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Rückschläge gut verdaut

 

von Gerrit Gerwing

(10.05.15) Nach dem 7:2-Rekordsieg in der Vorwoche über Schlusslicht CfR Links Düsseldorf hatte die Warendorfer SU im Heimspiel gegen die Reservemannschaft vom VfL Bochum am heutigen Sonntag einen Gegner anderen Kalibers zu bespielen. Gerade im Vorfeld der Partie trübten zahlreiche Verletzungen und Ausfälle die Erfolgsaussichten beim Aufsteiger. Als dann nach nicht einmal einer Viertelstunde auch noch ein Rückstand zu Buche stand, wurde die Aussicht auf den zehnten Saisonsieg nicht gerade besser. Doch in den letzten Wochen hat die Mannschaft von Trainer Max Ende einen gehörigen Reifeprozess durchgemacht, der dem Aufsteiger letztlich zum 4:2 (2:1)-Heimsieg verhalf. 

"In der Anfangsphase waren wir aufgrund der vielen Umstellungen richtig unsortiert. Da haben wir noch Glück gehabt, dass wir nur ein Gegentor bekommen haben", blickt Ende auf den Beginn, fügt aber direkt hinzu: "Die Mannschaft hat aber in den vergangenen Wochen gelernt, mit Rückschlägen richtig umzugehen. Gerade, wie wir uns befreit haben, war aller Ehren wert." 

Mit der Ordnung kommen die Tore

Denn nach dem Gegentor durch Bochums Frauke Drews (14.) schwamm die WSU zunächst, befreite sich aber mit jeder Minute immer besser aus der Umklammerung der Gäste. Nach gut 25 Minuten hatten die Gastgeberinnen dann ihre Ordnung auf dem Rasen gefunden und erspielten sich die ersten Chancen. Ein Erweckungsmoment war dann sicherlich der Ausgleich durch Laura Rieping in der 32. Minute. Zuerst scheiterte Hanna John noch aus mittlerer Distanz an der Gästekeeperin Anna Schnelle, den Abpraller machte Rieping dann von der Strafraumkante "gut weg." 

Richtige Antwort gefunden

"Mit dem Ausgleich hat es dann bei allen Klick gemacht", beschreibt Ende den Ruck der durch die Mannschaft ging. Denn nur vier Minuten später steckte Carolin Karmann durch die Schnittstelle der VfL-Abwehr durch auf Maeva Joksch, die frei vor Schnelle die Führung für die Gastgeberinnen erzielte (36.). 

Im zweiten Durchgang brauchte die WSU dann gar keine Anlaufzeit, um gegen Bochum die richtigen Mittel zu finden. Bereits nach vier Minuten machte Joksch den Ball vorne gut fest, wartete aus Sandra Blanke, die aus dem Mittelfeld nachrückte. Blanke hatte dann gleich drei Anspieloptionen, doch sie entschied sich für den Abschluss. Aus knapp 23 Metern erzielte sie dann das 3:1 (49.). Bochum zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und kam in direkten Gegenzug durch Laura Kühn zum erneuten Anschluss (51.). 

Gegentreffer zeigt keine Wirkung

Aber der erneute Rückschlag zeigte keine Wirkung bei der WSU, die Bochum weiterhin gut im Griff hatte und im offensiven Spiel die richtige Antwort fand. Nach einigen guten Angriffe verhalf dann eine Ecke von Vanessa Otte zur endgültigen Entscheidung. Ottes Ecke wurde von Rieping am ersten Pfosten auf Hanna John verlängert, die unbedrängt zum 4:2 einschieben konnte (63.). Und da der Aufsteiger in der bisherigen Rückrunde oftmals schlechte Erfahrungen mit dem bloßen Verwalten einer Führung gemacht hatte, blieb bis zum Abpfiff der Vorwärtsgang eingelegt. So kam Bochum zwar auch noch zu Konterchancen, die wusste Melanie Ziegner im Tor der Emsstädterinnen aber zu vereiteln. 

"Man hat über 90 Minuten gesehen, dass die Mannschaft lebt. Auch wenn der Start missglückt war, wir haben permanent an unsere eigenen Fähigkeiten geglaubt und sind für unser offensives Spiel am Ende auch zu recht belohnt worden", freut sich Ende über den zweiten Dreier in Serie. 

Warendorfer SU - VfL Bochum II    4:2 (2:1)
0:1 Drews (14.), 1:1 Rieping (32.), 
2:1 Joksch (36.), 3:1 Blanke (49.), 
3:2 Kühn (51.), 4:2 John (63.)



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