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Wernes Tempo ist too much für Mesum


Von Mario Lacroix

(04.03.18) Gefühlt 90 Prozent Ballbesitz verzeichnete der SV Mesum laut Trainer Marcel "Cello" Langenstroer beim Auswärtsspiel in Werne. Aber was nützt dir dieser Ballbesitz, wenn der Gegner in den entscheidenden Momenten Tempo macht und ein Vorbild an Effektivität ist. Genau, das nützt dir nix. So erging es dem Tabellenzweiten, der mit 1:3 (1:1) beim Drittletzten verlor.

Wernes Coach Lars Müller wollte nicht unbedingt von 90 Prozent Ballbesitz für Mesum sprechen, wollte das aber in etwa genau so haben, denn: "Mit Jannik Prinz, Dominik Hennes und Daniel Durkalic haben wir genug Tempo nach vorne." Hennes war in der 18. Minute Nutznießer von Jule Wolfs indiskutablem Fehlpass. Er nahm die Pille dankend an, zog auf und traf zum 1:0. Mesum korrigierte den Fauxpass des Mannes, der eine starke Hinserie gespielt hatte und wohl auch diesen Bock verarbeiten wird. Philip Grewe und Luca Schweder kombinierten sich auf rechts durch, Schweders Flanke köpfte Michael Egbers am zweiten Pfosten ein (30.).

"Cello" verlangte in der Halbzeitpause von seinen Mannen, dass sie genauso weiter machten. Machten sie auch. Das bedeutete jedoch unter anderem, dass sie dem Werner Gegenpressing zum Opfer fielen. Mondrian Runde schickte Pascal Harder in den freien Raum. Der hätte schon selbst schießen können, legte den Ball aber stattdessen auf Hennes quer, der sich mit seinem zweiten Treffer des Tages bedankte (61.). 

Die Gäste wechselten hernach offensiv und ja, Tobi Göttlich und Dominic Schmidt machten über die linke Seite Betrieb und Marvin Strotmann kam vereinzelt zu Abschlüssen, aber so richtig brandgefährlich war das nicht. Der andere Teil der Wahrheit: Werne verteidigte gut mit teils sechs Mann auf einer Linie.

"Das passiert und ist nicht schlimm", meinte Langenstroer. "Wir müssen eben daraus lernen, weil wieder Gegner kommen, die so gegen uns spielen werden." Werne brachte es an diesem Tag zu Ende, das stand spätestens mit dem 3:1 fest: Der Referee ließ Durkalic' Vorteil laufen, dessen Lupfer Yannick Eisenbach über die Linie drückte (90.).

"Wenn du den Zweiten schlägst, bleibt an so einem Tag nichts Negatives hängen", wollte Müller sich die Stimmung durch die Siege Gemens und Heidens nicht kaputtmachen lassen. Fakt ist dennoch: Werne bleibt auf einem Abstiegsplatz und Mesum auf dem Relegationsplatz zum Aufstieg in die Westfalenliga.

Werner SC - SV Mesum     3:1 (1:1)
1:0 Hennes (18.), Egbers (30.),
2:1 Hennes (61.), 3:1 Eisenbach (90.)



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