Die Forderungen erfüllt
von Gerrit Gerwing
(01.12.14) Die meiste Zeit der Hinrunde stand Heike Rheine auf einem Abstiegsplatz in der Regionalliga. Mit dem 2:0 (0:0)-Heimsieg über die Reservemannschaft von Bayer Leverkusen gelang der Mannschaft vom Trainerteam Ludger Hilger und Martin Thale nun der lang ersehnte Sprung ans rettende Ufer. Zusätzlich erfüllte die Mannschaft die zuvor gestellten Forderungen.
"Wir wollten aus den letzten drei Spielen mindestens sieben Punkte holen, das haben wir nun auch geschafft. Auch wenn ich sagen muss, dass ich vor dem Anpfiff gegen Leverkusen auch einen Punkt unterschrieben hätte", blickt Thale auf das vorletzte Spiel der Hinrunde zurück. Denn kurz vor dem Spiel musste Heike auf Vorstopperin Sinah Lütke-Harmölle verzichten. Nicht die beste Ausgangsituation gegen die Werkself.
Aber die Rheinenserinnen ließen sich nicht vom Ausfall aus der Ruhe bringen und begannen die Partie forsch. Zwar fehlte im ersten Durchgang die letzte Durchschlagskraft nach vorn. Leverkusen präsentierte sich insgesamt galliger, richtige Hochkaräter konnte sich der Liga-Zehnte jedoch nicht herausspielen.
Den Gegner analysiert, die Schächen ausgenutzt
Die erste Hälfte nutzten Thale und Hilger dann, um das Spiel der Gäste zu analysieren damit die Mannschaft in der Kabine für den zweiten Durchgang neu eingestellt werden konnte. "Wir haben die Spielerinnen noch mal richtig heiß gemacht und ihnen die Schwachpunkte der Leverkusenerinnen aufgezeigt. Wir wussten, dass hier noch was geht. Leverkusen hat sich nicht als Übermannschaft präsentiert", so Thale weiter.
Direkt nach dem Wiederanpfiff machte sich die Analyse des Trainerteams bemerkbar. Nur zwei Minuten nach dem Seitenwechsel nutzte Carmen Willers die Unordnung im Leverkusener Strafraum, setzte entscheidend nach und stocherte den Ball durch die Beine der Bayer-Keeperin Anna Kling zum 1:0 über die Linie (47.). Mit der Führung im Rücken konnte Heike befreiter aufspielen und kam vermehrt zu Chancen. Lena Gosewinkel traf zunächst jedoch nur die Latte (63.), mehrfach rettete Kling für die Werkself. Nach 77 Minuten sorgte Lena Gosewinkel dann für die endgültige Entscheidung. Mit einer Bogenlampe traf sie zum 2:0. Die Schlussphase überstand Rheine, ohne groß in Gefahr zu geraten.
"Das war eine der besten Saisonleistungen. Kämpferisch hat die Mannschaft alles gegeben. Wir sind alle froh, dass uns nun der Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz gelungen ist", so Thale abschließend. Am kommenden Sonntag schließt Rheine dann die Hinrunde im Nachholspiel gegen Borussia Bocholt ab. Überwintern wird Rheine, unabhängig vom Ausgang, überm Strich.
Heike Rheine - Bayer Leverkusen II 2:0 (0:0)
1:0 C. Willers (47.), 2:0 L. Gosewinkel (77.)




































