Nur nebenher marschieren verhindert keine Gegentore
von Gerrit Gerwing
(13.04.15)Die Warendorfer SU ist in diesem Jahr noch nicht richtig aus den Startlöchern gekommen. Aus den letzten fünf Spielen holte die Mannschaft von Trainer Max Ende nur vier Punkte, zuletzt setzte es sogar drei Niederlagen in Folge. Dabei zeigt der Aufsteiger immer wieder eine bedeutende Schwäche: Vor den Gegentoren geht die WSU nicht mit der nötigen Aggressivität in die Zweikämpfe, sodass die Gegenspieler meist freie Bahn haben. So auch gestern bei der 1:3 (0:3)-Heimniederlage gegen die Sportfreunde Siegen.
"Das ist das gleiche Schema, wie in den letzten Wochen. Spielerisch läuft es eigentlich ganz gut, doch in den entscheidenden Momenten kommen wir nicht in die Zweikämpfe. Wir machen es unseren Gegnern zu einfach Tore zu erzielen", erklärt Ende, der gegen Siegen gleich drei in der ersten Hälfte mitansehen musste. So traf Sabrina Schneider bereits nach sechs Minuten zur Gästeführung, und ein schneller Doppelschlag von Verena Lehnen kurz vor der Pause (40./42.) brachte die WSU dann engültig auf die Verliererstraße. Denn zwischen den Toren eins und zwei hatte die WSU mehrere Chancen auf den Ausgleich, doch weder Maeva Joksch, die in der 20. Minute aus halb-linker Position knapp am langen Pfosten verboeizielte, noch Sandra Blanke, deren Abschluss aus ähnlicher Position etwas zu schwach ausfiel (25.), und auch Gianna Grilles Kopfball aus fünf Metern (32.) wollten einfach nicht den Weg ins Tor finden.
"Siegen war da schon brutal effektiv. Die haben viermal auf unser Tor geschossen und gehen mit 3:0 in die Pause", so Ende, der in der Kabine seine Mannschaft neu motivierte und an den richtigen Stellschrauben drehte. Die WSU kam wie die Feuerwehr auf's Feld und hatte allein in den ersten fünf Minuten vier Hochkaräter auf den Schlappen. Doch erneut zeigte sich neben der fehlenden Aggressivitität in der Defenisive wieder das zweite Problem bei der WSU: zu viele Chancen, zu wenig Tore.
Und beim Blick auf die Uhr wurde klar, je länger es hier 0:3 steht, umso schwieriger wird es auch noch den Bock umzustoßen. "Machen wir in den ersten fünf Minuten den Anschluss, nimmt das ganze Spiel eine andere Dynamik auf". Dem war leider aber nicht so, da das 1:3 erst in der 82. Minute durch Laura Schillo fiel. Das war jedoch zumindest spielerisch fein rausgespielt: Vanessa Otte zieht mit Ball in den 16er und steckt auf Blanke durch. Die täuscht einen Schuss vor vernatzt ihre Gegenspielerin und legt dann ab auf Schillo, die nur noch ins leere Tor schieben muss. Geht doch, leider nur zu spät.
Warendorfer SU - SF Siegen 1:3 (0:3)
0:1 Schneider (6.), 0:2 Lehnen (40.),
0:3 Lehnen (42.), 1:3 Schillo (82.)




































