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Germanin Kim Wolters (l.) im Kampf gegen WSUlerin Neele Kesse.

Hauenhorst liegt der WSU einfach

von Till Meyer

(21.05.17) Auch wenn es rein sportlich um nichts mehr ging, da beide Teams den Klassenerhalt bereits sicher haben, zeigte sich einmal mehr: In Spielen zwischen Germania Hauenhorst und der Warendorfer SU geht es immer heiß her, denn verlieren will freilich keiner - eine Frage der Ehre. Und Ehre erlangte an diesem Sonntag nur die WSU, die, wie schon im Hinspiel, am Ende die Oberhand behielt und mit einem 2:1 (1:1)-Sieg alle drei Zähler mit auf die Heimreise nahm.

Hatte WSU-Coach Andre Kuhlmann im Vorfeld der Partie noch vermutet, dass die Germania ein Offensivfeuerwerk abbrennen würde, zeichnete die Realität allerdings ein andere Bild. Seine Elf verstand es nämlich glänzend, mit viel Ballbesitz erst gar nicht zu zulassen, dass die Gastgeberinnen so etwas wie Daueroffensive entwickelten. In Kombination mit einem Dreiersturm und konsequentem Pressing riss die WSU die Partie an sich und musste lediglich bei Ballverlust auf die gefährlichen Konter der Germania achten. Und das die Truppe von Anja Siegers Qualität mitbringt, zeigte sich auch am 1:0 durch Kathrin Wessel (25.). Ein Rückschlag, den die Gäste aber gut verdauten - beziehungsweise gar nicht wirklich verdauen mussten - denn nur 60 Sekunden später glichen sie in Person von Ina Plagge zum 1:1 aus.

"Klaren" Elfer nicht bekommen


Um diese Aussage zu verstehen, springen wir in die 70. Spielminute. In dieser drang WSUlerin Lisa Piotrowsky in den Germanen-Sechzehner ein und wurde Sekunden später regelwidrig von den Beinen geholt. Ein klarer Elfmeter, so zumindest die Ansicht Kuhlmanns: "Das war glasklar einer." Was jedoch zählte, war die Tatsache, dass die Pfeife des Unparteiischen stumm blieb. Zur Führung und dem Sieg reichte es dann letztlich aber auch so für die Gäste, da Dana Homann auf der linken Seite schön in Szene gesetzt wurde, ihr Eins-gegen-Eins gewann, in den Strafraum einbog und im Anschluss die Asse sehenswert aus spitzem Winkel zum 2:1 in die Maschen beförderte (85.). "Das Tor hat mich richtig für sie gefreut. Es war der Lohn für ihre Mühen und den leidenschaftlichen Einsatz in den letzten Monaten", so Kuhlmann, der den Erfolg vor allem an der guten Defensive festmachte. "Das war der Schlüssel zum Erfolg. Unsere Dreierkette war richtig gut."   

Germania Hauenhorst - Warendorfer SU     1:2 (1:1)
1:0 Wessel (25.), 1:1 Plagge (26.),
1:2 Homann (85.)

 

 



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