugner tritt in Wolbeck zurück


Von Fabian Renger

(19.08.22) Früher gab's freitags immer Fisch. Jetzt gibt's freitags offenbar immer Trainerwechsel in der Bezirksliga 7. In der vorigen Woche vermeldeten wir das Aus von Mario Zohlen bei der SG Telgte. An diesem Freitag ist der VfL Wolbeck dran. Kolja Zeugner informierte am Mittwoch den Verein und am Donnerstag die Mannschaft darüber, dass er ab sofort nicht mehr Trainer der ersten Mannschaft sein möchte. Eine ähnlich wie bei Zohlen ziemlich überraschende Neuigkeit - nicht zuletzt aufgrund des Zeitpunktes.

"Er hat das begründet mit seinem Nachwuchs, dem zweiten Kind - das ist alles nicht mehr händelbar. Er sagt, es kriegt es nicht mehr hin", erklärt Wolbecks 1. Vorsitzender Jörg Pöppelbaum am Freitagmorgen im Gespräch mit uns. Zeugner wurde vor eineinhalb Monaten zum zweiten Mal Vater. "Ich habe gemerkt, dass ich beiden Aufgaben nicht mehr gerecht werde", sagt Zeugner. Der Aufwand, eine Bezirksliga-Mannschaft zu trainieren, steht auf der einen Seite der Medaille - auf der anderen die familiären Verpflichtungen. Man muss dazu wissen, dass Zeugner in Laer wohnt. Und damit stets eine halbe Weltreise zum Training auf sich nahm.

Pöppelbaum: "Maximal nachvollziehbar"

"Ich hab gemerkt, dass beides nicht mehr in einem Einklang steht. Dann geht die Familie vor", sagt Zeugner. Damit hat er natürlich nicht Unrecht.  Pöppelbaum zeigt Verständnis: "Das ist für mich als Familienvater maximal nachvollziehbar, für uns aber schade, weil man das sicherlich anders gedacht hätte." Der Vereinschef lobt den scheidenden Coach nochmal für dessen "tolle Fachkompetenz und gute Ausbildung. Sicherlich ist er vielleicht sogar für die Bezirksliga überqualifiziert mit dem Wissen, was er hat und kann." Steine legte der Club Zeugner selbstredend nicht in den Weg. Freilich überrascht bloß der Zeitpunkt, in der Woche nach dem ersten Spieltag.

"Es ist sicherlich wichtig, einen Trainer zu haben, der mit voller Motivation und vollem Aufwand dahinter steht", hält es Zeugner für den richtigen Schritt. "Für die Mannschaft tut's mir wirklich Leid. Es ist mir schwer gefallen, mich von ihr zu verabschieden." Während Zohlen in Telgte aber seine Trainerlaufbahn für beendet erklärte, will Zeugner das nicht tun. Mur aktuell passe das halt nicht. "Wer weiß, wie das in ein paar Jahren aussieht..."

Hölscher übernimmt - wie lange auch immer

Die Frage nach dem 'Wie geht's weiter' hat der Verein aber auch schon gelöst. Vorerst wird Zeugners bisheriger Co-Trainer Daniel Hölscher die Truppe übernehmen. "Dann bleib' ja nur noch ich übrig", flachst Hölscher. Er ist 32 Jahre alt und damit drei Jahre jünger als Zeugner, wie sein bisheriger "Chef" ist er A-Lizenz-Inhaber. Er hält es für den "logischen Schritt", dass er nun erstmal aufrückt. "Ich habe gerne mit ihm [Zeugner, d. Red.] zusammengearbeitet", sagt Hölscher, der gar nicht so viel verändern will, sondern den eingeschlagenen Weg nun fortführen möchte. Die Mannschaft sei intakt, befindet er. Pöppelbaum berichtet derweil von absolut positiven Reaktionen aus dem Team, dass Hölscher der Nachfolger sei. Die Mannschaft hätte Lust auf Hölscher.

Wie lange der es machen soll? Ende offen. Pöppelbaum: "Ob es für immer ist oder nur bis zur Winterpause und dann bekommt er jemanden gleichberechtigt dazu - das wissen wir noch nicht."  Dafür sei es auch zu früh, ergänzt Hölscher. Wichtiger sei es kurzfristig, sich nach dem 1:3 gegen Telgte zum Auftakt nun aufs schwere Heimspiel gegen den Tabellenführer SF Ostinghausen am Sonntag vorzubereiten und zu fokussieren, um dort das Maximale rauszuholen. Alles weitere müsse man sehen. Pöppelbaum springt zunächst als Co-Trainer ein - natürlich aber nicht als Dauerlösung. "Gespräche laufen", verrät Hölscher, kann aber am Freitagmorgen noch keine Namen eines potenziellen neuen Cos nennen. Das werden die Zeit sehen.

Und Zeugner? Der glaubt, sein Team in guten Händen zu wissen. "Daniel ist hochqualifiziert, hat schon viele Einheiten eigenständig gemacht und mich in der täglichen Arbeit gut unterstützt." Klingt doch vernünftig. 

Vielleicht wird aus dem "übrig Gebliebenen" ja dann jetzt die Dauerlösung...

Übernimmt erstmal: Zeugners bisheriger Co Daniel Hölscher. Foto: Renger

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