Hauenhorst und die bitteren Umstände
von Till Meyer
(27.11.16) Es war beileibe nicht der Spieltag von Germania Hauenhorst. Ersatzgeschwächt ging es zu der SGS Essen II und die Ruhrpottlerinnen hatten ihrerseits diverse Verstärkungen von oben auf dem Platz. Eine Mischung, die es den Germaninnen alles andere als leicht machte. Da reichte nicht mal eine Blitzführung aus, um etwas Zählbares mit auf die Heimreise zu nehmen, denn am Ende stand eine 1:3 (1:3)-Niederlage zu Buche, die letztlich auch den Kräfteverhältnissen an diesem Tage entsprach.
Trotz der anhaltenden Personalmisere - so fehlten zum Beispiel Nicole Schampera und Lena Wermelt - kam Hauenhorst richtig gut in die Partie und ging bereits nach 60 Sekunden mit 1:0 in Front. Kim Wolters, die heute mal in der Spitze agierte, wurde mit einem Pass in die Tiefe auf die Reise geschickt und traf abgezockt in die Maschen. Und nur vier Minuten später hätte die Germania bereits auf 2:0 erhöhen können, aber Lena Gosewinkel verzog überhastet aus aussichtsreicher Position (5.). Im Anschluss an diese Szene kam auch Essen in der Partie an und erarbeitete sich dank eines sicheren Pass-Spieles und vieler quirliger Dribblings nach und nach ein optisches Übergewicht. Die Gäste versuchten zwar, die Räume zu zubekommen, aber schafften dies jedoch nicht konsequent (1:1/1:2/1:3) - 14./40./45.).
Ärgerliche Gegentore
Das 1:2 fiel durch ein Eigentor von Frauke Lunkwitz, allerdings hätte zuvor auch der Abseitspfiff des Unparteiischen ertönen müssen - laut Siegers. Und der dritte Essener-Treffer erfolgte vom Punkt aus. Zwei Treffer der Kategorie: Die müssen nicht sein. Die Tore zeigten jedenfalls Wirkung, denn Hauenhorst fand im zweiten Durchgang nicht mehr zurück ins Spiel. Es fehlte letztlich die offensive Durchschlagskraft. "Ich kann hier heute aber niemanden einen Vorwurf machen. Die Mädels haben sich reingehängt. Man muss einfach anerkennen, dass Essen richtig stark war", schätzte Germanen-Trainerin Anja Siegers das Ganze realistisch ein und wusste, dass die Niederlage auch höher hätte ausfallen können, wenn ihre Schnapperin, Anne Gehring, im zweiten Durchlauf nicht mehrfach glänzend pariert hätte.
SGS Essen II - Germania Hauenhorst 3:1 (3:1)
0:1 Wolters (1.), 1:1 Freutel (14.),
2:1 Lunkwitz (40./Eigentor), 3:1 Härtling (45./Foulelfmeter)




































