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Frauen-Landesliga 3 - Spieltagszusammenfassung 24. Spieltag

Nora Kersting (r.) traf doppelt für Nottuln.

Sieben gegen den Abstieg


Von Theresa van den Berg

(14.05.19) An diesem Spieltag kümmern wir uns um die Teams, die noch nicht gerettet sind. Das sind zur Zeit noch sieben an der Zahl. Auch Nottuln gehört dazu - und das nicht erst seit gestern. Aber ist das denn die Möglichkeit? Die Grün-Weißen schafften mit dem klaren 5:1 gegen Telgte den lang ersehnten Absprung von einem direkten Abstiegsplatz - das erste Mal seit dem zwölften Spieltag. Damit kam Nottuln in der Tabelle bis auf einen Punkt an den Gegner aus Telgte heran. Während GW-Trainerin Anna Donner zumindest mit der Leistung bis zum vierten Tor zufrieden war (Opens external link in new windowWN), konnte sich Telgtes Trainer Sebastian Wende die Leistung seiner Schützlinge nicht so wirklich erklären. "Wir waren in der ersten Halbzeit wie gelähmt." Die Folge waren drei Gegentore, die einen Punktgewinn laut Wende in eine sportliche Angelegenheit verwandelten. Die SG nahm sich für die zweite Hälfte viel vor, doch ihre Pläne wurden früh von Denise Waltering durchkreuzt. In der 51. Minute schlug ihr Ball unhaltbar in den Winkel ein. Zu mehr als einem Treffer durch Alexandra Füchtenbusch reichte es an diesem Tag nicht (64.). "Wir hatten noch zwei gute Chancen durch Sandra Brambrink. Wäre uns ein Doppelschlag gelungen, wäre es vielleicht noch einmal spannend geworden", sagte Wende. So ginge der Sieg aber komplett in Ordnung. "Die Nottulnerinnen haben das gut gemacht und gezeigt, dass sie unbedingt da unten raus  wollen." Sein Team sei hingegen in jeglicher Hinsicht zu passiv gewesen. 

Noch schlechter als Telgte und Nottuln stehen jetzt Darfeld und Riesenbeck da. Zwar warf Darfeld alles in die Waagschale, am Ende reichte es aber beim 1:2 in Brochterbeck nicht zu einem Punkt. "Den hätten die Darfelderinnen verdient gehabt", gab Brochterbecks Trainer Jens Hartmann ehrlich zu. Es sei kein schönes Spiel gewesen, in dem beide Mannschaften ihr Glück mit langen Bällen versuchten. "Das war eher Gepöhle als alles andere." Ein Gepöhle, nach dem Hartmann von Glück redete, die drei Punkte in Brochterbeck behalten zu haben. "Zwei mal hat Theresa Elsbecker echt stark gehalten." So gelang den Darfelderinnen nach den vertanen Chancen von Kim Melchers und Wiebke Honrath nur noch der Anschlusstreffer durch Sabrina Laurenz zum 1:2 (81.). 

Noch kein Haken dran

Das neue Schlusslicht Riesenbeck kam mit einer deutlichen 1:4-Niederlage aus Herbern zurück. Zur Halbzeit führte das Team von Thorsten Laszig zwar mir 1:0 durch Denise Büscher, das Ergebnis sei allerdings eher glücklich gewesen. "Es war der Wurm drin. Wir sind über 90 Minuten nicht ins Spiel gekommen und hätten zur Halbzeit schon zurückliegen können."  In der 75. Minute traf Saskia Rehbein durch einen laut Laszig strittigen Foulelfmeter zum Ausgleich für Herbern. Auch wenn Riesenbeck danach noch zwei Möglichkeiten zur erneuten Führung hatte - unter anderem traf Büscher die Latte - sei die Niederlage verdient gewesen. In der Schlussphase schraubten Julia Rummler (79.) und Merle Urban (86. und 90.) das Ergebnis in die Höhe. Damit ist Herbern im Gegensatz zu Riesenbeck nur noch einen Punkt vom endgültigen Ligaverbleib entfernt. 

Genauso wie die Reserve aus Ibbenbüren. "Ich habe noch keinen endgültigen Haken an die Sache gemacht", will sich Trainer Johannes Müller aber nicht zu früh freuen. Die drei Punkte nach einem intensiven Spiel in Flaesheim waren jedoch ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt. Mit 3:2 gewann Ibbenbüren und hatte genug Chancen, für einen höheren Sieg. So sei der Ausgang keinesfalls glücklich gewesen. Zwar ärgerte sich Müller über den frühen Rückstand (2.) - "Ich habe extra gesagt, wir müssen den Ball auch mal lang raushauen und dann spielen wir ihn unserer Gegenspielerin direkt in die Füße" - danach hatte die Arminia das Spiel aber im Griff. "Wir waren klar besser", sagte Müller und sah noch drei Tore seiner Schützlinge. Katharina Eiter per Foulelfmeter (32.), Alicia Harder (51.) und Jennifer Wobker gegen drei Gegenspielerinnen (73.) trafen für Ibbenbüren. Zu mehr als dem Anschlusstreffer reichte es aus Flaesheimer Sicht nicht mehr (84.).

Keine Chance für Gronau

Zwischen den ganzen Abstiegskandidaten darf Gronau nicht fehlen. Nach der Niederlage gegen Wessum trennt die Fortuna drei Punkte vom Relegationsplatz. Beim 0:4 in Wessum war nichts zu holen. "Dafür waren wir zu dominant", sagte Unions Trainer Uwe Stampfer. Überrascht war er allerdings von der Spielweise des Gastgebers. "Die Gronauerinnen haben sich nicht hinten reingestellt und wollten mitspielen." Das kam Wessum entgegen und so nutzten sie den Platz der sich bot. Auch wenn Gronau mit einer Flanke, die an Mann und Maus vorbeisegelte (19.) und Jule Strohmeyers Schuss frei vor dem Tor (28.) durchaus gefährlich war, habe die Fortuna nie die Chance auf einen Punkt gehabt. Die Wessumerinnen erspielten sich eine Vielzahl von Chancen und hätten nach 45 Minuten deutlich höher als 1:0 durch Charlotte Eismann führen können, wenn nicht sogar müssen. Doch sie scheiterten an Latte, Pfosten und mehrmals an Gronaus Torhüterin Michelle Mertens. Und so dauerte es bis zur zweiten Halbzeit, ehe Wessum in Form von Amelie Große Ahlert (68.), Eismann (75.) und Christin Holtkamp (88.) für klare Verhältnisse sorgte. 

 

 



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