Die WSU überrascht in Köln
von Till Meyer
(18.10.15) Das komplette Team der Warendorfer SU ist wohl an diesem Sonntag mit dem richtigen Fuß aufgestanden, denn die Truppe von Andre Kuhlmann sackte „mit der bisher stärksten Saisonleistung“ alle drei Punkte im Spiel bei der heimstarken Fortuna aus Köln ein. Der 3:1 (2:0)-Triumph ließ nicht nur den Abstand nach unten weiter anwachsen, sondern stellte zudem den Anschluss zum breiten Liga-Mittelfeld her.
Die WSU-Mädels gingen die Partie so an, wie es sich wohl jeder Trainer wünscht: Diszipliniert, entschlossen und mit der nötigen spielerischen Raffinesse. Dabei stach vor allem Sandra Blanke hervor, die zum ersten Mal innen in der Dreierkette agierte und ein bärenstarkes Spiel auf den Rasen legte. „Ich musste einfach wegen der vielen Ausfälle und Urlauberinnen reagieren“, erklärte Kuhlmann diese taktische Maßnahme und schob nach: „Sie hat es super gemacht“.
Taktische Disziplin
Die Gäste aus Warendorf verstanden es von Beginn an gut, die Räume zu zulaufen und damit dem taktischen Mittel der langen Bälle der Fortuna einen Riegel vorzuschieben. Natürlich spielte auch das frühe 1:0 durch Lara Phaligs 16-Meter-Schuss (18.) der Elf von Kuhlmann in die Karten, die sich jedoch nicht auf diesem Ergebnis ausruhte, sondern weiter konsequent den Weg nach vorne suchte. Die fast schon logische Folge war das 2:0 in Minute 34: Mit einem blitzschnellen Umschaltspiel wird die Kölner-Abwehrkette ausgehebelt, sodass Annika Bröcker den nötigen Raum hat, um zu vollstrecken.
Lob und Arbeit
Nachdem die WSU auf 3:0 (Vanessa Otte/59.) erhöht hatte, war die Messe in diesem Spiel definitiv gelesen und somit war es zu verschmerzen, dass Kölnerinnen noch einen Standardtreffer zum 1:3 landeten (73.). „Das sind die Dinge, an denen wir arbeiten werden“, nahm es Kuhlmann gelassen zur Kenntnis, schließlich hatte seine Elf trotz dieses Gegentores ein überzeugendes Auswärtsspiel hingelegt: „Riesenkompliment an meine Mannschaft“.
Fortuna Köln – Warendorfer SU 1:3 (0:2)
0:1 Phalig (18.), 0:2 Bröcker (34.),
0:3 Otte (59.), 1:3 Spuzic (73.)




































