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Frauen-Landesliga 3

Sebastian Wende: Seine Mannschaft beschäftigt sich selbständig, ihn beschäftigen seine Jungs.

Abschiedsspiel mal anders?


von Theresa van den Berg

(25.03.20) Das Spiel gegen Ibbenbüren könnte sein letztes für die Borussia gewesen sein. Ein eher unerwartetes Abschiedsspiel. "Das habe ich mir natürlich anders vorgestellt", sagt Stephan Claßen. Ganz anders. Statt einer Saison, die möglicherweise eingefroren und im Sommer neu gestartet wird, wollte sich Emsdettens Trainer mit dem Meistertitel verabschieden. Die Chancen standen nicht schlecht für den Tabellenzweiten der Landesliga. Doch im Moment steht fußballtechnisch alles still. "Einen Haken habe ich aber noch nicht an die Sache gemacht", versucht Claßen optimistisch zu bleiben. Die Mädels halten sich fit, um für den Fall der Fälle bereit zu sein. Lust auf das ein oder andere Spiel hat der Coach selbstverständlich noch, "auch wenn das alles natürlich unglaublich schwierig wird. Mal abwarten." Bis dahin kann sich der Emsdettener, der den Trainerposten im Sommer abgibt, schon mal ein bisschen an die fußballfreie Zeit gewöhnen.


Sich an diese Zeit zu gewöhnen, versucht gerade auch jemand anderes. "Für meine Frau ist es schon fast nervig, alle drei Männer am Wochenende zu Hause zu haben", sagt Sebastian Wende und lacht. Genug zu tun hat der Trainer von Telgte allemal. "Meine Jungs halten mich gut auf Trapp. Trotzdem ist dieses von Null auf Hundert total ätzend." Hausaufgaben hat er seinem Team keine gegeben. "Die Mädels sind alt genug, da muss und will ich nichts kontrollieren." Die Saison zu Ende zu spielen, hält Wende für unmöglich. "Englische Wochen, wenn Scheidingen sonst wo hin muss, sind unter fairen Bedingungen gar nicht möglich." Trotzdem hofft er, dass wenigstens die verbleibenden Spiele nach Ostern zu Ende gespielt werden. "Vielleicht als Freundschaftsspiele, in denen wechselwillige Spielerinnen schon eingesetzt werden können. Hoffen darf man ja mal..."


Saison ohne Sommerpause?

Auch in Ibbenbüren ist gerade nicht ganz so viel los. Für Arminia-Trainerin Katharina Eiter sogar im doppelten Sinne. Die Lehrerin muss nicht nur auf Fußball, sondern auch auf den Unterricht verzichten. Fit hält sich Eiter aber natürlich trotzdem - der Notfallbetreuung sei Dank. "Ich darf schön Pferdchen spielen", sagt sie und lacht. Warum auch nicht. Öfter mal was Neues in diesen Zeiten. Damit ihre Schützlinge nicht komplett auf der faulen Haut liegen, steht drei Mal pro Woche Sport auf dem Programm. "So 45 bis 60 Minuten sollten es schon sein." Dass die Saison komplett zu Ende gespielt wird, ist auch für die Ibbenbürenerin unrealistisch. Gegen eine Verlängerung hätte sie aber nichts. "Vielleicht ohne Sommerpause. Aber wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Da steht die Gesundheit ganz klar im Vordergrund."



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