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Schlechte Sicht: Hier sind immerhin Sascha Höwing (r.) und Fabian Stiller zu erkennen. Foto: WN / Uwe Wolter

Im Lengericher Nebel fehlt der Durchblick


Von Mario Lacroix

(10.11.17) Die wirklich schlimme Konsequenz des 3:3 (2:1) zwischen Preußen Lengerich und dem SC Münster 08 ist der Nasenbeinbruch, den Münsters Steffen Dondrup erlitten hat. Kurz vor der Halbzeit rauschten er und Konstantin Worch im Strafraum des mit Nebel besetzen SCP-Nebenplatz aneinander. Aus Lengericher Sicht ist es schlimm, wie Gäste-Trainer Mirsad Celebic die Szene beurteilt hat und was infolgedessen in der Lengericher und Münsteraner Ausgabe der Westfälischen Nachrichten steht.

"Obendrein nahm der Unparteiische kurz vor dem Pausentee beim bösen Foul an Dondrup einen klaren Strafstoß für Nullacht zurück", heißt es in den WN. "Der Lengericher trifft Stedo mit dem Fuß im Gesicht, ein klarer Elfmeter", sagte Celebic noch am Tag danach gegenüber Heimspiel-Online. "Der Schiedsrichter pfeift auch Elfmeter, wartet die Behandlung ab und pfeift dann zur Halbzeit. So etwas habe ich noch nie erlebt", führte Münsters Trainer fort.

Schiri irritiert

"Ich höre zum ersten Mal, dass jemand einen Elfmeter gefordert hat", zeigte sich der Referee Clemens-David Goeke irritiert über Celebic' Ansicht. "Die normale Spielfortsetzung wäre Schiedsrichterball gewesen", erklärte Goeke. Weil die Behandlung beider Spieler so viel Zeit in Anspruch genommen habe, entschied er sich irgendwann, zur Halbzeit zu pfeifen.

"Es wird nun so dargestellt, als hätte Kosta ein brutales Foul gemacht. Das stimmt einfach nicht", ärgerte sich Preußen-Coach Sebastian Ullrich. "Es war ein massiv unglücklicher Zweikampf. Beide gehen mit vollem Risiko zum Kopfball, Kosta trifft den Ball leider zuerst und trifft den Münsteraner dann mit der Stirn im Gesicht", so Ullrich weiter. "Ich kann nur das sagen, was ich gesehen habe", blieb Celebic bei seiner Meinung.*

Bei schlechten Lichtverhältnissen gab es viele Szenen, die aus unterschiedlichen Perspektiven unterschiedliche Schlussfolgerungen zuließen. So war das frühe 1:1 durch Chris Jäschke nicht zwangsläufig ein Torwartfehler Henri Exners. Aus gut 30 Metern drückte Jäschke ab, der Ball wurde immer länger und schlug hinter Exner ein, der wohl genau ins Flutlicht guckte (6.). Damit war Mark Behlings Führungstreffer aus der vierten Spielminute egalisiert.

Erst Rot, dann Tor

Ins Mark traf die Münsteraner die Verletzung Philip Grabowskis, anschließend der 1:2-Rückstand - Dominic Dohe traf (37.) - und dann die Szene mit Dondrup. "Die Art und Weise, wie wir dann das Spiel gedreht haben, ist große Klasse", war Celebic stolz auf sein Team. Fabian Stiller verwandelte einen strittigen Elfer (Ullrich: "Leichter Rempler"), ehe der eingewechselte Nils Johannknecht zum 3:2 einschoss (63.). Die Führung hielt allerdings nicht lange.

Malte Moß soll das 3:3 erzielt haben, ob der Ball wirklich die Linie überquert hatte, war wohl für niemanden zu sehen. Auch für Schiri-Assistent Niklas Gessat nicht, der nach einem Gespräch mit Goeke auf dessen erste Entscheidung - Handspiel und Rote Karte gegen Endrit Sojeva - korrigierend eingriff. Goeke nahm Elfmeter und Karte zurück und entschied auf Tor (67.). "Ob der Ball drin war, kann keiner aufklären", war sich Ullrich sicher.

"Es war ein schwieriges Spiel mit vielen kniffligen Entscheidungen. Dass die alle richtig waren, will ich gar nicht behaupten", erklärte Goeke entwaffnend ehrlich.

Sackarndts Alupech

Unstrittig war das taktische Foul Mark Behlings, das zu dessen Ampelkarte führte (74.). Dass fortan elf Lengericher gegen zehn Münsteraner spielten, war allerdings nicht zu sehen, weil die Hausherren ihrem hohen Tempo Tribut zollten. Pech hatte Stefan Sackarndt, der in der Schlussphase per Kopfball am Pfosten scheiterte.

"Im Vorfeld hätte ich den Punkt ob der spielerischen Klasse der Münsteraner so genommen, nach dem Spielverlauf ist es ein bisschen ärgerlich", meinte Ullrich. Celebic: "Für unseren Aufwand ist der Punkt eigentlich zu wenig."

SC Preußen Lengerich - SC Münster 08     3:3 (2:1)
0:1 Behling (4.), 1:1 Jäschke (6.),
2:1 Dohe (37.), 2:2 Stiller (62./FE),
2:3 Johannknecht (63.), 3:3 Moß (67.)
Gelb-Rote Karte: Behling (74.)

* Auch Steffen Dondrup teilte via WhatsApp seine Meinung mit: "Die Nase ist dreimal gebrochen und der Augenhöhlenunterboden ist dreimal gebrochen. Die versuchen mich zu operieren, danach muss ich zwei, drei Tage im Krankenhaus bleiben. Dass ein derartiger Vorfall im Fünf-Meter-Raum nicht als Anlass für für einen Elfmeter gewertet wird, ist meines Erachtens sehr bedenklich."

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